KFZ-Blog :- Automobiles ungebremst

Von Autos und anderen Mobilen

Rechtsrat aus der Kfz-Branche

Abgelegt unter: Recht+Gesetz, KFZ, Werkstatt — Wolfgang at 4:06 pm on Freitag, Mai 9, 2008

Kommt Rat - kommt Recht!?

rbw. Der ‘Crash’ noch keine zwei Stunden alt; gerade eben passiert; auf dem Weg zur Arbeit, zur Baustelle oder einfach nur zum privaten Einkauf. Das zerbeulte Fahrzeug lässt sich eben noch fahrbereit steuern, doch die Erregung ist dem Kraftfahrer, der Fahrzeugführerin noch nicht aus dem Sinn. Überhaupt nicht. Und dann noch die ungeklärte Frage, bei Ankunft der Polizei, wer kam von wo, wie, was und mit welcher Geschwindigkeit? Und das Warn-Dreieck wurde auch nicht ordentlich aufgestellt. Auch vom Unfall-Gegner nicht…

In einer solchen Situation können sich Verbraucher künftig auch dort Rat holen, wo derartig aufregende Sachlagen den Alltag bestimmen: in der Autowerkstatt.

Mit der Reform des Rechtsdienstleistungsgesetzes (RDG) wurde das Monopol der Anwälte gelockert. In engen Grenzen ist vom 1. Juli an auch Nicht-Juristen die Rechtsberatung erlaubt.

Ob das nun dem Verbrauchern gleich mehr Auswahl bringt, bleibt offen; doch beruhigend kann es allemal wirken. Doch im individuellen Fall kann die Hilfe vom juristischen Laien auch zum Problem werden. Anders als bisher dürfen vom 1. Juli 2008 auch Vereine, Handwerker, Architekten und Automobilclubs rechtlich beraten - doch nur als “Nebenleistung”. Das bedeutet, dass der Inhalt der Beratung zum Beruf gehören muss und nicht im Mittelpunkt der Leistung stehen darf, wie die Juristen beim Bundesministerium in Berlin formulieren. Denn die Vertretung vor Gericht bleibt auch künftig allein dem Anwalt vorbehalten.

Werkstatt fordert Schadenpauschale

Als neu muss gelten, dass “alle unternehmerisch tätigen Personen” die einfachen, also unstreitige Ansprüche geltend machen können. Die vom Unfall-Beteiligten erwählte Kfz-Werkstatt kann mit der gegnerischen Versicherung künftig nicht nur die Reparaturkosten abrechnen, sondern für den Geschädigten gleichzeitig eine allgemeine Schadenspauschale geltend machen. Damit ermöglicht die Reform dem Verbraucher auch einen schnelleren und günstigeren Rechtsrat.

Die Gefahren liegen jedoch als Nachteil auf der Hand: Anders als Rechtsanwälte in ihren Kanzleien bräuchten sich juristische Laien nicht gegen Schadensersatzforderungen des ‘Klienten’ zu versichern, warnt der Chefjurist des ADAC in München. Im Fall falscher Beratung durch eine Kfz-Werkstatt kann diese zum finanziellen Risiko für den Verbraucher werden, der sich zu gern auf so manchen Rat verlassen hatte.

Die Verbraucherzentralen machen auf ein weiteres Problem aufmerksam. Wer sich auf Handwerksbetrieb der Kfz-Branche oder auf Versicherer und deren semi-juristisch Beratung verlässt, dem droht die Gefahr, dass hier Interessen kollidieren. Deshalb sei im Einzelfall zu prüfen, ob die Beratung tatsächlich auch als objektiv gelten könne.

Mit einer Rechtsschutz-Versicherung in Verkehrsangelegenheiten ist die Frage nach der Reform des Rechtsdienstleistungsgesetzes (RDG) dann doch eher kein Thema. Auch wenn gute Ratschläge eigentlich schon immer aus der Auto-Branche kamen… und die waren bisweilen auch gar nicht mal schlecht.

VW poliert Werkstattkette stop+go auf

Abgelegt unter: Autos, Werkstatt — Thorsten at 4:12 pm on Donnerstag, Mai 8, 2008

Volkswagen startet mit seiner markenunabhängigen Werkstattkette stop+go neu durch. Ab jetzt sollen jährlich 20 neue Werkstätten in Ballungsräumen aufgebaut werden.

Grund für diese Initiative des größten europäischen Autokonzerns ist der stetig schrumpfende Anteil der markengebundenen Vertragswerkstätten am Teilegeschäft – mit einem Gesamtvolumen von bis zu 15 Milliarden Euro sehr interessant. An diesem Markt sind die Automarken nur noch zu 50 Prozent beteiligt – mit sinkender Tendenz. Das möchte VW nicht tatenlos hinnehmen.

Stop+Go soll Autofahrer ansprechen, die ältere Fahrzeuge fahren und nicht mehr in die Vertragswerkstatt von VW oder einer anderen Marke mehr besuchen – natürlich auch, weil viele Werkstattketten mit günstigeren Angeboten locken. VW hofft mit diesem Schritt, die vielen Millionen Bestandsfahrzeuge in die Werkstatt zu bekommen, die mehr als acht Jahre auf dem Buckel haben.

