KFZ-Blog :- Automobiles ungebremst

Von Autos und anderen Mobilen

Biosprit-Aus stellt Klimaschutz-Strategie in Frage

Abgelegt unter: Umwelt — Andre at 2:05 pm on Freitag, April 4, 2008

Ob es nun eine Millionen Fahrzeuge sind oder drei Millionen – es sind zu viele, die vom geplanten Biosprit E-10 Magenschmerzen bekommen würden und stattdessen auf Super-Plus umsteigen müssten. Das möchte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel nicht verantworten müssen und zog die Notbremse. Die Biosprit-Verordnung ist vorerst Geschichte. Verantwortlich für diesen Schritt seien einzig die Kfz-Hersteller, die ihre Zahlen nachträglich korrigiert hätten, so Gabriel. Sein Ministerium habe bei der Planung keine Fehler gemacht.

Woran es nun liegt, dass demnächst kein Benzin mit zehnprozentiger Ethanol-Beimischung an den Zapfsäulen zu haben ist, sei dahingestellt. Große Chancen hatte man dem E-10 ohnehin nie eingeräumt. Mit den Zahlen, die vom Verband der internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) und dem Verband der Automobilindustrie (VDA) vorgelegt wurden, ist das Kind nun endgültig in den Brunnen gefallen. 189.000 Autos aus deutscher Produktion hätten Probleme mit dem Biobenzin bekommen plus 170.000, die jetzt schon auf Super-Plus umsteigen müssen. Insgesamt wären zwischen ein und drei Millionen Fahrzeuge betroffen gewesen.

Sigmar Gabriel, der vor wenigen Wochen noch wegen seiner Mallorca-Flüge in die Kritik geraten war, wird nun abermals zur Zielscheibe. Sogar aus den eigenen Reihen – von Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) heißt es, die Beimischungsquote gehöre erneute auf den Prüfstand. Otmar Bernhard (CSU), seines Zeichens Umweltminister in Bayern, wurde schon etwas deutlicher und sprach von einer „klimapolitischen Luftnummer“. Und CDU-Generealsekretär Ronald Pofalla meint: „Herr Gabriel sollte sich weniger in Talkshows und mehr in seinem Ministerium aufhalten“. Klare Worte, denn eines zeichnet sich so langsam ab: Die Klimaschutz-Strategie, die man im vorigen Jahr beschlossen hatte, scheint immer mehr für die Katz zu sein.

So funktioniert Bluetec

Abgelegt unter: Umwelt, Technik — Jochen at 3:06 pm on Freitag, März 28, 2008

In meinem gestrigen Blog-Post ging es um Dieselfahrzeuge von Mercedes, die den Zusatz Bluetec tragen und vom Hersteller als besonders umweltfreundlich angepriesen werden. Weil die Bluetec Technologie den meisten Leuten bisher noch unbekannt ist, möchte ich sie heute näher vorstellen.

Bluetec bezeichnet ein so genanntes Abgasnachbehandlungskonzept zur Reduzierung von Schadstoffen in den Abgasen von Dieselfahrzeugen. Um genau zu sein, wird der Anteil an Stickoxiden (NOx) reduziert. Die Technologie wurde von Mercedes entwickelt und hat mittlerweile die Serienreife erlangt – wobei gleich an dieser Stelle angemerkt werden soll, dass es zwei unterschiedliche Bluetec-Konzepte gibt, nämlich eines für Pkws sowie eines für Lkws.

Die Bluetec Technologie zeichnet sich in erster Linie dadurch aus, dass neben dem klassischen Oxidations-Katalystor und einem Russpartikelfilter noch ein zweiter Katalysator, der so genannte SCR-Katalysator zum Einsatz kommt. Der SCR-Katalysator ist speziell für die Reduzierung der Stickoxide verantwortlich. Diese Kombination von zwei Katalysatoren und einem Russpartikelfilter gelangt bei Pkws zum Einsatz.

