KFZ-Blog :- Automobiles ungebremst

Von Autos und anderen Mobilen

Brandenburger Alleen vor dem Aus?

Abgelegt unter: Verkehr, Umwelt — Thorsten at 12:45 pm on Donnerstag, Mai 15, 2008

Noch vor wenigen Tagen wurden die Deutsche Alleenstraße als Reiseziel angepriesen. Wer die Alleen in Brandenburg genießen möchte, muss sich beeilen – denn die Landesregierung von Brandenburg plant einschneidende Veränderungen, sodass es kein geschlossenes Blätterdach mehr geben wird.

Viele Auto- und Fahrradfahrer genießen eine Fahrt durch schattige Alleen, weil man hier noch gemütlich reisen kann. In Brandenburg, dem bislang alleenreichsten Bundesland in Deutschland, soll dies immer seltener möglich sein, denn die Landesregierung plant Abholzung älterer Alleebäume und die Anpflanzung neuer Bäume mit einem Abstand von 4,50 Meter von der Fahrbahn. Außerdem sollen die nebeneinanderstehenden Bäume weiter auseinanderstehen. Damit ist klar, dass die kleinen Jungbäume auch in mehreren Jahren an den Kronen nicht mehr zusammenwachsen – das für Alleen typische geschlossene Blätterdach wird es kaum noch geben.

Das brandenburgische Verkehrsministerium möchte mit dieser Maßnahme die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle reduzieren. Bis zu 35 Prozent aller Verkehrstoten kollidieren mit einem Straßenbaum. Stehen die Bäume weiter weg von der Straße und wäre der Abstand zwischen den Bäumen größer sollen die Unfallzahlen um 25 Prozent zurückgehen. Kritik kommt von Natur- und Umweltschutzverbänden und Schutzgemeinschaft Brandenburger Alleen, weil es ja nicht die Bäume wären, die Unfälle verursachen, sondern die Autofahrer. Wie sich diese Maßnahme auf den Tourismus in dieser strukurschwachen Region auswirken wird, wird sich erst zeigen.

Vorsicht vor dem Wild

Abgelegt unter: Verkehr, Sicherheit — Andre at 12:05 pm on Donnerstag, Mai 15, 2008

In Frühling und Herbst müssen Autofahrer besonders aufpassen. Rehe und Hirsche machen sich dann auf den Weg und sorgen Jahr für Jahr für erhebliche Schäden. 300.000 Wildunfälle mit einer Versicherungsbilanz von 425 Millionen Euro wurden alleine 2006 gemeldet. Der Allgemeine Deutsche Automobilclub (ADAC) spricht von 220.000 Wildtieren, die unter die Räder gekommen sind. Dabei wurden 2800 Menschen verletzt und zehn getötet.

„Vorausschauend fahren“, rät Ulf Evert vom ADAC Schleswig Holstein deshalb in den Gebieten, die durch Wildwechsel-Schilder gesondert gekennzeichnet sind. In diesen Bereichen sollte ein großer Sicherheitsabstand zum rechten Fahrbahnrand eingehalten werden. Das gelte für alle Zonen, die einen Übergang von Wald und Feld darstellen. Wie viele Unfälle genau auf den unfreiwilligen Kontakt mit dem Wild zurückzuführen sind, lässt sich nicht sagen. Die Dunkelziffer ist nach Angaben des ADAC sehr hoch. Werde einem Tier ausgewichen und der Wagen lande an einem Baum, sehe man nicht auf Anhieb, dass es ein Wildunfall ist. Der Tipp der Verkehrsexperten: „Abblenden, stark abbremsen, aber nicht ausweichen.“ Sollte es dennoch krachen, sollte man mit einem Warndreieck und dem Warnblinker andere Verkehrsteilnehmer auf die Gefahr aufmerksam machen und die Polizei und den Förster informieren. Von der Polizei erhält der Fahrer dann eine Bescheinigung über den Wildunfall.

Maßnahmen, die derlei Unfälle verhindern könnten, sind Wild- und Grünbrücken. Sie ähneln Fußgängerüberwegen und sollen die Tiere über die Straße leiten. Eine weitere Möglichkeit, die von den Jägern bevorzugt würde, sind Infrarotsensoren, die auf die Rehe und Hirsche reagieren. Nähere sich ein Tier, leuchte ein Schild auf und warne die Autofahrer. Erfolgreich in Betrieb ist dieses System beispielsweise in der Schweiz. Die deutschen Behörden sind aus Kostengründen dagegen. Zudem seien die Anlagen auch nicht übermäßig wirksam.

