KFZ-Blog :- Automobiles ungebremst

Von Autos und anderen Mobilen

Druck von allen Seiten! Vom Kfz-Handel zum Autohaus der Zukunft

Abgelegt unter: Handel, KFZ, News, Wirtschaft — Wolfgang at 3:52 pm on Freitag, Juli 25, 2008

Eine aktuelle Studie belegt: Die Markt- und Wettbewerbssituation der deutschen Autohändler wird sich in den kommenden Jahren stark zuspitzen. “Der Wettbewerb ist in vollem Gange - immer mehr Mega-Dealer formieren sich als Konkurrenz zu den bislang reinen Marken-Niederlassungen. Die Verdrängung kleinerer und mittlerer Autohäuser ist unausweichlich.

Bereits ein Viertel der Autohäuser befinde sich aktuell bereits in einer Krisensituation; gezeichnet vom Marktumfeld, schwachen Erträgen und geringem Eigenkapital. Bei Zweifeln zur erwarteten Kfz-Steuerreform und den gegebenen Spritpreisen kein leichtes Geschäft für die Zukunft. Erwartet wird, dass von knapp 30.000 Autohäusern in zwei Jahren noch 25.000 übrig bleiben; alle eher im Mittelstand, was deren Marktanteil von 45 auf knapp 29 Prozent senke.

Mit Ablauf der Gruppenfreistellungsverordnung GVO Mitte 2010 werden sich der Studie zufolge Händlernetze auch bei Audi, BMW und Mercedes von rund 1.100 auf unter 900 reduzieren. Dies wird die Niederlassungen der Hersteller begünstigen, deren Marktanteil von 33 (2005) auf 37 Prozent in 2010 steigen soll. Vertragshändler als der wichtigste Vertriebweg werden mit ihrem Anteil von 60 auf 53 in 2010 und auf 51 Prozent in 2015 sinken.,.

Auf einem Bein steht man schlecht

Die Unternehmen als Ein-Marken-Vertrieb werden laut Prognose bis 2010 um fast 14 Punkte auf rund 56 Prozent einbrechen; 2015 sollen nur noch 45 Prozent aller Autohäuser ein “Eine-Marke-Haus” sein.
Dagegen der Anteil der Betriebe, die zwei bis vier Marken vertreten, von 29 Prozent auf 46 Prozent zulegen. Eine Entwicklung, die angelsächsischen Situationen gleicht, wo der ausgeprägte Mehr-Markenhandel bereits eingetreten ist.

Gegen den Druck bei Preis- und Margen sollen nach Expertenansicht mittelständisch geprägte Betriebe ihr Marken-Portfolio weiter ausbauen und sich zum Mehr-Marken-Autohaus entwickeln. Einkaufs- und Verkaufsprozesse sollen aus initiierten Zusammenschlüssen optimiert werden. Ein Sparpotenzial biete auch die günstigere Beschaffung von Ersatzteilen über unabhängige Original Equipment Suppliers (OES) sowie der Teilebezug aus “Newly Industrialized Countries” (NIC).

Mit Blick auf die Kosten soll eine bilanzielle Re-Strukturierung und Stärkung der Kapitalstruktur durch ein effizientes Working Capital Management eintreten. Vor allem über das Bestandsmanagement sollen sich die Händlerkosten reduzieren. Durch Investitionen in vorausschauende Schulung ihrer Werkstatt-Mitarbeiter soll stets auch der Service- und Reparaturbereich professionalisiert bleiben.

Der Winter ‘08 kommt: Bei neuen Gaspreisen auf Garantien achten

Abgelegt unter: Sparen, Wirtschaft — Wolfgang at 3:33 pm on Freitag, Juli 25, 2008

Die Zahl der Gasrebellen liege bundesweit bei 500 000. Doch auch sie werden sich für das nächste Jahr neue Gedanken zum Gasbezug machen müssen. Denn dort, wo durch den BGH festgestellt wurde, dass rechts-unwirksame Preiserhöhungsklauseln in Sonderverträgen stehen, wurden die alten Verträge gekündigt. Wer als “Rebell” seine Rechnung kürzte oder er seine Abschlagszahlungen und die Abrechnung unter Vorbehalt bezahlte, wird sich spätestens ab dem 1, Januar 2009 nach einem neuen Versorger umschauen müssen.

Viele Gasversorger haben erneut zum Herbst weitere Preiserhöhungen angekündigt. Das nun liegt auch daran, dass Gas-Tarife seit den 60-er Jahren an den Rohölpreis gekoppelt wurden und mit Zeit-Verzug ( einem time-lag) dessen Verlauf annehmen. Erhöhungen sind also unvermeidlich.