Bluetec soll aber auch bei Lkws bzw. Nutzfahrzeugen zum Einsatz gelangen. Im Prinzip werden dieselben Komponenten verbaut, nur mit dem Unterschied, dass in die Abgase eine zusätzliche Flüssigkeit injiziert / eingedüst wird. Bei der so genannten AdBlue Flüssigkeit handelt es sich um wässerige Harnstofflösung, die den Wirkungsgrad des SCR-Katalysators verbessert. Die Kombination von AdBlue und SCR-Katalysator soll den Anteil der Stickoxide um bis zu 80 Prozent reduzieren. Allerdings ist der Bedarf an AdBlue verhältnismäßig groß: Auf einer Strecke von 6.500 Kilometer werden rund 90 Liter verbraucht. Dies ist auch der Hauptgrund, weshalb AdBlue vorerst in Nutzfahrzeugen eingesetzt wird. Im Pkw-Bereich würden es viele Autofahrer schlichtweg lästig finden, ständig die AdBlue Lösung nachfüllen zu müssen.

Doch vorerst bleibt erst einmal abzuwarten, wie Bluetec von den Autofahrern aufgenommen wird. Dies werden wir nächstes Jahr erfahren, wenn die ersten Modelle bei den Mercedes Händlern erhältlich sind.

Sparsamkeit ist Trumpf und macht sich bezahlt

Abgelegt unter: Autos, Umwelt — Andre at 3:43 pm on Mittwoch, März 26, 2008

Da sage noch einer, sparen lohne sich nicht: Zehn Millionen Dollar sind ausgeschrieben für das Fahrzeug, das besonders sparsam und alltagstauglich ist. Der Progressive Automotive X-Prize wurde im Rahmen der Autoshow in New York zum ersten Mal ausgelobt. Der Gewinner wird allerdings erst bei Langstreckenrennen in den Jahren 2009 und 2010 ausgelobt. Bis dahin wird die Zahl der Teilnehmer, die aktuell bei 60 liegt, garantiert steigen. Schließlich locken zehn Millionen gute Gründe.

Der Verbrauch der Fahrzeuge, die an den Sparsamkeitsfahrten teilnehmen dürfen, liegt bei maximal 2,35 Litern je 100 Kilometer. Berücksichtigt wird bei der Bewertung auch der Emissionswert, für den ebenfalls strenge Richtlinien gelten. Geht das Auto in der Klasse der massentauglichen Fahrzeuge an den Start, liegt die Hürde recht hoch. Vier Personen müssen mitfahren und mindestens 320 Kilometer zurückgelegt werden.

Erste Ergebnisse in Richtung umweltfreundliches und sparsames Vehikel haben die japanischen Hersteller in New York präsentiert. Denki Cube nennt sich das Konzeptfahrzeug mit Lithium-Ionen-Batterie von Nissan, das allerdings eher schmalbrüstig daherkommt und mehr ein Appetithäppchen für zukünftige Cube-Modelle mit Benzinmotor darstellt. Subaru zeigte den R1e, der rund 80 Kilometer je Batterieladung schafft und jetzt von der New York Power Authority getestet werden soll. Bei der Tokyo Electric power Company ist er bereits geprüft worden. Wesentlich weiter ist Mitsubishi. Der Hersteller hat mit dem iMiEV einen Wagen auf der Autoshow, der mit seiner Batterie bis zu 170 Kilometer am Stück fährt und schon jetzt eingesetzt werden könnte. In den Verkauf gelangt er ab 2009, erst in Japan, später den USA.

Ressourceneffizienz im Automobilbau

Abgelegt unter: Autos, Ausgezeichnet, Umwelt — Jochen at 1:46 pm on Mittwoch, März 26, 2008

Der Automobilhersteller BMW hat das Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT) und die Queen’s University (Belfast, Nordirland) mit einer Studie beauftragt. Im Rahmen der Studie sollte ermittelt werden, wie schonend bzw. effizient einzelne Automobilhersteller mit den Ressourcen Kapital, Wasser, Abfall und Emissionen umgehen. Die ermittelte Ressourceneffizienz der Automobilhersteller wird durch den so genannten „Sustainable Value“ ausgedrückt.

Die Idee, eine Ressourceneffizienz zu ermitteln, ist sicherlich ein guter Ansatz. Besonders Politiker und Branchenkritiker haben bisher fast ausschließlich auf die Emissionswerte einzelner Fahrzeuge geachtet – doch darauf, in welchem Maß Ressourcen bei deren Produktion verbraucht werden, haben vermutlich nur die wenigsten geachtet. Gerade wenn es um die Besteuerung von Fahrzeugen geht, wäre es eventuell gar nicht so verkehrt, nicht nur auf die Emissionswerte zu achten. Stattdessen könnte auch berücksichtigt werden, wie viel Energie benötigt wurde und welche Abfälle angefallen sind, um ein Fahrzeug herstellen zu können.

