KFZ-Blog :- Automobiles ungebremst

Von Autos und anderen Mobilen

Spekulationen um den Bau eines Volkswagenwerks in den USA

Abgelegt unter: Autos, Wirtschaft — Jochen at 12:50 pm on Donnerstag, Mai 15, 2008

BMW hat es vorgemacht: Eine in den USA befindliche Produktionsstätte kann äußerst rentabel sein. Die Möglichkeit, Fahrzeuge für den derzeit noch größten Fahrzeugmarkt der Welt zu produzieren, ist für die Autohersteller von großem Vorteil – gerade in den Zeiten eines starken Euros. Aufgrund der anhaltenden Dollarschwäche sehen sich viele europäische Hersteller dazu gezwungen, ihre Fahrzeugpreise in den USA anzuheben oder die Fahrzeuge mit Verlust zu verkaufen. So auch Volkswagen: Der Imageträger Tiguan wird in den USA unter Wert verkauft.

Doch damit könnte schon in naher Zukunft Schluss sein. Bereits seit Tagen wird öffentlich über den Bau eines Volkswagen-Werks in den USA spekuliert. Zwar hat der Aufsichtsrat des Konzerns noch keine Entscheidung über den Bau getroffen, doch im Management scheint man sich über den Bau einig zu sein – lediglich die Frage über den Standort ist noch nicht gefallen.

Langfristig gesehen wird Volkswagen diesen Weg gehen müssen, um in den USA richtig Fuß fassen und den großen Konkurrenten Toyota angreifen zu können. Allerdings scheint der Zeitpunkt nicht gerade optimal gewählt: Das Konsumverhalten der US-Amerikaner hat schon bessere Zeiten erlebt. Aufgrund der Hypothekenkrise ist die Kaufkraft stark gesunken: Seit Jahren steigender Verkaufszahlen musste der Branchenprimus Toyota erstmalig einen Rückgang vermelden.

Sollte das US-Werk von Volkswagen kommen, so werden dort mit höchster Wahrscheinlichkeit nicht nur VW-Modelle vom Fließband laufen. Die Konzerntöchter Audi und Porsche werden sich diese Ressource ebenfalls zu nutze machen und eventuell das eine oder andere Modell in den USA produzieren. Vor allem Porsche könnte von dem Werk enorm profitieren – immerhin werden die meisten Modelle des Cayenne in die USA verkauft.

Nissans Zahlen des vergangenen Jahres sind draußen

Abgelegt unter: Autos, Wirtschaft — Christel at 12:50 pm on Donnerstag, Mai 15, 2008

Und dabei wurde auch klar, dass es für den Autohersteller aus Japan weiter nach oben ging. Weltweit wurden 3.770.000 Einheiten vom Fabrikat Nissan verkauft im Jahre 2007, das sind 8,2 Prozent mehr als noch im Jahr zuvor. Allein in Nordamerika fanden 1.352.000 neue Nissan ihre Käufer, was 1,3 Prozent mehr waren als im Jahr 2006. Nur in Japan selbst gingen die Verkäufe zurück, hier wurden nur noch 721.000 Fahrzeuge abgesetzt, was einen Rückgang von 2,5 Prozent bedeutet. Dafür war Nissan in Europa sehr stark unterwegs im vergangenen Jahr und brachte es auf einen satten Zuwachs von 17,9 Prozent und 636.000 verkaufte Einheiten. Auf dem GOM – den General Overseas Markets – also den Überseemärkten, lag der Verkauf bei 1.061.000 Fahrzeugen, was ein Plus von 22,1 Prozent ist.

Außerdem war Nissan im vergangenen Jahr ganz stark bei der Einführung von neuen Modellen, und das weltweit. So kamen gleich elf neue Modelle heraus, der

  • Livina
  • X-TRAIL
  • das Altima Coupé
  • Atlas
  • Aprio
  • das Infiniti G37 Coupé
  • Rogue
  • GT-R
  • Premium-Crossover Infiniti EX
  • Murano
  • sowie der Nissan Pick-Up Frontier mit Einzelkabine.