Bundesweit werden die Gasversorger die Gastarife bis zum Jahresende um durchschnittlich 20 Prozent erhöhen. Wer bei solchen Preissteigerungen den Tarif oder den Gasanbieter wechseln möchte, sollte nun auf möglichst lange Preis-Garantien achten oder aber zum vorerst noch höheren Fixpreis-Angebot je kWh für mindestens 12 Monate abschließen. Im zweiten Fall werden weitere Erhöhungen bereits vorweggenommen; der Tarif ist also zunächst höher als der Standard- oder Normaltarif zu Bestabrechnung.

Mit einer Preisgarantie räumt der Gasversorger einen Festpreis für einen bestimmten Zeitraum ein. Werden innerhalb dieser Zeit die Tarife erhöht, zahlt man bis zum Ablauf der Garantie noch die alten Preise. Daher gilt zunächst die Faustregel: Je länger die Festpreis-Garantie, desto besser. Doch ist nicht jede Preisgarantie auch eine solche.

Meist werden die Festpreise für 12 Monate eingeräumt. Da sich die Erdgaspreise im Laufe des nächsten Jahres noch weiter verteuern werden, kann eine solche Preis-Garantie für den Verbraucher pro Monat bares Geld wert sein.

Vorsicht ist allerdings bei mehrjährigen Preisgarantien geboten - diese Tarife sind häufig bereits so teuer, dass man nur spart, wenn die Gaspreise über mehrere Jahre stark ansteigen. Bei derzeit wieder fallenden Ölpreisen ist eine solche Entwicklung jedoch keinesfalls sicher.

Öl in der Arktis – Die Hoffnung für die Zukunft?

Abgelegt unter: Umwelt, Wirtschaft — Christel at 1:54 pm on Freitag, Juli 25, 2008

Eine Studie der US-Fachbehörde Geological Survey soll es belegen: 90 Milliarden Barrel Öl sollen in der Arktis bisher unentdeckt vorhanden sein. Dies würde einen Wandel in der weltweiten Ölförderung und eine gewisse Unabhängigkeit gegenüber den arabischen Staaten bedeuten. Neben dem riesigen Erdölaufkommen liegen auch noch nahezu 50 Billionen Kubikmeter Erdgas unter dem ewigen Eis. Die Zukunft unserer rohstoffverbrauchenden Gesellschaften wäre damit fürs Erste gesichert. Doch ein Manko gibt es: NOCH können die Reserven nicht gefördert werden, nicht mit den bisher vorhandenen Maschinen. Dennoch ist es in einer Zeit des immensen technischen Fortschritts wohl nur eine Frage der Zeit, wann die entsprechende Technik zur Verfügung steht. Die USGS, die Geological Survey, schreibt dazu: „Der extensive arktische Festlandsockel könnte das geografisch größte unerforschte künftige Gebiet für Petroleum sein, das auf der Erde verblieben ist“.

Die Hoheitsrechte in dem Gebiet, in dem ein großer Teil der Rohstoffreserven im Eismeer sind, sind übrigens bereits geregelt. Hier könnten schon von vorne herein Streitigkeiten über die Bohrrechte vermieden werden. In der Zwischenzeit jedoch geht es darum, die Technik zu entwickeln, die zur Förderung des Rohöls und des Erdgases zwingend notwendig ist. Wenn dieses Problem gelöst ist, dürfte es nicht mehr lange dauern, bis in der Arktis nach dem Öl und dem Erdgas gebohrt wird. Fast wie in alten Goldgräber-Zeiten. Dennoch gibt es einen Unterschied: Die Landbesitzrechte sind klar, so dass es, nach Aussage der USGS, nicht zu einem „Eldorado“ für Öl-Sucher aus der ganzen Welt werden wird.

Schade ist dabei nur, dass dann eines Tages ein wichtiges Stück der Arktis nicht mehr unberührt sein wird. Die Auswirkungen für die dort vorhandene Natur mag man sich nicht ausmalen. Doch noch ist es nicht soweit. Aber eines Tages ganz bestimmt.