Die Ergebnisse der Studie wurden heute veröffentlicht. An die Spitze der ressourceneffinzientesten Automobilhersteller hat sich Toyota gesetzt. Das japanische Unternehmen soll im Hinblick auf seinen Ressourceneinsatz mit Abstand am effizientesten arbeiten. Auf Platz zwei folgt der Auftraggeber der Studie, BMW. Andere deutsche Automobilhersteller, wie zum Beispiel Mercedes oder Volkswagen haben ebenfalls überdurchschnittlich gut abgeschnitten.

Zu den eindeutigen Verlierern zählen die amerikanischen Automobilhersteller. Die Unternehmen Ford und GM belegen die letzten Plätze. Daran wird ersichtlich, dass die meisten US-Fahrzeuge nicht nur sprithungrig sind, sondern auch bei der Herstellung die Umwelt stark belasten – wobei sich diese Aussage selbstverständlich nur auf den Ressourceneinsatz bezieht. Denn in wie fern mit den Abfallstoffen umgegangen wird, die bei der Produktion anfallen, wurde in der Studie nicht berücksichtigt – dies könnte einigen asiatischen Herstellern, die sonst verhältnismäßig gute Plätze belegt haben, im Ranking zurückwerfen.

CO2-Ausstoß – Freischein für Porsche?

Abgelegt unter: Verkehr, Umwelt — Jochen at 9:36 am on Dienstag, März 25, 2008

Kaum ein anderer Automobilhersteller kann sich für die geplante EU-Richtlinie zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes von Automobilen so wenig begeistern wie Porsche. Sehr verwunderlich ist das natürlich nicht, schließlich ist Porsche ein Sportwagenhersteller – und dementsprechend sind die Fahrzeuge auch ordentlich motorisiert. Die Einführung der EU-Richtlinie bzw. die Erlassung entsprechender Gesetze zur Verringerung des CO2-Ausstoßes würde für den Sportwagenhersteller bedeuten, Strafzahlungen in Kauf nehmen zu müssen. Denn was den bisherigen Stand der Technik betrifft, so scheint ein CO2-Ausstoß von 130 Gramm je Kilometer im Segment der Sportfahrzeuge schlichtweg nicht realisierbar zu sein.

Selbst mit gewieften Tricks, wie zum Beispiel der Einreihung von Porschefahrzeugen in die Palette von Volkswagen, ließe sich der CO2-Ausstoß der Konzernflotte nicht auf das anvisierte Maß reduzieren. Deshalb hatte man in Zuffenhausen vermutlich schon damit gerechnet, ab dem Jahr 2012 Strafzahlungen in Kauf nehmen zu müssen.

Nun scheint es jedoch, als können die Manager des Sportwagenherstellers aufatmen: Vergangene Woche hat der EU-Industriekommissar Günter Verheugen gegenüber den „Stuttgarter Nachrichten“ bekannt gegeben, dass man sich innerhalb des Parlaments für eine spezielle Regelung ausgesprochen habe, die für Nischenhersteller gilt.

Nun stellt sich natürlich die Frage, wie solch eine Nischenregelung aussehen könnte. Sieht sie ebenfalls eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes, nur innerhalb anderer Maßstäbe vor, oder erhält der Sportwagenhersteller eine Art Freischein, so dass die Entwicklung sparsamer Motoren nicht mehr zur Debatte steht? Des Weiteren bleibt abzuwarten, wie die Premium Hersteller Audi, BMW und Mercedes auf diese Aussage reagieren. Sie sind keine Nischenhersteller, haben aber ebenfalls stark motorisierte Fahrzeuge in ihrer Flotte und stehen deshalb vor einer großen Herausforderung, den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Somit bleibt nur zu hoffen, dass schon bald genauere Informationen der EU vorliegen.

Wasserstoff – Kraftstoff der Zukunft

Abgelegt unter: Umwelt, Technik — Jochen at 1:25 pm on Donnerstag, März 20, 2008

In meinem gestrigen Beitrag habe ich über Pläne von Mercedes berichtet, im Jahr 2010 eine Version der B-Klasse auf den Markt zu bringen, die mit einer Brennstoffzelle ausgestattet ist und somit mit Wasserstoff betrieben wird. In diesem Zusammenhang möchte ich auf das Thema Wasserstoff noch einmal näher eingehen – schließlich könnte diesem Kraftstoff schon bald eine hohe Bedeutung zu kommen. Allerdings sind noch einige Herausforderungen zu meistern, die im Folgenden kurz aufgezeigt werden.