Fahrspaß soll nicht mehr beworben werden dürfen

Abgelegt unter: Verkehr — Andre at 1:08 pm on Mittwoch, Mai 14, 2008

EU-Umweltkommissar Stavros Dimas schießt sich immer weiter auf die Autoindustrie ein und läuft langsam Gefahr, sich lächerlich zu machen. Dass Fahrzeuge mit miserablen Abgaswerten der Vergangenheit angehören müssen und der Kohlendioxidausstoß sich in passablen und technisch machbaren Grenzen bewegen sollte, dagegen ist nichts einzuwenden. Den Herstellern aber vorschreiben zu wollen, wie sie ihre Produkte bewerben dürfen, geht doch gleich mehrere Schritte zu weit. Ende Mai soll die entsprechende Idee präsentiert werden. Sie schnürt Industrie und Werbeagenturen in ein derart enges Korsett, dass witzige, spannende oder ansprechende TV-Spots und Anzeigenkampagnen Seltenheitswert bekommen.

Geht es nach der EU-Kommission darf nicht mehr mit Sportlichkeit oder Fahrspaß geworben werden. Das könnte ja davon ablenken, dass der Wagen zu viel Sprit schluckt und die von den Brüsseler Bürokraten ausgelosten CO2-Werte nicht einhalten kann. Auch die Eleganz ist ein Faktor, der aus Sicht von Stavros Dimas nichts in der Werbung verloren hat. Dafür soll nun in jedem Spot und jeder Anzeige in einer genau definierten Größe der Abgaswert gezeigt werden. EU-Industriekommissar Günter Verheugen sagt zwar „pfui“ und verlangt: „Hände weg von der Werbung“. Unternommen hat er nur wenig gegen den „Amtsschimmel“ und muss sich dafür nun die Kritik der deutschen Kollegen im Europa-Parlament gefallen lassen. Sie sehen vor allem den wirtschaftlichen Schaden, der eintreten könnte, wenn die Hersteller ihr 1,5 Milliarden Euro schweres Werbebudget alleine für die Zeitungen beschneiden.

Dieser Streit keimt gerade erst auf. Lichterloh brennt es bereits, wenn der ab 2012 geltende CO2-Wert von 120 Gramm je Kilometer mal wieder angesprochen wird. Stavros Dimas erklärt dazu nur, er sei kein Gegner der deutschen Autoindustrie. Das sehen die EU-Parlamentarier aus der Bundesrepublik ganz anders. Sie werfen dem Ressortchef Umwelt vor, die französischen und italienischen Kleinwagenhersteller zu bevorzugen. Ein Italiener ist Berichterstatter in Sachen CO2 und der französische Präsident verkündet, während seiner Amtszeit als EU-Ratspräsident werde die Richtlinie abgeschlossen. In Deutschland resigniert man. „Es scheint mir unmöglich, in absehbarer Zeit eine Familienvan zu produzieren, der den Grenzwerten entspricht“, so Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee. Derweil wird ein Rechtsgutachten erstellt, ob die angedrohten Strafen überhaupt rechtens sind. Mal abwarten, wann das nächste Kännchen Öl in die Flammen gegossen wird, um den Autobauern Feuer unterm Hintern zu machen.

Der Benzinpreis steigt weiterhin

Abgelegt unter: Verkehr — Jochen at 3:30 pm on Dienstag, Mai 13, 2008

Da ich in den vergangenen Tagen bereits mehrfach über den Benzinpreis sowie dessen Preisanstieg berichtet habe und einigen Lesern damit sicherlich schon auf die Nerven geh, verspreche ist, dass dies vorerst mein letzter Beitrag zu diesem Thema sein wird. Dieser Beitrag muss einfach sein, da es wieder einmal interessante Neuigkeiten gibt.