Vollbremsung bei Ford und Daimler

Abgelegt unter: Wirtschaft — Thorsten at 10:32 am on Freitag, Juli 25, 2008

Ford und Daimler melden schlechte Aussichten für die zweite Jahreshälfte und werden an der Börse abgestraft. Auch andere Autowerte werden mit nach unten gerissen. Der Deutsche Aktien Index (DAX) verlor 1,4 Prozent. Die Daimler-Aktie stürzte um 9,6 Prozent ein, BMW büßte 4,3 Prozent ein und auch die Volkswagen AG, die ja gerade noch mit großartigen Erfolgszahlen glänzte, musste einen Wertverlust der Aktie von 2,7 Prozent hinnehmen.

Ein Schock auf Rädern: Daimler erwartet für 2008 “nur noch” sieben Milliarden Euro Gewinn vor Steuern - anstatt der geplanten 7,7 Milliarden Euro - immerhin 700.000.000 Euro weniger als ursprünglich vorrausgesagt. Als Gründe wurden genannt, dass die Rohstoffpreise steigen, dass die Wechselkurse für Exporte ungünstig sind und das die Nachfrage sinkt - besonders für schwere Geländewagen. Rächt sich hier schon eine verfehlte Modellpolitik?

Bei Ford scheint die Lage noch viel schlimmer zu sein: Hier wurde ein Verlust in Höhe von 8,7 Milliarden Euro im zweiten Quartal verkündet. Die Folge: Der Aktienkurs von Ford stürzte in New York um 15 Prozent nach unten. Die Konsequenzen: Ford wird ein umfangreiches Sparprogramm auf den Weg bringen und zukünftig mehr spritsparende Autos anbieten. Diese gibt es ja bei Ford, nur werden die bislang eher in Europa angeboten, wo der zweitgrößte US-Autohersteller schwarze Zahlen schreibt. Dafür sollen die US-Fabriken von Ford jetzt schnellstens umgestellt werden.

Daimler steigert sein Wachstum im zweiten Quartal 2008

Abgelegt unter: Autos, News, Wirtschaft — Christel at 4:18 pm on Donnerstag, Juli 24, 2008

Gestern noch war die Daimler AG einer der Gewinner des Börsentags, heute ist sie der große Verlierer. Dennoch wird die Aktie im Moment am meisten gehandelt an der Frankfurter Börse. Warum der Kurs so stark abnahm, ist nicht ganz nachvollziehbar. Die Zahlen der Monate April bis Juni 2008, die nun vorliegen, sagen eigentlich nur Positives aus über den derzeitigen Weg des Autoherstellers aus Schwaben. Gerade im zweiten Quartal dieses Jahrs konnte der Absatz um elf Prozent gesteigert werden. Und auch der Verkauf der Hauptmarke Mercedes-Benz nahm um neun Prozent zu, was zugleich das Erreichen einer neuen Bestmarke bedeutete.

Daimler erzielte im zweiten Quartal ein EBIT (Einnahmen vor Steuern) von 2.053 Millionen Euro. Dies liegt zwar unter dem Ergebnis des letzten Jahres, das bei 2.134 Millionen Euro lag, dennoch lässt sich die Mercedes-Benz Group nicht von den zum Teil nicht gerade kleinen Einbrüchen auf dem Fahrzeugmarkt beeindrucken. Die höheren Produktionskosten, die gestiegenen Preise für Rohöl und Stahl haben ihr Übriges dazu getan. „Der höhere Absatz und die weiteren Effizienzsteigerungen in all unseren Geschäftsfeldern haben dazu geführt, dass wir in einem schwierigen Umfeld ein sehr gutes Ergebnis erzielt haben“, sagte Dr. Dieter Zetsche, der Vorstandsvorsitzende des Daimler-Konzerns anhand der Quartalszahlen. Im Folgenden nun die Daten von Daimler im Einzelnen, wie sie ganz aktuell von dem Automobilkonzern benannt wurden und auch der Ausblick, wie die Daimler AG ihre Zukunft auf dem schwächelnden Automarkt sieht.

„Die Geschäftsfelder im zweiten Quartal 2008 im Einzelnen

Mercedes-Benz Cars hat den Absatz im zweiten Quartal um 11% gesteigert. Der Absatz der Marke Mercedes-Benz nahm um 9 % auf 312.000 Fahrzeuge zu und erreichte damit eine neue Bestmarke.

smart konnte den Absatz nochmals deutlich um 24% auf 39.500 Fahrzeuge erhöhen. Der Umsatz stieg um 3 % auf 12,9 Mrd. €.Das Geschäftsfeld steigerte das EBIT um 1% auf 1.212 Mio. €. Der leichte Ergebnisanstieg konnte unter anderem auf Grund der guten Absatzentwicklung bei den Modellen der C-Klasse und des smart erzielt werden. Darüber hinaus trug der weiter erhöhte Fahrzeugabsatz in den Schwellenländern, insbesondere in China und Russland, sowie deutliche Effizienzsteigerungen zur Ergebnisverbesserung bei. Ergebnisbelastungen ergaben sich durch ungünstigere Wechselkurse, Rohstoffverteuerungen sowie höhere Vorleistungen zur Verminderung von CO₂-Emissionen.