Da wäre zunächst einmal die Errichtung eines entsprechenden Tankstellennetzes. Gestern habe ich berichtet, dass mir lediglich eine einzige Wasserstofftankstelle in Deutschland bekannt ist. Wie ich mittlerweile herausfinden konnte, gibt es noch weitere Wasserstofftankstellen. Konkrete Zahlen konnte ich allerdings nicht ausfindig machen. Immerhin sollen sowohl in Berlin als auch in München jeweils zwei Wasserstofftankstellen beheimatet sein, ebenso wie eine in Frankfurt am Main. Vermutlich wird man die Gesamtzahl aller in Deutschland befindlichen Wasserstofftankstellen an zwei Händen abzählen können. Von einer flächendeckenden Versorgung kann auf jeden Fall noch keine Rede sein.

Die zweite große Herausforderung besteht darin, ausreichend viel Wasserstoff bereitstellen zu können. In der Industrie wird Wasserstoff bisher aus Erdgas gewonnen, was letzten Endes weniger erfreulich ist. Immerhin ist mit diesem Herstellungsverfahren keine Nachhaltigkeit gegeben: Gehen die Erdgasreserven zu neige, so gehen auch die Wasserstoffreserven zu neige. Des Weiteren kann diese Form der Wasserstoffgewinnung nicht als umweltverträglich angesehen werden.

Es gibt aber noch andere Möglichkeiten, um Wasserstoff zu gewinnen, wie zum Beispiel per Elektrolyse. Bei diesem Verfahren wird der Wasserstoff aus Wasser gewonnen, benötigt wird lediglich ausreichend viel elektrische Energie. Die Herausforderung besteht für die Versorger / Mineralölkonzerne (die ja bereits über Tankstellennetze verfügen) nun darin, Möglichkeiten zu finden, Wasserstoff in großen Mengen günstig und zugleich umweltverträglich zu gewinnen. Dann können wir über den Kauf von Brennstoffzellen-Fahrzeugen, wie die Mercedes B-Klasse, ernsthaft nachdenken.

Mercedes B-Klasse mit Brennstoffzelle

Abgelegt unter: Autos, Umwelt, Technik — Jochen at 7:05 pm on Mittwoch, März 19, 2008

Es ist gerade einmal zwei Tage her, dass ich über die Mercedes B-Klasse berichtet habe, deren überarbeitetes Modell ab April auf dem deutschen Markt verfügbar sein wird. Im damaligen Bericht habe ich noch den aktiven Parkassistenten als das Highlight des Fahrzeugs angepriesen – doch nun muss ich diese Aussage revidieren. Wie nämlich bekannt wurde, soll die Mercedes B-Klasse ab dem Sommer 2010 mit einer Brennstoffzelle angeboten werden. Damit wäre sie das erste Fahrzeug mit serienmäßigem Brennstoffzellenantrieb.

Laut Aussagen von Mercedes wurde das Modell bereits ausgiebig getestet, so dass die Markteinführung als sicher gilt. Bleibt zu hoffen, dass sich der Automobilhersteller an seine Aussage hält. Denn schon einmal hatte ein hochrangiger Mercedes Manager eine kleine Revolution angekündigt, indem er behauptete, die Einführung eines Smart mit serienmäßigem Elektroantrieb sei beschlossene Sache.

Doch zurück zur Mercedes B-Klasse. Nach Informationen von Mercedes wird das Fahrzeug mit einer so genannten Wasserstoff-Sauerstoff-Brennzelle ausgestattet. Die Brennstoffzelle erzeugt elektrische Energie, die zum Betrieb eines 136 PS starken Elektromotors (320 Newtonmeter Drehmoment) ausreichen soll. Mit einer Tankfüllung soll die B-Klasse eine Reichweite von bis zu 400 Kilometern erzielen können.

Rein historisch betrachtet würde die Einführung dieses Fahrzeugs einen großen Schritt nach vorne darstellen. Allerdings stell ich mir die Frage, wie Mercedes einen bundesweiten bzw. flächendeckenden Zugang zum benötigten Wasserstoff sicherstellen möchte. Soweit ich weiß, gibt es in Deutschland derzeit nur eine einzige Tankstelle, an der Wasserstofffahrzeuge betankt werden können. Diese Tankstelle befindet sich in München und wurde auf Drängen von BMW um die Bereitstellung von Wasserstoff erweitert, damit eine ausgewählte Kundschaft den 7er BMW mit Wasserstoffantrieb, bei welchem es sich lediglich um eine Testversion handelte, ausprobieren konnte.