Die Werkstattkette soll einen Preisvorteil von 15 bis 20 Prozent bieten – immer im Vergleich mit den Originalteilen. Neben Reparaturen werden Zubehör, Reifen und Pflegeprodukte angeboten. Dieser Preisvorteil soll aggressiv beworben werden. Ende 2008 soll es zum Beispiel eine Zeitungsbeilage mit einer Auflage von 4,5 Millionen geben.

Konkurrenz mit den markengebundenen Volkswagen-Werkstätten wird nicht erwartet, weil bislang 70 Prozent der Kunden von stop+go keine VW-Fahrer sind. Man möchte aber gezielt den Zugang zu Fahrern anderer Fabrikate bekommen, um sie möglicherweise zu neuen VW-Fahrern zu machen.

Billig-Werkstattketten zünden den Image-Turbo

Abgelegt unter: Werkstatt — Thorsten at 8:36 am on Montag, Mai 5, 2008

Die großen Billig-Werkstattketten wie Pit-Stop und Auto Teile Unger wollen mit Image-Werbung und -Maßnahmen das relativ schlechte Image verbessern und das Kundenvertrauen zurückgewinnen.

Die Marktforschung hat es ans Tageslicht befördert: Billig-Werkstattketten haben kein gutes Image beim Autofahrer. Ihre Marken wirken veraltet und das Vertrauen fehlt. Man fürchtet, dass die Reparatur-Arbeiten am Auto schlecht oder überteuert ausgeführt werden. Viele kritische TV-Berichte legen zumindest den Verdacht nahe, dass oftmals Arbeiten gemacht werden, die eigentlich nicht nötig gewesen wären. Gegen dieses miese Image möchten die Ketten jetzt vorgehen,

Dabei setzen die Unternehmen auf Werbeagenturen, die für besonders gelungene und durchdachte Werbekampagnen bekannt sind. Pit-Stop hat gerade zum Berliner Werbe-Hot-Spot Aimaq Rapp Stolle gewechselt. A.T.U. vertraut auf Heye & Partner aus München, eine Agentur, die schon eine riesige Zahl gelungener Kampagnen für anspruchsvollste Kundschaft gestaltet hat.

Die drei bekannten Pit-Stop-Darsteller, die bislang am Ende jedes Werbespots zu sehen waren, werden von Aimaq Rapp Stolle ausgewechselt. Jetzt singt sein neuer Chor aus Azubi, Geselle und Meister. Besonders wichtig aber ist der neue Claim (Slogan), mit sich Pit-Stop vom alten Image befreien – und von der Konkurrenz absetzen möchte: Nur das, was muss. Damit soll gesagt werden, dass es bei Pit-Stop in Zukunft keine unnötigen Reparaturen mehr geben wird. Farblich schlägt sich das in einem dunklen Blauton nieder, der nun auch die Blaumänner der Pit-Stop-Mitarbeiter zieren soll.

Auch bei Auto Teile Unger kommt Bewegung in die Werbung. Man wechselte von Serviceplan zu Heye & Partner, die nun erstmal damit beschäftigt sind, darüber nachzudenken wie es weiter gehen könnte. Die Zeit drängt, denn erstmals seit Jahren ging der Gewinn beim Branchenprimus zurück. Außerdem startet die VW-Kette stop+go mit neuem Internet-Konzept neu durch. Darüberhinaus hat sich ein neuer Player angekündigt: Der Ex-Pit-Stopler und –A.T.U.ler Michael Krieger plant eine Kette von 150 Filialen, die sich in erster Linie um Oberklasse-Fahrzeuge kümmern möchte.

Weniger Verschleiß - mehr Wartungsarbeiten

Abgelegt unter: KFZ, Statistik, Werkstatt — Wolfgang at 2:01 pm on Donnerstag, Mai 1, 2008
250 Euro pro Jahr für die durchschnittliche Wartungsarbeit

rbw. Die Daten sind so zuverlässig wie branchen-spezifisch, und so stellt die Deutsche Automobil Treuhand (DAT) im jährlichen Report als Jahresrückblick für 2007 mit vielem anderen fest: Die Wartungsarbeiten an bundesdeutschen Fahrzeugen waren im vergangenen Jahr etwas zahlreicher als 2006. Eine Tatsache, die die Deutsche Automobil Treuhand (DAT) jüngst beim jährlichen Report zur Information machte.

Auf den Fahrzeugbestand hoch gerechnet waren dies 0,97 Arbeiten je Fahrzeug (Vorjahr 0,96). Das nun ist statistisch wie beim Verzehr von Hähnchenfleisch: der eine isst’s und mag es, der andere nicht. Und so gilt für einen Dritten die doppelte Menge. “Geh’ ich also nicht zur Werkstatt, geht meine Nachbar knapp zwei mal!” - Ganz einfach!