Daimler Trucks setzte im zweiten Quartal mit 122.800 Fahrzeugen (+10%) trotz der anhaltenden konjunkturellen Schwächephase in den USA deutlich mehr Fahrzeuge ab als im Vorjahr. Der Umsatz stieg von 6,9 auf 7,4 Mrd. €.

Das Geschäftsfeld erzielte im zweiten Quartal ein EBIT von 608 Mio. € und übertraf damit leicht das Ergebnis des Vorjahres (601 Mio. €). Das Vorjahresquartal wurde durch einen Sonderertrag von 68 Mio. € infolge der Veräußerung von Immobilien in Japan positiv beeinflusst. Die Verbesserung des operativen Ergebnisses ist überwiegend auf die gute Absatzentwicklung in Europa, Lateinamerika und einigen anderen Märkten, einem günstigeren Produkt-Mix sowie Effizienzsteigerungen zurückzuführen. Gegenläufig belasteten die anhaltend schwierige wirtschaftliche Lage in den USA sowie gestiegene Rohstoffpreise das Ergebnis.

Trucks Europa/Lateinamerika (Mercedes-Benz) hat seinen Absatz um 17% auf 46.500 Einheiten erhöht und erreichte damit eine neue Bestmarke. Trucks NAFTA (Freightliner, Sterling, Western Star, Thomas Built Buses) hat den Absatz um 11% gesteigert. Der Absatz im Vorjahresquartal war durch einen Nachfragerückgang wegen schärferer Emissionsvorschriften in den USA und Kanada geprägt. Der Absatz von Trucks Asia (Mitsubishi Fuso) stieg von 47.800 auf 49.200 Einheiten.

Daimler Financial Services hat im zweiten Quartal 2008 das Vertragsvolumen um 4% auf 60,4 Mrd. € gesteigert. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 15 Gesellschaften vor allem in Asien und Osteuropa erstmals vollkonsolidiert. Bereinigt um diesen Effekt sowie um Wechselkurseffekte betrug der Anstieg des Vertragsvolumens 8%.

Das Neugeschäft lag mit 7,8 Mrd. € um 6% über dem Vorjahr. Das EBIT von Daimler Financial Services lag im zweiten Quartal mit 183 Mio. € unter dem Vorjahreswert von 220 Mio. €. Maßgeblich für den Ergebnisrückgang waren die gegenüber dem niedrigen Vorjahresniveau höheren Risikokosten. Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Aufbau einer neuen Finanzdienstleistungs­organisation im NAFTA-Raum nach der Trennung von Chrysler belasteten darüber hinaus das Ergebnis. Ein positiver Ergebniseffekt resultierte dagegen aus dem gestiegenen Vertragsvolumen.

Das EBIT des Segments Vans, Buses, Other betrug im zweiten Quartal 148 (i. V. 257) Mio. €. Die Bereiche Mercedes-Benz Vans und Daimler Buses profitierten von der weiterhin sehr guten Absatzentwicklung und erzielten jeweils höhere Ergebnisse. So erzielte Mercedes-Benz Vans ein EBIT von 262 Mio. €, Daimler Buses ein EBIT in Höhe von 170 Mio. €.