Auch die flüssigen Finanzmittel, die so genannten liquiden Mittel waren ziemlich gut im vergangenen Jahr bei Nissan. Sie beliefen sich auf 180,3 Milliarden Yen, was in Euro umgerechnet etwa 1,12 Milliarden Euro sind und in US-Dollar etwa 1,58 Milliarden. Und während noch nach der Hälfte des Jahres 2007 eine Dividende von 20 Yen je Aktie vorgeschlagen worden war, belief sich diese dann für das gesamte Geschäftsjahr sogar auf das Doppelte, auf 40 Yen je Aktie.

Der Chef von Nissan, Carlos Ghosn, sagte zu den Ergebnissen des Geschäftsjahres 2007: “In einem herausfordernden und unbeständigen Wettbewerbsumfeld hat Nissan bewiesen, dass das Unternehmen mittlerweile die Reife für ein konstant hohes Leistungsniveau erreicht hat”.

Aber es wird auch schon in die Zukunft gesehen. Im gesamten Geschäftsjahr 2008 ist der Verkauf von weltweit 3,9 Millionen Fahrzeugen geplant. Dies ist noch einmal eine Steigerung zum Ergebnis des Vorjahres. Vor allem im Visier hat Nissan die General Overseas Markets, die GOM, und Russland. Außerdem sollen in diesem Jahr insgesamt neun neue Nissan Modelle eingeführt werden:

  • den Nissan Teana
  • den Nissan Infiniti FX
  • den Nissan Maxima
  • eine neue Generation des Nissan Bakkie
  • den Nissan QASHQAI+2
  • ein Mini-SUV von Nissan
  • den Nissan Cube, der jetzt schon für Furore gesorgt hat in den Medien
  • den Nissan Z
  • sowie das Nissan Infiniti G37 Cabrio.

Wir dürfen uns also auch dieses Jahr überraschen lassen, was Nissan so alles vorhat. Und ob die gesteckten Ziele wirklich erreicht oder möglicherweise gar noch übertroffen werden. Der Automarkt auf der ganzen Welt ist momentan auf positive Weise sehr turbulent, nicht nur in Deutschland, wie man unter anderem an den Zahlen von Nissan für das Geschäftsjahr 2007 sehen kann.

VW goes USA!

Abgelegt unter: Autos, Wirtschaft — Thorsten at 4:33 pm on Dienstag, Mai 13, 2008

Soeben wird gemeldet, dass VW Bau einer Autofabrik in USA plant, in der Volkswagen und Porsche gebaut werden sollen. Welche Folgen hat das für den deutschen Automarkt und die deutschen Arbeitsplätze in der Automobilindustrie?

Das Ziel ist klar: VW möchte Toyota vom globalen Siegertreppchen stoßen. Das geht nicht ohne den amerikanischen Markt – der wiederum nur eroberbar ist, wenn man mit eigenen Produktionsstätten vor Ort vertreten ist. VW ist in USA natürlich kein Neuling – allerdings wurde das letzte Werk vor 10 Jahren geschlossen; die Produktionsanlagen wurden nach China verschickt. Darüberhinaus produziert VW in Argentinien, Brasilien, Mexiko, Russland und Südafrika.

In China hat VW drei Gemeinschaftsunternehmen gegründet, die Produktionsstätten in Changchun und Shanghai betreiben. Dort werden nicht nur bekannte Fabrikate wie Golf IV und Audi A4 gebaut, sondern auch Modelle, die eigens für den chinesischen Markt entwickelt werden. Keine Gefahr für den deutschen Markt? Aber was passiert, wenn der erste VW Golf auf dem deutschen Markt erscheint, der in China oder Indien zu Billiglöhnen gebaut wurde, sich aber ansonsten nicht mehr von „Made in Germany“ unterscheidet?

In den kommenden fünf Jahren werden 15 bis 20.000 deutsche Arbeitsplätze in der Autoindustrie wegfallen. Als Grund nennt eine aktuelle Studie des Center Automotive Research (CAR) an der Uni Gelsenkirchen die Verlagerung von Produktionskapazitäten ins Ausland. Der schwache Dollar beispielsweise, schwächt die Unternehmen, die Autos in die USA exportieren wollen. Tiefe Löhne, Handelshemmnisse, Zölle und Einfuhrgebühren erleichtern den Aufbau eigener Kapazitäten in Wachstumsmärkten wir China, Russland und Indien.