Zunächst einmal zum Anstieg des Benzinpreises. Wie es zahlreiche Autofahrer befürchtet haben, ist der Benzinpreis an Pfingsten noch einmal gestiegen. Vorgestern kostete der Liter Superbenzin im Durchschnitt 1,51 Euro, was die erneute Überschreitung einer Rekordmarke bedeutet. Allerdings sollte man den Preisanstieg nicht den gierigen Konzernen zuschreiben, die angeblich stets zur Urlaubszeit die Spritpreise anheben. Stattdessen ist die Überschreitung der bisherigen Rekordmarke auf einen weiteren Preisanstieg des Rohöls zurückzuführen. Bis vor wenigen Tagen kostete das Barrel Rohöl noch 122 Dollar, was bis zu diesem Zeitpunkt ebenfalls einen Rekordpreis darstellte. Jedoch hat sich der Preisanstieg fortgesetzt, so dass ein Barrel jetzt 125 Dollar kostet. So gesehen ist der Benzinpreis sogar weniger stark angehoben worden.

Die nächste Nachricht, die mit dem Thema Benzinpreis in Verbindung steht, kommt aus Griechenland. Dort ist ein regelrechte Horrorszenario eingetreten: Mehr als 70 Prozent aller Tankstellen ist der Kraftstoff ausgegangen. An den wenigen Tankstellen, die noch über Reserven verfügen, bildeten sich Schlangen mit einer Länge von bis zu zwei Kilometern. Etliche der griechischen Autofahrer sind nicht nur schockiert, sondern auch verzweifelt: Tausende von Menschen wissen nicht, wie sie fortan zur Arbeit kommen sollen. Die Unterbrechung der Versorgung ist auf einen Streik zurückzuführen: Die Fahrer der Tanklaster streiken für eine Gebührenerhöhung. Ob sie diese durchsetzen können ist, allerdings fraglich. Führende Politiker Griechenlands haben sich gegen eine Erhöhung ausgesprochen.

Achtung beim Spanienurlaub!

Abgelegt unter: Recht+Gesetz, Verkehr — Christel at 3:28 pm on Samstag, Mai 10, 2008

Spanien hat es in sich, vor allem auch das dort neu geltende Recht bei Verkehrsverstößen. Die Sanktionen für Verkehrsverstöße wie Fahren unter Alkoholeinfluss und hohe Geschwindigkeitsübertretungen wurden drastisch verschärft. Neben Geldstrafen kommen nun von rechtlicher Seite aus auch Freiheitsstrafen ins Spiel, die als Folge von schweren Vergehen gegen die spanische Verkehrsordnung drohen. Spanien leidet immer noch unter einer überdurchschnittlichen Zahl von Verkehrstoten im Vergleich mit den anderen Ländern der Europäischen Union. Dem soll nun endlich ein Ende gesetzt werden mit schweren Sanktionen gegen Verkehrssünder.

Statt hohe Geschwindigkeitsübertretungen nur mit einer Geldbuße zu ahnden, geht das spanische Recht nun einen ganzen Schritt weiter. Wer mit mehr als 200 Stundenkilometern auf einer Autobahn unterwegs ist oder innerhalb geschlossener Ortschaften schneller als 110 Stundenkilometer fährt, wird in Zukunft mit einer Haftstrafe von drei bis zu sechs Monaten rechnen müssen. In Spanien gilt, anders als in Deutschland, auf den Autobahnen ein Tempolimit, das eine Begrenzung von maximal 120 Stundenkilometer vorgibt. Innerhalb geschlossener Ortschaften gilt genauso wie bei uns eine Begrenzung von 50 Stundenkilometern. Die Promillegrenze liegt bei 0,5 Promille. Ab einem Wert von 1,2 Promille wird in Spanien zukünftig mit einer Freiheitsstrafe zu rechnen sein.