Der Bereich Mercedes-Benz Vans hat im zweiten Quartal eine Absatzsteigerung um 7% erzielt und mit 78.600 verkauften Transportern einen neuen Rekord aufgestellt. Der Bereich Daimler Buses hat mit 11.100 Bussen und Fahrgestellen das sehr hohe Absatzniveau des Vorjahres um 7% übertroffen und damit ebenfalls einen neuen Absatzrekord erzielt. Der Anteil von Daimler am Ergebnis der EADS betrug 32 (i.V. 95) Mio. €. Die Beteiligung an Chrysler belastete das EBIT im zweiten Quartal 2008 insgesamt mit 373 Mio. €. Darin enthalten sind anteilig Aufwendungen von 93 Mio. € aufgrund von Restrukturierungs­maßnahmen bei Chrysler. Da der Konzern diese Beteiligungen grundsätzlich mit einem Zeitversatz von drei Monaten berücksichtigt, spiegeln diese Ergebnisbeiträge im Wesentlichen die Entwicklungen im ersten Quartal 2008 wider. Die Ergebnisse im Zusammenhang mit den Beteiligungen an der EADS und Chrysler sind nicht zahlungswirksam. Die Zahlen für Chrysler geben allerdings keinerlei Hinweis auf das Ergebnis, das die Chrysler Holding LLC in ihrem Abschluss nach US-GAAP ausweist. Maßgebend dafür sind erhebliche Bewertungs­unterschiede zwischen US-GAAP, die von der Chrysler Holding LLC anzuwenden sind, und den IFRS-Rechnungslegungsstandards, nach denen Daimler seinen Abschluss erstellt. Daimler hat im zweiten Quartal vom schwedischen Finanzinvestor EQT einen Anteil an der Tognum AG von 22,3% und am Markt weitere 2,2% für insgesamt 640 Mio. € erworben. Tognum wird ab dem 30. Juni 2008 nach der at-equity-Methode in das Segment Vans, Buses, Other einbezogen. Ein Ergebnisbeitrag von Tognum ist im zweiten Quartal 2008 nicht enthalten.

Ausblick
Obwohl als Folge der sich langsam abkühlenden Weltkonjunktur und der Konjunkturschwäche in den USA der Gegenwind für die Automobilindustrie und auch für Daimler stärker geworden ist, geht das Unternehmen weiter davon aus, die für 2008 gesteckten Absatzziele für die Geschäftsfelder erreichen zu können. Auf Basis der Planungen der Geschäftsfelder erwartet Daimler, dass der Konzernabsatz im Jahr 2008 insgesamt steigen wird (i.V. 2,1 Mio. Fahrzeuge).

Mercedes-Benz Cars erwartet den Absatz im Jahr 2008 steigern zu können. Die volle Verfügbarkeit der neuen C-Klasse-Limousine und des T-Modells sowie des neuen smart fortwo tragen erheblich zum Absatzanstieg bei. Für das zweite Halbjahr erwartet Mercedes-Benz Cars neue Absatzimpulse von den kürzlich eingeführten Modellen der A- und B-Klasse, des CLS, SLK, SL und des neuen CLC. Von der Markteinführung der modellgepflegten M-Klasse und insbesondere des neuen GLK Ende 2008 werden zusätzliche Absatzimpulse für das kommende Jahr erwartet. Dagegen rechnet das Geschäftsfeld lebenszyklusbedingt mit etwas rückläufigen Absatzzahlen bei der E-Klasse, die sich im letzten vollen Modelljahr befindet. Im Hinblick auf das verschlechterte wirtschaftliche Umfeld wird die Produktion gegenüber der bisherigen Planung angepasst. Die veränderten Marktaussichten, steigende Rohstoffpreise sowie anhaltend negative Wechselkurseffekte werden auch zu Ergebnisbelastungen führen. Diese können durch die deutlichen Effizienzverbesserungen und Absatzsteigerungen nicht vollständig ausgeglichen werden. Daher wird das Ergebnis unterhalb des Vorjahresniveaus liegen; die Umsatzrendite wird in der Größenordnung von 8% erwartet.

Daimler Trucks rechnet für das Gesamtjahr 2008 mit einem steigenden Absatz. Dazu trägt im Wesentlichen die positive Entwicklung in Europa sowie die Steigerung in asiatischen Märkten bei. Höhere Materialkosten und die Auswirkungen der schwachen amerikanischen Konjunktur wirken dieser positiven Entwicklung entgegen. Insgesamt wird für das Gesamtjahr 2008 mit einem Ergebnis in der Größenordnung von 2 Mrd. € gerechnet.

Daimler Financial Services erwartet für das Gesamtjahr 2008 einen moderaten Anstieg des weltweiten Vertragsvolumens. Trotz der Aufwendungen für den Neuaufbau des nordamerikanischen Finanzdienstleistungsgeschäfts geht Daimler Financial Services weiterhin davon aus, im Gesamtjahr eine Eigenkapitalrendite von mindestens 14% zu erreichen. Mercedes-Benz Vans erwartet aufgrund der starken Nachfrage nach dem Sprinter sowie der positiven Absatzentwicklung beim Vito/Viano für das Jahr 2008 eine deutliche Absatzsteigerung und einen neuen Absatzrekord. Daimler Buses geht davon aus, das hohe Absatzniveau des Vorjahres wieder zu erreichen.