Ein noch schlimmeres Szenario hat die Unternehmensberatung Ernst & Young 2004 entwickelt: Unter dem Untertitel „Automobilbranche auf dem Weg nach Osteuropa und China“ war zu lesen: „Nach Ansicht der Unternehmen hat Westeuropa als Produktionsstandort weitgehend ausgedient.“

Renault will Tata Konkurrenz machen im Sektor für Billigautos

Abgelegt unter: Autos, Wirtschaft — Christel at 7:13 pm on Montag, Mai 12, 2008

Wie jetzt bekannt wurde, will Renault in unmittelbare Konkurrenz zu Tata Motors treten und in Indien ein Fahrzeug auf den Markt bringen, dass nur 1 600 Euro kosten soll. Dies sind noch einmal 100 Euro weniger als der Tata Nano, den der indische Automobilhersteller in hohen Stückzahlen vom Band laufen lassen will. (Wir hatten bereits vor einiger Zeit darüber berichtet!).

Die Autos von Renault im Billigsegment sollen wohl nur für den indischen Markt bestimmt sein. Extra dafür wird ein gemeinschaftliches Unternehmen gegründet mit Bajaj Auto, einem indischen Autohersteller. Hergestellt werden soll der ULC im Bundesstaat Maharaschtra in der Stadt Chakan. Es zeigt sich also, dass nicht nur in Indien selbst langsam gesehen wird, wie groß der indische Markt für gute und günstige Fahrzeuge ist.

Die Anteile an dem Gemeinschaftsunternehmen werden zu je 25 Prozent von Renault und Nissan gehalten, und zu 50 Prozent von Bajaj. Pro Jahr sollen etwa 400.000 Fahrzeuge vom Band laufen, die ersten davon werden in drei Jahren, also im Jahre 2011 käuflich zu erwerben sein. Renault schießt hier also gleich in den Konkurrenzwind hinein, damit Tata Motors mit seinem Tata Nano nicht den ganzen indischen Markt für Billigautos abgrast.

Erfahrung auf dem Markt für billigere Fahrzeuge hat Renault übrigens schon gesammelt. Mit dem Logan, der aus Rumänien stammt, zeigte der Autobauer aus Frankreich, dass es auch ohne viel Schnickschnack geht. Das Fahrzeug, das für 5.000 Euro angeboten wird und seit 2004 in Osteuropa erhältlich ist, wird inzwischen auch im Iran, in Marokko, in Indien, in Russland, in Kolumbien und auch in Brasilien gebaut und zeigt damit seine Bedeutung für den Automarkt auf der ganzen Welt.

Audi verkauft mehr Fahrzeuge – und das in der ganzen Welt!

Abgelegt unter: Autos, Wirtschaft — Christel at 12:58 am on Donnerstag, Mai 8, 2008

Das zweite Quartal des Jahres 2008 ist gerade mal einen guten Monat alt. Und dennoch zeigt Audi, dass es schon im zweiten Quartal richtig gut angelaufen ist. Mit einer Steigerung des Absatzes um 2,9 % sind diese noch mehr gestiegen als im ersten Quartal 2008. Insgesamt stiegen die Verkäufe in diesem Jahr um 1,7 %, was eine Zahl von 338 000 verkauften Einheiten der Audi AG bedeutet. Im Monat April verkaufte Audi damit in aller Welt gut 86 700 Fahrzeuge, vor allem in Asien und am Pazifik sowie in Osteuropa legten die Fahrzeugverkäufe zu.