Die Spitze bei den erforderlichen Wartungen halten die Fahrzeuge im Alter zwischen vier und sechs Jahren, bei denen pro Fahrzeug 1,22 Wartungsarbeiten durchgeführt wurden. Unverändert dabei blieb die Art der durchgeführten Arbeiten im Vergleich zum Vorjahr: 42 Prozent der Kunden beauftragten eine große Inspektion (Vj 43 Prozent).

Vertragswerkstatt bevorzugt!

Verschoben haben sich in diesem Zusammenhang auch die Marktanteile zugunsten der Vertragswerkstätten. Grund, die Zahl der freien Betriebe ging im vergangenen Jahr stärker zurück als bei den Vertragswerkstätten (minus 350 gegenüber minus 100 bei den Markenbetrieben). Zwei von drei Kraftfahrern (65 Prozent ; VJ 61 Prozent) ließen ihre Arbeiten in Markenbetrieben ausführen, bei großen Inspektionen lag deren Marktanteil sogar bei 72 Prozent (VJ 71 Prozent). Zu “Sonstige Werkstätten” kamen auf 24 Prozent der Kraftfahrer (VJ 27 Prozent).Bei Fahrzeugen, die älter waren als acht Jahre, lag der Anteil der freien Werkstätten bei 43 Prozent und damit leicht höher als bei den Markenbetrieben.

Halter und Fahrzeugführer solcher älterer Modelle gaben allerdings weniger für die Arbeiten aus als Kunden, deren Fahrzeuge zwischen vier und acht Jahre alt waren. Das zeigen die durchschnittlich ausgegebenen 253 Euro, die über dem Wert aller Kunden von 241 Euro liegen. Für die Fahrzeugwartung gaben die Halter neu gekaufter Fahrzeuge 2007 mit durchschnittlich 234 Euro im Vergleich zu 2006 (246 Euro) weniger aus. Die Käufer gebrauchter Fahrzeuge zahlten mit 248 Euro fast genau denselben Betrag wie 2006 (249 Euro).

Erfreut ist das Millionenheer der Kraftfahrer über die abnehmende Zahl der Verschleißreparaturen, die laut DAT je Pkw und Jahr immer weiter zurück geht. Mit nur noch 0,72 (VJ 0,75) solcher Reparaturen pro Fahrzeug in 2007 wurde ein neuer Tiefstwert erreicht. Im Report heißt es dazu: “Bei einem Durchschnittsalter des Pkw-Bestandes von inzwischen über acht Jahren wäre eigentlich zu erwarten, dass die Reparaturquote eher steigt als zurückgeht. Experten gehen bei diesen Zahlen davon aus, dass zum einen eine höhere Lebensdauer der Aggregate zu der niedrigen Reparaturquote führte und zum anderen, dass die Fahrzeughalter die eine oder andere eigentlich fällige Reparatur nicht haben machen lassen.”. Bei den Hauptuntersuchungen verändert die hohe Mängelquote die Zahlen der Statistik.

Den kompletten Daten-Report DAT-Report 2008, auch mit Angaben und Statistiken zum Neu- und Gebrauchtwagenmarkt, kann der interessierte Kraftfahrer auch ohne beruflichen Bezug zur Branche bei AUTOHAUS Online runter laden. Dort finden sich auch Zahlen und Fakten zur Analyse des Neuwagenmarktes.

Schlechter Straßenzustand erhöht die Steinschlag-Gefahr

Abgelegt unter: Autos, Werkstatt — Thorsten at 1:25 pm on Freitag, April 25, 2008

Der Straßenzustand wird überall immer schlechter: Löcher im Asphalt und lose Steine gehören inzwischen überall zum gewohnten Straßenbild. Die Gefahr, dass ein Stein in die Autoscheibe fliegt und diese beschädigt oder zerstört, wächst. Gut, wenn man eine Kaskoversicherung hat, die diese Schäden übernimmt.

Jahrzehntelanger Sanierungsrückstau wegen chronischen Geldmangel der Gemeinden und Kommunen haben dazu geführt, dass immer mehr Straßen in Deutschland sind in einem schlechten Zustand sind. Eine oftmals unterschätzte Gefahr: Ein loser Stein wird von der Straße aufgewirbelt und fliegt in die Front-, Seiten- oder Heckscheibe. In den meisten Fällen, stellen diese Steine kein Problem für die modernen Materialien der Scheibe dar - ein echter Durchschlag findet selten statt. Eine wirkliche Gefahr für Leib und Leben besteht nicht. Doch ein kleiner Schreck ist es schon - und schön aussehen tut es auch nicht.

Wie gut, dass viele Autowerkstätten einen Steinschlag-Reparatur-Service anbieten - bei den schnellsten von ihnen bekommt man die Reparatur sogar sofort. Man kann drauf warten und mit reparierter Scheibe in kürzester Zeit wieder wegfahren. Die Abrechnung erfolgt meistens sogar direkt mit der Versicherung - ohne Rechtsberatung. Besonders gut ist es, wenn die Werkstatt Autoscheiben in Erstausrüster-Qualität anbietet. Da kann man sicher sein, dass man mit einer Original-Scheibe des Herstellers weiterfahren kann. Kein Wunder, dass diese Anbieter langjährige Garantien auf Dichtheit und Glasbruch anbieten können.