Autosalon Genf: Umweltbewusstsein gewinnt an Bedeutung

Abgelegt unter: Umwelt, Events — Jochen at 1:04 pm on Freitag, März 7, 2008

Endlich scheinen sich die Automobilhersteller einem Thema anzunehmen, welchem sie bisher jahrelang aus dem Weg gegangen sind: dem Thema Umweltbewusstsein. Erstmals ist auf einer Automesse zu spüren, dass sich die Hersteller dem Thema annehmen. Noch nie zuvor haben die ausstellenden Unternehmen so deutlich zu den Themen Umweltbewusstsein und Umweltschutz Stellung bezogen, wie auf dem diesjährigen Autosalon in Genf der Fall ist.

Bisherigen Berichten zufolge, sollen nahezu alle Hersteller Stellung beziehen und sehr deutlich auf ihre auf Produktentwicklungen aufmerksam machen, die sowohl zu einem geringeren Kraftstoffverbrauch wie zu einem verringerten CO2-Ausstoß beitragen sollen.

Die Innovationstreiber sind vor allem die großen Marken, die sich an eine große Käuferschicht wenden, wie zum Beispiel Ford und Toyota. So stellt zum Beispiel Ford eine Neuauflage des Fiesta vor, die mit erstklassigen Werten in Sachen Kraftstoffverbrauch auftrumpfen soll. Ganz ähnlich verhält es sich auch bei Toyota: Der japanische Automobilhersteller präsentiert auf dem Genfer Autosalon gleich zwei Fahrzeugstudien, die in Sachen Spritverbrauch neue Maßstäbe setzen sollen. Die beiden Conceptcars iQ und A-Star fallen vor allem durch ihre kompakten Abmessungen und geringe Fahrzeuggewichte auf – zugleich sollen sie fast serienreif sein.

Doch auch zunehmend mehr Luxusmarken setzen sich mit den Themen Kraftstoffverbrauch und CO2-Ausstoß auseinander. Dies wird vermutlich auf die gehobene Kundschaft zurückzuführen sein, die mittlerweile auch Wünsche nach sparsameren und umweltfreundlicheren Fahrzeugen äußert. So gab zum Beispiel die zum VW-Konzern gehörende Luxusmarke Lamborghini bekannt, schon bald Fahrzeugmodelle auf den Markt zu bringen, deren CO2-Ausstoß um 40 Prozent geringer als bei den derzeitigen Modellen sein wird. Ähnliches ist auch von Bentley zu hören, wo man ankündigte, den CO2-Ausstoß neuer Fahrzeuge um ca. 15 Prozent zu senken.

Biosprit: die Nachteile im Überblick

Abgelegt unter: Verkehr, Umwelt — Jochen at 1:40 pm on Dienstag, März 4, 2008

Nur wenige Themen sorgen in der Autowelt für so viel Aufsehen, wie der Biosprit. Vor allem die von der Regierung geplante Erhöhung des Biospritanteils in Benzin und Diesel wird kontrovers diskutiert. Ein Redakteur der Welt am Sonntag hat es sich nicht nehmen lassen und in der Ausgabe vom vergangenen Sonntag alle entscheidenden Nachteils des Biosprits in einem Artikel zusammengefasst. Die wichtigsten Punkte des Artikels sollen im Folgenden nochmals wiedergegeben werden.

Zunächst einmal wurde darauf hingewiesen, dass es sich beim Biosprit um einen Kraftstoff handelt, der weitaus weniger umweltfreundlich ist, als es die meisten Menschen annehmen. Die Menge an ausgestoßenem CO2 ist fast so hoch wie bei konventionellen Kraftstoffen, die aus fossilen Energieträgern gewonnen werden. In Anbetracht der Tatsache, dass Biosprit über einen niedrigeren Brentwert verfügt und somit weniger Energie liefert, führt dies zwangsweise zu einem höheren Kraftstoffverbrauch. Das wiederum hat zur Folge, dass sogar mehr CO2 als bei der Verbrennung konventioneller Kraftstoffe freigesetzt wird.