Und auch der Chef von Audi, Rupert Stadler war voller Freude über dieses Aprilergebnis und zeigte sich zugleich äußerst optimistisch: Das Ergebnis im April ist ein Vorgeschmack auf das deutliche Absatzwachstum, das wir in der 2. Jahreshälfte erwarten. Mit der vollen Verfügbarkeit des A4 in den meisten großen Märkten werden wir im 2. Halbjahr Fahrt aufnehmen und die angekündigte Million verkaufter Autos erreichen.“

Und das macht wirklich Geschmack auf mehr, auf mehr Audi, auf mehr Umsatz in aller Welt für einen deutschen Autobauer erster Güte. Denn in der ganzen Welt hat Audi nun zugelegt, mit einzelnen Marken und auch als gesamtes Unternehmen. Die vier Ringe bringen ihre Bekanntheit in aller Herren Länder und die Zukunft lässt noch mehr Verkäufe erwarten. Es hat erst angefangen mit der Zukunft von Audi. Denn gerade der erst im letzten Jahr auf den Markt gebrachte Audi R8 zeigt, wo es lang geht für die Autohersteller aus Ingolstadt. Das Modell ist auf die nächsten Monate hin ausverkauft. Es geht voran mit Audi. Und das wirklich in der ganzen Welt!

Gleich am Beginn des zweiten Quartals geht’s ins Plus für Mercedes Benz

Abgelegt unter: Autos, Wirtschaft — Christel at 2:29 pm on Mittwoch, Mai 7, 2008

Und das gleich mal mit satten 22 %, was ja mehr als ein Fünftel der bisherig verkauften Fahrzeuge ist. Im April diesen Jahres hat Mercedes-Benz Cars insgesamt 119 000 PKW verkauft, von den Marken Mercedes-Benz, Smart. AMG und Maybach. So wurden insgesamt 437 000 Fahrzeuge seit dem 1. Januar 2008 an die Kunden geliefert, was einem Gesamtzuwachs von 14 % entspricht. Mercedes ist also auf dem aufstrebenden Ast unterwegs, und es macht Spaß, dabei zu zu sehen, wie der Autobauer aus Schwaben immer wieder auch neue Interessenten und Liebhaber in aller Welt findet.

Die Hauptmarke von Mercedes-Benz Cars, Mercedes-Benz selbst, wurde dabei von einer Art Höhenflug übermannt. So konnte der Absatz der Fahrzeuge mit dem Stern um 16 % gesteigert werden, was insgesamt 105 400 verkauften Einheiten entspricht. Da wurde das Hauptsegment des schwäbischen Autoherstellers 395 100 Mal verkauft, was einem Gesamtplus von 8 % entspricht.

Vor allem die neue C-Klasse dringt in fast ungeahnte Höhen vor. Sowohl die Limousine als auch das T-Modell waren sehr gefragt und nahmen um 88 % an Verkäufen zu, was einen Gesamtverkauf von inzwischen 35 600 bedeutet.

Auch der neue Smart Fortwo kommt gut bei den Käufern von Neuwagen an. Er verließ im April mit 13 600 verkauften Fahrzeugen den Handel. Noch ist er in Übersee nur in den USA erhältlich, dort ist er jedoch so erfolgreich auf dem Markt eingeführt worden, dass er ab Mitte nächsten Jahres auch in China erhältlich sein wird. Smart goes worldwide kann man da wohl nur noch sagen.

Aber nicht nur die große weite Welt kauft die Marken von Mercedes-Benz Cars. Auch in Westeuropa ging es nach oben mit den Zahlen. Insgesamt ging der Verkauf hier um 21 % nach oben, was 63 000 verkauften PKW entspricht. In Deutschland gar sprang der Verkauf richtig scharf nach oben, um 46 %, was schöne 31 700 verkaufte Einheiten sind. Und das, wo doch immer gemeckert wird, in unserem Lande ließen sich keine Autos mehr verkaufen, und schon gar nicht aus deutscher Herstellung. Jahre- und gar jahrzehntelange Qualität macht sich hier eben wieder bezahlt. Und wohl auch die Tatsache, dass Mercedes-Benz Cars nicht mit Negativschlagzeilen wie zum Beispiel BMW in die Presse kommt. Sondern dass es beim schwäbischen Autobauer eben ums Auto geht und um nichts Anderes.