Der Daimler-Konzern rechnet für das Jahr 2008 mit einem leichten Umsatzanstieg (2007: 99,4 Mrd. €). Der Daimler-Konzern sieht sich auch weiterhin im Wettbewerb sehr gut aufgestellt. Die bereits erwähnten negativen makroökonomischen Einflüsse wie die abkühlende Weltkonjunktur, steigende Rohstoff­preise und ungünstige Wechselkurseffekte können jedoch durch einen höheren Absatz und weitere Effizienzverbesserungen nicht mehr voll kompensiert werden. Dr. Dieter Zetsche: „Wir haben unser Unternehmen gut auf diese Situation vorbereitet und erfüllen alle Voraussetzungen, um auch in schwierigeren Zeiten zu den Besten der Branche zu gehören.“

Ausgehend von den Erwartungen der Geschäftsfelder rechnet der Daimler-Konzern für das Jahr 2008 mit einem EBIT aus dem laufenden Geschäft von mehr als 7 Mrd. €. Effekte im Zusammenhang mit Chrysler sind darin nicht enthalten. Bisher war Daimler von einem EBIT aus dem laufenden Geschäft von deutlich über dem Niveau des Vorjahres (7,7 Mrd. €) ausgegangen.“

(Quelle: Daimler AG)

EU: Porsche darf bei VW ans Steuer

Abgelegt unter: Wirtschaft — Thorsten at 9:05 am on Donnerstag, Juli 24, 2008

Die Europäische Kommission - also quasi die Regierung Europas - hat nichts dagegen, dass der Sportwagenhersteller den größten Autohersteller Europas übernimmt. Es fehlt allerdings noch die Zustimmung von 20 Kartellbehörden auf der ganzen Welt, um den Deal perfekt zu machen.

Ein Porsche-Sprecher erklärte, dass man bei Porsche im Herbst 2008 damit rechnet, dass alle zuständigen Behörden dieser Welt, ihre Zustimmung zur Mehrheitsübernahme bei VW gegeben haben. Danach wird Porsche seinen jetzigen Anteil von jetzt ungefährt 30 Prozent auf über 50 Prozent erhöhen.

Die Begründung der EU-Kommission lautet, dass der Zusammenschluss den Wettbewerb in Europa nicht wesentlich beeinträchtigen wird. Es gibt sehr wenige horizontale Überschneidungen zwischen den beiden Autoproduzenten, d.h. im Grunde keine direkte Konkurrenz. Die neue Porsche Holding, die dann der “Chef” von VW wird, ist ja bislang eher ein kleiner Marktteilnehmer, weil das Unternehmen nur 100.000 Autos im Jahr verkauft, während VW ein Vielfaches davon ausliefert. Auch für Herstellung und Vertrieb von Ersatzteilen soll es keine negativen Auswirkungen haben.

Gewinnsteigerung bei Peugeot Citroen

Abgelegt unter: Autos, News, Wirtschaft — Christel at 10:10 pm on Mittwoch, Juli 23, 2008

Die Kosten drosseln, den Gewinn hochschrauben. Nicht immer funktioniert diese Rechnung, ganz im Gegenteil. Bei Frankreichs größtem Autobauer Peugeot Citroen hingegen hat es funktioniert. Der hinter Volkswagen zweitgrößte Automobilkonzern konnte seinen Gewinn in den ersten sechs Monaten dieses Jahres steigern. Interessant ist: Die Autonachfrage in Europa ist weiterhin nicht gerade die beste. Dennoch konnten sowohl Peugeot Citroen als auch Volkswagen ihren Gesamtgewinn im weltweiten Absatz steigern. So konnte der französische Autohersteller PSA Peugeot Citroen den Gewinn um nahezu ein Drittel steigern, auf 1,115 Milliarden Euro unter dem Strich. Vorab hatten Analysten den Gewinn bereits geschätzt, lagen jedoch mit ihren Schätzungen sieben Prozent unter dem dann tatsächlich erzielten Gewinn. Dies zeigt auch, dass Analysten die Anleger sehr irritieren können mit Aussagen, die dann doch nicht der Realität entsprechen, auf positive Weise oder auch mit einem nicht kommenden gesehenen Minus.

Und es wird auch weiter an den Zielen festgehalten im Hause PSA Peugeot Citroen. Wenig Kosten, aber dennoch eine Steigerung des Gewinns. Wie dies in der zweiten Hälfte dieses Jahres aussehen wird, ist noch nicht absehbar. Aber eine weitere Steigerung wäre durchaus möglich, gerade auf den neuen großen Automärkten China, Indien und Osteuropa. Doch auch in den USA geht der Trend ja vom Spritschlucker immer mehr zum Mittelklassewagen bis hin zum Kleinstwagen.