Alternativ zu den Freiheitsstrafen sind Geldstrafen vorgesehen, in der Höhe bis maximal 144.000 Euro. Wie hoch das Bußgeld dann tatsächlich ausfällt ist nicht wie bei uns in einem Bußgeldkatalog niedergelegt, sondern es ist abhängig vom Einkommen des Verkehrssünders. Spanien geht hier nun sicher einen vorbildlichen Weg, der wirklich an den Geldbeutel derer geht, die andere Verkehrsteilnehmer massiv gefährden. Unterschieden wird aber durch den Gefahrengehalt, den der schwere Verkehrsverstoß mit sich gebracht hat. Wurde das Leben anderer dabei auf fahrlässige Art und Weise gefährdet, ist wohl nicht mehr mit einer Geldstrafe zu rechnen, sondern es kann dann von einer Freiheitsstrafe ausgegangen werden. Neben der Strafe, sei es nun Geldbuße oder Knast, wird der Führerschein des Verkehrssünders entzogen. Und das nicht nur ein paar Monate, sondern von einem bis zu vier Jahren. Wie tief die neuen Regelungen im Verkehrsrecht greifen, bleibt abzuwarten. Die Zahlen der nächsten Jahre werden es erst richtig zeigen. Dennoch geht Spanien sicher in die richtige Richtung mit diesen neuen Regelungen. Vielleicht wird diese Vorgehensweise bei schweren Verkehrsverstößen auch auf andere Länder in der EU übergreifen, da Geldstrafen allein schon lange nicht mehr abzuschrecken scheinen bei schweren Verstößen gegen das Verkehrsrecht bzw. in Deutschland gegen die Straßenverkehrsordnung, die StVO.

Das Allzeithoch des Benzinpreises

Abgelegt unter: Verkehr, News — Jochen at 1:44 pm on Samstag, Mai 10, 2008

Eines der Worte, von dem derzeit in den Medien besonders häufig zu hören und zu lesen ist, lautet Allzeithoch. Gemeint ist der Preis für Superbenzin, der im bundesweiten Durchschnitt bei 1,50 Euro liegt. In zahlreichen Medien wird über den fortlaufenden Preisanstieg berichtet. Es werden Ursachen genannt und gleichzeitig wird aufgezeigt, mit welchen Maßnahmen die Verbraucher den Kraftstoffverbrauch senken können. Im Folgenden sind einige interessante Informationen zur Entwicklung des Benzinpreises zusammengefasst.

Zunächst einmal zur Ursache des vehementen Preisanstiegs. Dieser ist auf das Nachfrageverhalten der Marktteilnehmer zurückzuführen. In der vergangenen Woche kostete das Barrel (129 Liter) Rohöl der Sorte WTI ganze 120 Dollar, womit der bisherige Höchstpreis überschritten wurde. Doch bereits vorgestern wurde dieser Wert erneut überschritten: das Barrel kostete 122 Dollar.

Von diesem zusätzlichen Preisanstieg sind in Deutschland vorerst verschont geblieben. Grund ist der fortschreitende Wertverlust des Dollars. Der seit ungefähr zwei Jahren anhaltenden Dollarschwäche ist es zu verdanken, dass wir den Preisanstieg bei den Rohstoffen nicht in seinem vollen Ausmaß zu spüren bekommen. Wäre der Dollar so viel Wert, wie er es noch vor zwei Jahren war, müssten wir an der Tankstelle mehr als zwei Euro für den Liter Superbenzin bezahlen.

Übrigens hat ein Journalist von Spiegel Online ermittelt, dass sich der Benzinpreis in den vergangenen zehn Jahren nahezu verdoppelt hat. Vor zehn Jahren mussten wir umgerechnet nur 81 Cent für den Liter Benzin und 59 Cent für den Liter Diesel bezahlen. Für den durchschnittlichen Autofahrer, der rund 1.000 Liter Kraftstoff im Jahr tankt, bedeutet das einen Preisanstieg von 680 Euro im Jahr, der Dieselfahrer muss sogar mehr als 800 Euro zusätzlich berappen.

Zum Abschluss noch eine lustige Geschichte. In den USA bekommen die Verbraucher den Preisanstieg am stärksten zu spüren. Mittlerweile kostet die Gallone Superbenzin mehr als 3,60 Dollar. Das Problem ist, dass viele Zapfsäulen nur einen Preis von maximal 3,60 Dollar anzeigen können – dies trifft selbst für Zapfsäulen zu, die in den 1990er Jahren hergestellt wurden. Zur damaligen Zeit hatte niemand angenommen, dass der Sprit eines Tages mal so teuer sein könnte.

Fahrzeuge mit Diesel nicht mehr günstiger unterwegs als Benziner

Abgelegt unter: Verkehr, Statistik — Christel at 4:46 pm on Donnerstag, Mai 8, 2008

Zu diesem Ergebnis kam nun der ADAC nach neuesten Berechnungen. Während die Dieselfahrzeuge jahrzehntelang einen Vorsprung hatten, wurde dieser in den letzten Jahren immer kleiner und kleiner. Nun ist wohl fast der Gleichstand gekommen, zumindest bei kleineren Laufleistungen. Denn gerade bei niedrigen Laufleistungen in Bezug auf die Kilometer wird der finanzielle Vorteil immer geringer. Das Warum dafür ist klar: Die sehr stark gestiegenen Kosten für Dieselkraftstoff. Im Gegensatz zum Benzin, das zwar auch in die Höhe sprang in preislicher Hinsicht, aber noch auf relativ normalen Level höher ging, sind die Preise für Diesel gerade in den letzten Monaten überproportional gestiegen.