Und auch in der Verkaufsregion Asien / Pazifik ging es nach vorne. Dort stieg der Absatz im April 2008 um 24 %, was ja ein Viertel an mehr verkauften Fahrzeugen von Mercedes-Benz sind. Nur in den USA ging es ein wenig nach unten. Mit einem Minus von 3 % wurden dort nur 20 300 Fahrzeuge verkauft. Dies liegt jedoch mit Sicherheit weniger an Mercedes-Benz selbst, sondern mit der anhaltenden schlechten Lage der Wirtschaft in den USA. Vor allem nach der Erschütterung durch die dortige Immobilienkrise, welche ja Auswirkungen auf die ganze Finanzwelt hatte und zu milliardenschweren Verlusten und Abschreibungen in aller Welt geführt hat.

Benzinpreis-Garantie statt Innovation

Abgelegt unter: Autos, Wirtschaft — Andre at 1:00 pm on Mittwoch, Mai 7, 2008

Beim Autokauf spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Der Wagen muss optisch den Anforderungen des zukünftigen Fahrers entsprechen, genug Platz bieten, wenn eine ganze Familie samt Einkäufen transportiert werden muss, und ein wenig Prestige haben, sprich die „richtige“ Marke sollte es auch sein. Dass der Preis stimmen muss, versteht sich von selbst. Mittlerweile rücken zudem die Unterhaltskosten inklusive des Spritverbrauchs verstärkt in den Fokus der Kunden. Ein Trend, den die Bundesregierung nur begrüßen kann, der in den USA aber vollkommen verschlafen wurde.

General Motors, Chrysler und Ford befinden sich in punkto Sparsamkeit noch immer in der Steinzeit der automobilen Entwicklung. Bisher hatten sie auch keinen Anlass, daran großartig etwas zu ändern. Der Sprit in den Vereinigten Staaten ist vergleichsweise günstig – auch jetzt noch, obwohl für Preissenkungen gebetet wird. Da kam es nicht darauf an und sah man auch keine Veranlassung, Fahrzeuge und Motoren zu entwickeln, die einen geringen Verbrauch haben. Die Fahrzeuge schlucken weitaus mehr als Modelle aus deutschen Landen. Die hiesigen Hersteller hingegen verstehen die Energiepreise und das Bemühen um die Umwelt als Antrieb für mehr Innovation. Und was machen die US-Giganten, denen das Wasser bis zum Hals steht, weil die Absätze einbrechen – bei Chrysler immerhin um 29 Prozent im April?

Statt das Geld in moderne Antriebsvarianten und deren Entwicklung zu investieren, um so das Portmonee der Autofahrer zu entlasten, locken sie mit anderen Vergünstigungen. Beim Kauf eines Neuwagens von Chrysler gibt es eine „Benzinpreis-Versicherung“ mit zum Servicepaket. Der Kunde bekommt eine Kreditkarte und kann mir ihr zu einem garantierten Preis tanken. Die Gallone gibt es mit der Karte für drei Dollar. Die Differenz zum aktuellen Preis kommt dann drei Jahre lang aus der Kasse des Autoherstellers. So kann man es auch machen, sollte sich aber nicht wundern, wenn sich die Bilanz dann irgendwann von hellrosa in dunkelrot verfärbt.

Deutscher Automarkt auf der Überholspur

Abgelegt unter: Verkehr, Wirtschaft — Thorsten at 3:07 pm on Montag, Mai 5, 2008

Im April wuchs der Deutsche Automarkt um 20 Prozent. Für 2008 werden 3,3 Millionen Neuzulassungen prognostiziert.

Mehrwertsteuererhöhung, Klimadebatte und Kraftstoffpreis-Explosion sind offenbar überwunden: Die Deutschen kaufen wieder mehr neue Autos. Im April stieg die Zulassungszahl im Vergleich zum Vorjahresmonat um 20% auf 318.000 Neuwagen. Das war der höchste Aprilwert in den vergangenen acht Jahren. Gründe hierfür sind die günstige Lage am Arbeitsmarkt, ein verbessertes Konsumklima aber auch neue Modelle, die weniger Kohlendioxid ausstoßen. Besonders beliebt bleiben dabei deutsche Marken: VW, Mercedes, BMW und Co erreichen einen Marktanteil von fast 70 Prozent.