Dennoch muss auch auf Gesamteuropa geblickt werden beim Thema Zuwachs und Rückgang auf dem Automarkt. PSA Peugeot Citroen selbst erwartet, dass genau dieser Markt innerhalb des laufenden Jahres um vier Prozent ins Minus gehen wird. Christian Streiff, der Chef von PSA Peugeot Citroen warnte deutlich vor einer Zeit, in der dramatisch gestiegene Benzinpreise und eine schwächelnde Wirtschaft die Menschen sehr verunsichere. “Wir sind uns alle sehr bewusst über die Unsicherheiten im Verlauf des Jahres und danach” war sein eindeutiger Aufruf. Und dennoch, das gesteckte Ziel, 3,6 Prozent des Jahresumsatzes nach dem 31. Dezember unter dem Strich als Gewinn vorzuweisen, bleibt bestehen. Und bereits in den ersten sechs Monaten wurde diese Prozentzahl erreicht. Nun bleibt das zweite Halbjahr abzuwarten. Diese positiven Zahlen bescherten der Aktie von Peugeot Citroen einen Höhenflug, sie erreichte nach der Bekanntgabe der Halbjahreszahlen ein Plus von 10,76 Prozent.

Continental weist Übernahmeangebot von Schaeffler zurück!

Abgelegt unter: News, Wirtschaft — Christel at 8:43 pm on Mittwoch, Juli 23, 2008

Endlich ist sie da, die erwartete Antwort seitens des Conti-Konzerns. Alles hätte man wohl inzwischen erwartet. Dies jedoch nicht: „Aufsichtsrat und Vorstand der Continental AG weisen das angekündigte Übernahmeangebot der Schaeffler Gruppe zurück

Hannover, 23. Juli 2008. Aufsichtsrat und Vorstand der Continental AG sind nach intensiven Beratungen am Mittwoch in Hannover zu der festen Überzeugung gelangt, dass das ange­kündigte Übernahmeangebot der Schaeffler Gruppe das Unternehmen nicht angemessen bewertet und den Unternehmensinteressen nicht gerecht wird. Es berücksichtigt beispiels­weise nicht die hierdurch eintretenden Steuernachteile und erhöhten Refinanzierungskosten. Alle Mitglieder beider Organe lehnen die Offerte in der vorliegenden Form ab und befürworten die weitere juristische Prüfung der Art und Weise der Annäherung an die Continental AG durch die zuständigen Aufsichtsbehörden.

Der Aufsichtsrat stellt ausdrücklich fest, dass er die Vorgehensweise des Vorstands in vollem Umfang unterstützt. Deshalb stimmte der Aufsichtsrat der Continental AG in seiner heutigen Sitzung den vom Vorstand bereits identifizierten Handlungsoptionen zu. Aufsichtsrat und Vor­stand werden in diesem Verfahren alles tun, um die Interessen der Aktionäre, Mitarbeiter und sonstigen Stakeholder zu schützen.

Vorstand und Aufsichtsrat sind gleichzeitig der Auffassung, dass eine Einigung mit der Schaeffler Gruppe in diesem Verfahren erstrebenswert ist. Sollte die Schaeffler Gruppe bereit sein, entweder über eine angemessene Prämie für Continental-Aktionäre oder über die Be­grenzung auf eine für das Unternehmen akzeptable Beteiligungsquote zu verhandeln, hat der Vorstand die Unterstützung des Aufsichtsrats, direkte Verhandlungen mit der Schaeffler Gruppe aufzunehmen.

Aufsichtsrat und Vorstand der Continental AG werden nach der notwendigen weiteren Kon­kretisierung der Bieterabsichten und der Veröffentlichung einer Angebotsunterlage sorgfältig die Interessen der Gesellschaft, ihres Unternehmens, ihrer Aktionäre und Arbeitnehmer sowie Geschäftspartner abwägen und im Rahmen der gesetzlich vorgesehenen Stellungnahme nach § 27 WpÜG zu dem Übernahmeangebot Stellung nehmen,“

Nun wird es natürlich richtig spannend. Wie wird das Familienunternehmen Schaeffler reagieren? Wird es doch zu einer feindlichen Übernahme kommen? Oder kann der Conti-Konzern anderweitig Investoren finden, welche die Übernahmepläne von Schaeffler im Keim ersticken? Noch kennt niemand die Antworten darauf.