Der letzte Kostenvergleich hatte erst vor einigen Monaten, im Herbst letzten Jahres, stattgefunden. Dort waren noch fast die Hälfte aller PKW – genauer 47 % - in der Version mit Diesel günstiger als jene in der Benzinversion. Dieser Anteil ist nun geschrumpft, inzwischen sind es nur noch gerade mal 39 %. Nur in der höheren Laufleistung von mindestens 20.000 gefahrenen Kilometern pro Jahr rechnen sich die Dieselversionen noch. Hier ist Diesel eindeutig im Vorteil und günstiger als die vergleichbaren Benziner.

Die Berechnung des ADAC geht über einen Zeitraum von vier Jahren. Mit einbezogen werden die Kosten für die Neuanschaffung des Fahrzeugs, der Ölwechsel, die Aufwendungen für den Wertverlust des Autos sowie die Inspektionen. Außerdem mit einberechnet werden die Kosten für einen Ersatz der Reifen, die KFZ-Steuer, die Nachfüllkosten für Kraftstoff und Öl, die üblichen Verschleißteile sowie die Prämien für die Versicherungen. Die sich dann hieraus ergebenen Werte kamen nun zu eben jenem Ergebnis, dass sich ein Diesel fast nur noch bei Vielfahrern, ab 20.000 km im Jahr, lohnt. Bei den Fahrern, die nur wenig unterwegs sind und eine geringe jährliche Laufleistung haben, rechnet sich der Diesel kaum noch.

Die Weiterentwicklung der Preise für Diesel wird in der nächsten Berechnung des ADAC zeigen, ob es sich noch weniger lohnen wird oder ob die Dieselfahrzeuge gegebenenfalls wieder günstiger werden. Eine Prognose ist nicht machbar, wir werden es erst sehen, wenn die nächste Berechnung in einigen Monaten veröffentlicht werden wird.

Rasen wird rasant teuerer

Abgelegt unter: Verkehr — Thorsten at 10:09 pm on Dienstag, Mai 6, 2008

Jetzt ist es amtlich: Die Bußgelder für Verkehrssünder werden deutlich erhöht. Ab Januar 2009 werden gefährliche Verstöße teilweise doppelt so teuer.

Für Raser, Drängler und Ampelüberfahrer wird es am Januar 2009 richtig teuer: Die Bußgelder für große Verstöße werden teilweise verdoppelt. Gefährliches Überholen kostet dann 100 Euro, statt wie bisher 50 Euro. Wer seine Geschwindigkeit nicht auf Regen oder Glätte anpasst, muss ebenfalls 50 Euro mehr bezahlen als jetzt: Das kostet dann 100 Euro. Stures Linksfahren auf der Autobahn wird 80 Euro kosten. Die bisher gültigen 40 Euro haben viele Autofahrer nicht von diesem Vergnügen abgehalten.

Wer Alkohol oder Drogen konsumiert hat und Auto fährt und erwischt wird, muss in Zukunft beim ersten Mal 500 Euro, beim zweiten Mal 1000 Euro und beim dritten Mal 1500 Euro berappen. Raser werden zukünftig mit 680 Euro (aktuell 425 Euro) - und Drängler mit bis zu 400 Euro (aktuell 250 Euro) bestraft. Wer eine rote Ampel missachtet muss nicht mehr 125 Euro, sondern 200 Euro auf den Tisch legen. 500 Euro wird es für Veranstalter illegaler Autorennen kosten.

Die Autoverbände ADAC und VCD begrüßen die Bußgeld-Reform, weil sie angesichts von rund 5000 jährlichen Verkehrstoten und vielen Verletzten dringenden Handlungsbedarf sehen, gegen die vorzugehen, die sich vorsetzlich über Leben und Gesundheit der anderen Verkehrsteilnehmer hinwegsetzen.