Für 2008 werden insgesamt 3,3 Millionen Neuzulassungen prognostiziert – ein Wert, der weit unter dem Wert von 1999 liegt, als 3,8 Millionen Neufahrzeuge zugelassen wurden; sicherlich in erster Linie durch die Sonderkonjunktur in der ehemaligen DDR.

Andere Zahlen stimmen bedenklicher: Es wird wegen der hohen Spritpreise immer weniger gefahren, die Autos werden aufgrund dieser geringeren Fahrleistung immer älter – die Neuanschaffung kann und wird weiter nach hinten geschoben.

Kraftstoffpreise auf Rekordhöhe

Abgelegt unter: Verkehr, Wirtschaft — Jochen at 3:15 pm on Samstag, Mai 3, 2008

Autofahrer haben derzeit keinen Grund zur Freude, wenn sie eine Tankstelle anfahren. Die derzeitigen Spritpreise sind absolute Rekordpreise. Am Mittwoch kostete der Liter Super im bundesweiten Durchschnitt 1,49 Euro, der Liter Diesel 1,42 Euro. Für immer mehr Autofahrer bedeutet das, sich genau überlegen zu müssen, ob und wie sie mit ihren Autos fahren möchten. Der Kraftstoffverbrauch des eigenen Fahrzeugs ist mittlerweile in vielen Haushalten zu einem der größten Kostenfaktoren herangewachsen.

Die Automobilclubs haben sich bereits zu Wort gemeldet und stehen den Autofahrern mit Tipps zur Seite. Allerdings sind diese Tipps nicht immer sehr hilfreich. So hat beispielsweise der ADAC verlauten lassen, dass es enorm hilfreich sei, vor Autofahrten eine Routenplanung vorzunehmen, um eine möglichst kurze Strecke zu ermitteln. Allerdings wird dieser Tipp nur den wenigsten Autofahrern helfen, vor allem nicht den zahlreichen Pendlern, die bereits seit Jahren am überlegen sind, wie sie möglichst günstig an ihre Arbeitsplätze gelangen können.

Erhebliche bessere Nachrichten kommen von den internationalen Rohstoffmärkten. Die Rohölpreise sind nach dem Anstieg vom vergangenen Mittwoche wieder gefallen. Am Mittwoch kostete das Barrel Rohöl noch 119 Dollar, heute liegt es bei 113 Dollar. Dies könnte bedeuten, dass die Kraftstoffpreise in den kommenden Tagen wieder leicht zurückgehen.

Bei den Ölkonzernen sieht man die Situation spürbar gelassener. Der amerikanische Branchenriese Exxon Mobil hat erst kürzlich ein neues Rekordergebnis vermeldet. Die starke Nachfrage und die hohen Kraftstoffpreise bescheren den Konzernen reichliche Einnahmen. Weil Rohöl so wertvoll wie niemals zuvor ist, arbeiten die Konzerne sogar an Förderkonzepten, die früher undenkbar gewesen wären. So denken beispielsweise gleich mehrere Konzerne über die Ölförderung in Deutschland nach. Bis vor ein paar Jahren hätte wohl kaum jemand gedacht, dass die deutsche Ölindustrie ein Comeback erlebt. Doch aufgrund des hohen Rohölpreises lohnt sich die Förderung wieder. In den kommenden Monaten sollen sowohl in Bayern als auch in Niedersachsen bereits bekannte Ölvorkommen erforscht werden.

Opel investiert mehrere Milliarden Euro

Abgelegt unter: Autos, Wirtschaft — Christel at 1:37 pm on Freitag, Mai 2, 2008

GM Europa – General Motors – geht in die Produktoffensive. Neun Milliarden Euro sollen dabei investiert werden. Davon fließen 6,5 Milliarden Euro in die Entwicklung, sowohl in die neuer Automodelle an sich, als auch in die Entwicklung neuer Antriebssysteme. Die gute Nachricht überbrachte Carl-Peter Forster, der GM Europa-Präsident in Rüsselsheim bei einer Pressekonferenz.