Des Weiteren wird im Artikel der Welt am Sonntag sehr deutlich darauf hingewiesen, dass es sich beim Biosprit um einen sehr teuren Kraftstoff handelt. Anbau und Ernte der Biomasse sind mit höheren Kosten verbunden, als es bei der Erdölförderung der Fall ist. Ebenso verhält es sich bei der Weiterverarbeitung bzw. der Extrahierung des Ethanols – auch diese gilt als kostspieliger. Alles in allem soll reiner Biosprit fast über dem Doppelten des derzeitigen Benzinpreises liegen.

Ein weiterer Nachteil des Biosprits besteht darin, dass er den Fahrzeugen enorm zusetzen kann. Es gibt etliche Fahrzeuge, die mit Biosprit nicht betankt werden dürfen. Wie hoch die Anzahl der im Straßenverkehr befindlichen Fahrzeuge ist, für die dies zutrifft, lässt sich nur schwer sagen. Die Schätzungen der Automobilclubs reichen von einer halben Million bis hin zu mehreren Millionen Fahrzeuge. Dementsprechend ist ein großer Teil der Autofahrer dazu gezwungen, den teuren Superplus Kraftstoff zu tanken, da sie nur so sicherstellen können, dass ihre Fahrzeuge keinen Schaden nehmen. Dies wiederum hätte zur Folge, dass der Biosprit sein Ziel verfehlt: Eine größere Unabhängigkeit von den fossilen Energieträgern.

Fahrspaß bei geringem CO2-Ausstoß

Abgelegt unter: Autos, Umwelt — Jochen at 2:50 pm on Samstag, März 1, 2008

Fahrspaß und Umweltverträglichkeit müssen keine Gegensätze sein – das will zumindest die Autobild festgestellt haben. Immerhin hat sie ganze 147 Fahrzeuge ermittelt, die für den europäischen Automarkt zugelassen sind und unter der von der EU vorgeschlagenen CO2-Austoßgrenze von 130 Gramm je Kilometer liegen. Aus dieser umfassenden Fahrzeugauswahl haben die Redakteure mehrere Modelle ausgesucht, die trotz geringem CO2-Ausstoß für mehr oder weniger ausgiebigen Fahrspaß sorgen. Einige dieser Modelle sollen im Folgenden kurz vorgestellt werden.

So wurde unter anderem der Smart fortwo CDI aufgeführt, der mit einem CO2-Ausstoß von gerade einmal 88 Gramm je Kilometer den ersten Platz in der Liste einnimmt. In Sachen Sportlichkeit glänzt er allerdings nicht so ganz – immerhin dauert es knapp 20 Sekunden um den Kleinstwagen von Null auf 100 km/h zu beschleunigen. Erheblich besser schneidet der Polo Bluemotion ab, der dieselbe Geschwindigkeit innerhalb von 12,8 Sekunden erreicht und dabei ebenfalls weniger als 100 Gramm an CO2 je Kilometer ausstößt.

Sozusagen als Sieger bzw. als das sportlichste Auto wurde der BMW 320d gekürt, der sich mit einem durchschnittlichen CO2-Ausstoß von 128 Gramm je Kilometer gerade noch zu den 147 Fahrzeugen einreihen kann. Sportlich ist der Wagen allemal, schließlich verfügt er über 177 PS und beschleunigt innerhalb 7,9 Sekunden auf 100 km/h. Des Weiteren wurde aufgezeigt, dass es auch Vans gibt, die die vorgeschlagene CO2-Ausstoß-Richtlinie der EU erfüllen, wie zum Beispiel der Ford CMAX. Konkret handelt es sich um das Modell Ford C-MAX 1.6 TDCI, das ebenfalls ausreichend motorisiert ist, um für Fahrspaß zu sorgen.

Abschließend wurde im Artikel der Autobild noch darauf hingewiesen, dass aber nicht nur die Automobilhersteller über den CO2-Ausstoß der Fahrzeuge entscheiden. In erster Linie sind es die Autofahrer selbst, die mit ihrer Fahrweise den größten Einfluss nehmen. Mit der richtigen Fahrweise lassen sich Kraftstoffverbrauch und CO2-Ausstoß erheblich reduzieren. Wie erst kürzlich bei uns im Blog berichtet wurde, könnte der Großteil der Autofahrer durchschnittlich 20 Prozent an Kraftstoff einsparen und somit auch den CO2-Ausstoß reduzieren.

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