Tiefer Glaube soll die Spritpreise drücken

Abgelegt unter: Verkehr — Andre at 1:12 pm on Dienstag, Mai 6, 2008

Der Glaube versetzt bekanntlich Berge. Ob ein Gebet allerdings hilft, die Benzinpreise zu senken, ist wohl eher fraglich. In den USA versuchen es die Menschen jedenfalls. „Prayer at the Pump“ - Beten an der Zapfsäule – nennt sich eine Bewegung, die regelmäßig dafür betet, dass der Kraftstoff günstiger wird. Ein himmlisches Zeichen dafür, dass die Gebete erhört werden, blieb bislang aus. Die Gallone kostet nach wie vor rund vier Dollar. Angesichts von 2,60 Euro für umgerechnet 3,79 Liter Sprit würden hierzulande ganze Rosenkränze zum Dank gebetet. Denn von solchen Preisen dürfen die Deutschen nur träumen.

Rocky Twyman führt die Gruppe derer an, die sich an den Tankstellen trifft und voller Inbrunst darum bittet: „Allmächtiger Gott, segne uns und gib uns die Kraft, auf dass wir diese hohen Preise drücken.“ Von der Ideen, den Herrgott Einfluss auf die Preisgestaltung der Ölkonzerne nehmen zu lassen, hat Twyman viele überzeugen können, so auch eine Ex-Schönheitskönigin, Helfer einer Suppenküche und einen Bauunternehmer. Eine Gebetswelle hat der Rentner noch nicht los getreten, mit 200 Gläubigen an einer Zapfsäule in San Francisco aber schon ein kleines Zeichen setzen können. Das liegt daran, dass die Preissteigerung von neun Cent innerhalb von einer Woche die Menschen ganz einfach wütend macht.

„Diese Preise werden fallen, so wie die Mauern von Jericho in der Bibel gefallen sind“, zeigen sich die Menschen um Rocky Twyman davon überzeugt, dass sie mit Gottes Hilfe etwas bewegen können. Sie sind wie er der Meinung, dass Gebete jedes Problem lösen und in das Leben der „selbstsüchtigen, gierigen Leute“ eingreifen. Was passiert, wenn die Preise nun tatsächlich sinken, mag man sich kaum ausmalen. Vielleicht feiern die Gläubigen einen Dankgottesdienst an der Tankstelle oder suchen sich ein nächstes Ziel, günstigerer Burger, preiswertere Autos oder kostenlose Grundstücke für jeden. Tief im Glauben verwurzelt zu sein ist eine positive Eigenschaft, die in diesem Fall ad absurdum geführt wird. Es gibt weitaus triftigere Gründe, das Zwiegespräch mit Gott zu suchen als den Benzinpreis.

Deutscher Automarkt auf der Überholspur

Abgelegt unter: Verkehr, Wirtschaft — Thorsten at 3:07 pm on Montag, Mai 5, 2008

Im April wuchs der Deutsche Automarkt um 20 Prozent. Für 2008 werden 3,3 Millionen Neuzulassungen prognostiziert.

Mehrwertsteuererhöhung, Klimadebatte und Kraftstoffpreis-Explosion sind offenbar überwunden: Die Deutschen kaufen wieder mehr neue Autos. Im April stieg die Zulassungszahl im Vergleich zum Vorjahresmonat um 20% auf 318.000 Neuwagen. Das war der höchste Aprilwert in den vergangenen acht Jahren. Gründe hierfür sind die günstige Lage am Arbeitsmarkt, ein verbessertes Konsumklima aber auch neue Modelle, die weniger Kohlendioxid ausstoßen. Besonders beliebt bleiben dabei deutsche Marken: VW, Mercedes, BMW und Co erreichen einen Marktanteil von fast 70 Prozent.

Für 2008 werden insgesamt 3,3 Millionen Neuzulassungen prognostiziert – ein Wert, der weit unter dem Wert von 1999 liegt, als 3,8 Millionen Neufahrzeuge zugelassen wurden; sicherlich in erster Linie durch die Sonderkonjunktur in der ehemaligen DDR.

Andere Zahlen stimmen bedenklicher: Es wird wegen der hohen Spritpreise immer weniger gefahren, die Autos werden aufgrund dieser geringeren Fahrleistung immer älter – die Neuanschaffung kann und wird weiter nach hinten geschoben.

Nächste Seite »