Dabei sollen auch die deutsche Werke von Opel großzügig bedacht werden. Das Werk Rüsselsheim, in dem ab dem Herbst dieses Jahres der Opel Insignia gebaut werden wird, erhält 900 Millionen Euro. Und auch das Werk Bochum, das eine ganze Zeitlang dem Rotstift zum Opfer zu fallen schien, bekommt Investitionen in der schönen Höhe von 650 Millionen Euro. Dadurch soll nicht nur mittelfristig der Standort gesichert bleiben, sondern auch die Produktion der nächsten Generation des Opel Astra in Vorbereitung gehen. In das Werk in Eisenach werden 240 Milionen investiert, was auch eine positive Prognose für den Standort Ost in unserem Land zeigt. Das der Schließung zugedachte Werk in Kaiserslautern wird nun doch nicht dem Rotstift zum Opfer fallen, stattdessen wird es umgebaut – zu einem Zentrum für die Fertigung von Komponenten.

Opel geht aufs Ganze, wie es scheint. Neben den vielen Investitionen wurden SIEBZEHN neue PKW Modelle und drei neue Nutzfahrzeug Modelle bis 2012 angekündigt. Den Startschuss gibt dabei der Insignia, der in Rüsselsheim vom Band laufen wird. Folgen wird diesem der Nachfolger des Astra, für dessen Bau das Werk in Bochum verantwortlich sein wird. Danach kommt die nächste Generation des Mervia auf den Markt, mit den Türen des Meriva Concept, die sich gegenläufig öffnen lassen.

Opel setzt auf Innovationen im technischen Bereich, sowohl bei den Türen als auch beim Fahrwerk, wie auch bei allen anderen Fahrzeugsegmenten. Das heißt unter anderem, dass der Insignia ein FlexRide-Fahrwerk erhalten wird, das je nach Fahrsituation die richtige Abstimmung wählt, und das von selbst. Außerdem erhalten die kleineren Klassen wie der Meriva und der Corsa das mitlenkende Kurvenlicht, auch eine Innovation, die es sonst in kleinen Fahrzeugen nicht zu finden gibt.

Opel will ganz hoch hinaus. Und will sie wieder erreichen, die 400 000 Neuzulassungen pro Jahr, was einem Marktanteil von über zehn Prozent entspräche. Deshalb erhalten inzwischen die Käufer von Neuwagen der Marke Opel eine Garantie von sechs Jahren, und das ohne jegliche Zusatzkosten. Zudem will Opel auch in das Verkaufs- und Servicenetz investieren, um dieses gemeinsam mit den Händlern zu verbessern und zu erweitern. Mehr als 100 Millionen Euro sind diesem Zweck zugedacht.

Und noch etwas gab Carl-Peter Forster, der Präsident von General Motors Europa bekannt, direkt aus der Ideenschmiede des Werkes Rüsselsheim. Dort arbeiten Ingenieure, gemeinsam mit dem Forschungszentrum von General Motors in Warren an Fahrzeugen mit größerer Reichweite. Diese sollen dann auch serientauglich werden und auf dem E-Flex-System basieren. Rund 65 km können mit diesem Elektroantrieb zurückgelegt werden. Dies würde gerade den Tagespendlern sehr entgegen kommen, bei denen diese Reichweite reichen würde, um ihre Fahrstrecke abzudecken. Am Ziel angekommen reicht das Auftanken am häuslichen Stromnetz. Sollte eine Fahrt dann mal länger als 65 Kilometer gehen, sprint ein Verbrennungsmotor in die Bresche. Dadurch kann eine ganz andere Reichweite erreicht werden als üblich für PKWs dieser Klasse.

Die Zeichen stehen auf Richtung Zukunft bei Opel und General Motors Europa. Während BMW noch Weihnachten letzten Jahres negative Schlagzeilen schrieb durch das Personal-Streichkonzert, (wir haben für Sie darüber berichtet), zeigt Opel nun nur Positives auf. Die Erhaltung des Werkes in Bochum und der Umbau des Werk Kaiserslautern zeigen, dass es auch ganz anders gehen kann. Wir bleiben wie immer für Sie am Ball!

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