Binnen der ersten sechs Monate dieses Jahres lieferte der Autobauer weltweit 3,27 Millionen Einheiten aus. Dies stellt einen neuen Auslieferungsrekord für den Volkswagen Konzern dar, der noch nie so viele Fahrzeuge in dem ersten Halbjahr eines Jahres ausgeliefert hatte. Das Plus von 5,8 Prozent macht Hoffnung auf noch mehr an Verkäufen – und das in einer Zeit, in der die Konjunktur am Schwächeln ist, auch die Automobilkonjunktur. Auch der Monat Juni stellte hierbei einen Rekordmonat da. So stieg der Verkauf an Fahrzeugen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,4 Prozent auf 573.000 Einheiten.
Damit trotzt Volkswagen auch den Zahlen des gesamten Automarktes. Während hier im ersten Halbjahr 2008 nur ein Plus von einem Prozent gemacht wurde, legte Volkswagen gleich mal 4,8 Prozent drauf bei der Auslieferung der eigenen Fahrzeuge. Und gerade im Juni zeigte Volkswagen seine Stärke. Hier war der gesamte Automarkt um ein Minus von 5,1 Prozent zurückgegangen. Volkswagen hingegen ging mit der Gesamtheit seiner Marken um 2,4 Prozent ins Plus.
Vor allem China wird hier zum wichtigen Markt. An das Land, welches in wenigen Wochen die Olympischen Sommerspiele 2008 austragen wird, wurden 531.600 Einheiten ausgeliefert. Auch hier scheint langsam der Trend zu umweltbewussterem Fahren zu kommen. Der Smog in Peking spricht derzeit immer noch Bände. Aber die Zukunft wird wohl eine andere sein, wenn in den nächsten Jahren Fahrzeuge mit einem verringerten Ausstoß von CO² dort verkauft und gefahren werden. Der Markt in China bescherte dem Volkswagen Konzern ein Plus von 23,2 Prozent und wiederum einen neuen Rekord. Zum ersten Mal lieferte Volkswagen an China mehr als eine halbe Million Fahrzeuge innerhalb der ersten sechs Monate eines Jahres aus.
Detlef Wittig, der Konzernvertriebschef beim Volkswagen Konzern, zieht indessen eine Bilanz der ersten sechs Monate dieses Jahres: „Mit unserer kundenorientierten Modellvielfalt und einer konsequenten Wachstumsstrategie haben wir unsere weltweiten Auslieferungen trotz wachsender negativer Einflüsse deutlich steigern können. Wir sehen zunehmend Gewitterwolken auf die weltweiten Automobilmärkte zukommen. Trotzdem haben wir uns im Juni und im gesamten 1. Halbjahr 2008 mit der Stärke unserer Marken und Modellpaletten klar besser entwickelt als die Gesamtmärkte und bei den Marktanteilen weltweit zugelegt.“
Die anderen Zahlen sprechen auch fast alle nur von einem positiven Gegentrend zum aktuellen Verhalten auf dem Automarkt. Der Volkswagen Konzern selbst informiert über die Verkaufszahlen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres mit folgenden Worten: „Starke Zuwächse erreichte der Konzern von Januar bis Juni auch in Brasilien mit einem Plus von 21,8 Prozent auf 316.000 Auslieferungen sowie in Zentral- und Osteuropa (+ 18,7 Prozent auf 282.000). Die prozentual größten Steigerungsraten verzeichnete der Konzern im ersten Halbjahr 2008 in Indien (+69,2 Prozent auf 10.400 Fahrzeuge), in Russland (+63,3 Prozent auf 59.000 Fahrzeuge) und in der Ukraine (+46,9 Prozent auf 25.900 Fahrzeuge).
In Europa wurden von Januar bis Juni 1,84 Millionen Fahrzeuge des Konzerns (+1,3 Prozent) ausgeliefert, davon in Deutschland 534.000 (+3,7 Prozent). Im weiter von einer Gesamtmarktschwäche geprägten Westeuropa (ohne Deutschland) verkaufte der Konzern 1,07 Millionen Fahrzeuge (- 3,6 Prozent).
Die volumenstärkste Konzernmarke Volkswagen Pkw lieferte im ersten Halbjahr weltweit 1,9 Millionen Fahrzeuge aus (+5,8 Prozent). Audi kam auf 516.000 Auslieferungen (+1,4 Prozent) und Skoda auf 367.000 Auslieferungen (+17,9 Prozent).
Seat verkaufte 206.000 Fahrzeuge (-7,5 Prozent), die Marke Volkswagen Nutzfahrzeuge lieferte 264.000 Fahrzeuge aus (+12,9 Prozent). Bentley verzeichnete 4.700 Auslieferungen, Lamborghini 1.300 und Bugatti 35.“
Es zeigt sich also, dass es auf dem globalen Automarkt wichtig ist, nach vorne zu sehen und nicht auf die negativen Zahlen und Entwicklungen der anderen Automobilkonzerne. Volkswagen geht voran und zeigt damit, dass es trotz schlechter Zeiten bergauf gehen kann.
(Quelle: Volkswagen Konzern)