(Quelle: Continental)

VW macht über 20 Prozent mehr Gewinn!

Abgelegt unter: Wirtschaft — Thorsten at 6:49 pm on Mittwoch, Juli 23, 2008

VW hat nicht nur einen Auslieferungsrekord aufgestellt, sondern auch seinen Gewinn vor Steuern (Operatives Ergebnis) um 21,8 Prozent gesteigert. Bei einem Umsatz von 56,5 Milliarden Euro, konnte ein Gewinn von 3,4 Milliarden Euro erzielt werden. Nach Steuern waren es auch noch 2,6 Milliarden Euro.

Für den VW-Vorstandsvorsitzenden Prof. Dr. Martin Winterkorn zeigt dieses Ergebnis, dass der größte europäische Autohersteller auf dem richtigen Weg ist: Die innovativen Produkte - also die Autos - werden von den Kunden begeistert angenommen - also gekauft. Eine erfolgreiche Modelloffensive, schlankere Prozesse und eine strikte Kostendisziplin hätten darüberhinaus dazu geführt, dass VW profitabel wächst - so Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch.

Steht Conti-Chef Wennemer ganz alleine da?

Abgelegt unter: Autos, News, Wirtschaft — Christel at 10:16 am on Mittwoch, Juli 23, 2008

Der Wälzlager-Hersteller Schaeffler will das Unternehmen Continental übernehmen. Dies ist inzwischen fast jedem bekannt. Inzwischen wurde das Angebot von 69,37 Euro je Aktie auf 70,12 Euro erhöht, dies ist der Durchschnittspreis der Aktie in den letzten drei Monaten. Heute tagt der Aufsichtsrat des Conti-Konzerns dazu und wird sich wohl auch im Laufe des heutigen Tages öffentlich zu dem Übernahmeangebot äußern. Im Vorfeld gab es so einige Äußerungen in Bezug auf Schaeffler und Continental. Unter anderem von dem wichtigsten Kunden, dem Volkswagen-Konzern, der sich eine Übernahme gut vorstellen kann. Und nun hat auch der Conti-Gesamtbetriebsrat seine Gegenwehr vermindert und einen offenen Brief an das Familienunternehmen geschrieben. Er fordert verbindliche Zusagen, dass das Unternehmen nicht zerschlagen wird und sagt klar: “Wir haben nichts gegen deutsche Investoren einzuwenden, solange sie die Grundsätze der sozialen Marktwirtschaft einhalten”.

Die Antwort von Schaeffler ließ nicht lange auf sich werten. Der Geschäftsführer von Schaeffler, Jürgen Geißinger, ließ noch gestern Abend in einer Erklärung verlautbaren: “Zur Verlagerung oder einem Abbau von Arbeitsplätzen wird es in Folge des Angebots nicht kommen”. Conti solle auch weiterhin als eigenständiger und börsennotierter Konzern bestehen, mit Sitz in Hannover. “Selbstverständlich auch künftig mit einem mitbestimmten Aufsichtsrat”, wie er verspricht. „Wir stehen zu unseren bereits mehrfach gemachten Zusagen: Continental soll als Ganzes bestehen bleiben, auch mit Bezug auf das Reifengeschäft“, sagte er erneut deutlich. Und: „Wir hoffen daher, dass der Aufsichtsrat in seiner morgigen Sitzung zu einer Entscheidung kommt, die es uns und allen anderen Beteiligten erlaubt, in einer konstruktiven Atmosphäre schnell gute Ergebnisse zu erreichen und die Besorgnisse und Ängste der Belegschaft auszuräumen.“  

Heute ist also wohl der Tag, an dem sich die Zukunft des Conti-Konzerns entscheiden wird. Wird Manfred Wennemer, der Chef von Continental, heute möglicherweise ganz abseits stehen mit seiner vehementen Gegenwehr gegen eine Übernahme. Sonst scheinen alle anderen Mauern immer mehr zu bröckeln. Wenn Schaeffler bei dem gegebenen Wort bleiben würde, wäre die Zukunft gesichert, in Hannover, mit dem bestehenden Mitarbeiterstamm. Es wäre nicht notwendig, einen anderen Investor mit Mitspracherecht zu suchen. Und immerhin ist der Familienbetrieb Schaeffler ein Unternehmen mit Erfolg, das hat sich über die Jahre immer wieder gezeigt. Wir warten also mit Spannung auf die Entscheidung des Aufsichtsrates.

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