KFZ-Blog :- Automobiles ungebremst

Von Autos und anderen Mobilen

Die Dienstwagen der Politiker stinken gen Himmel

Abgelegt unter: Autos, Umwelt, Politik — Andre at 3:02 pm on Freitag, Mai 9, 2008

Sie heben den Zeigefinger, verpassen der Autoindustrie einen Rüffel nach dem anderen und verlangen von den Bürgern, mehr auf die Umwelt und das Klima zu achten. Geht es darum, Vorschriften zu machen, scheinen Politiker ganz groß. Wenn man ihnen aber einmal genauer auf die Finger oder wie die Deutsche Umwelthilfe jetzt unter die Motorhauben schaut, sind die Damen und Herren um Ausreden nie verlegen. Denn das, was sie predigen, schadstoffarme Autos zu fahren, gilt für sie anscheinend nicht. Ihre Dienstwagen passen als echte Dreckschleudern überhaupt nicht zur Klimadebatte.

Dr. Eckhard Uhlenberg beispielsweise, seines Zeichens NRW-Landesumweltminister, fährt einen Audi A8 4,2 TDI. 249 Gramm Kohlendioxid je Kilometer bläst dessen Motor in Luft. Brüssel verlangt ab 2012 einen Grenzwert von 130. Der Minister liegt 119 Gramm darüber. Warum dem so ist, erklärt sein Sprecher, Markus Fliege: „Der Minister hofft, dass die großen Fahrzeuge, die ja als Arbeitsplatz genutzt werden, durch den Fortschritt sauberer werden.“ Hoffen sollte er dabei nicht auf Forschungsministerin Annette Schavan. Sie wechselte ihren Dienstwagen. Waren es mit dem Vorgänger „nur“ 247 Gramm, bringt der Neue, der S 450 von Mercedes, es auf stolze 272 Gramm CO2 pro Kilometer.

Der Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, Jürgen Resch, ist über das Ergebnis wenig erfreut. „Nichts dazugelernt“, sagt er lapidar. Das gilt auch für Gesundheitsministerin Ulla Schmidt, die mit einem Mercedes S 500 unterwegs ist. Dessen Ökobilanz ist mit 286 Gramm CO2 besonders schlecht. Wesentlich besser schnitt die Berliner Umweltsenatorin Katrin Lompscher dank ihres Toyota mit Hybridantrieb und weniger als 140 Gramm ab. Zumindest bemüht haben sich Umweltminister Gabriel, Wirtschaftsminister Glos und Arbeitsminister Scholz. Sie haben ihre alten Dienstwagen zugunsten eines umweltfreundlicheren Modells getauscht. Siegmar Gabriel fährt jetzt einen Erdgas Mercedes.

Deutsche Alleen – ein Genuss für Autowanderer und Fahrradfahrer

Abgelegt unter: Allgemeines, Umwelt — Thorsten at 3:45 pm on Mittwoch, Mai 7, 2008

Über 23.000 Kilometer Alleen gibt es in Deutschland. Baum für Baum und Kilometer für Kilometer eine Einladung für Autowanderer und Fahrradfahrer unsere gute alte Heimat ganz neu zu entdecken.

Deutsche Alleen sind einmalig als Kulturlandschaft, Lebensraum, Luftfilter – und als Reiseziel für Autowanderer. Schon der Schriftsteller Theodor Fontane beschrieb in seinem Werk „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ das Wohlgefühl, durch schattige Alleen zu wandeln. Kein Wunder, denn deutsche Alleen sind eine Wohltat fürs Auge, ein wertvoller Lebensraum für zahllose Tiere und ein schöner Anblick. Alleen ziehen sich wie grüne Adern durch die Kulturlandschaft Deutschlands. Etwa 12 Prozent oder 23.200 Kilometer mit Alleen oder einseitigem Baumbestand. 18.000 Kilometer davon befinden sich in den neuen Bundesländern – also der ehemaligen DDR. Darunter sind Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern die Spitzenreiter.

Verbindendes Element der deutschen Allen ist die Deutsche Allenstraße. Sie bietet einen Mehrwert für Landschaft und Tourismus. Sie verbindet Alleenschutz und touristische Entwicklung auf eindrucksvolle Weise. Abseits der Hauptverkehrsströme führt sie auf mehr als 2.900 Kilometern quer durch Deutschland – von Rügen bis zum Bodensee. Ein grünes Band zwischen den alten und den neuen Bundesländern. Gerade im Osten Deutschlands führt die Reise durch urwüchsige Landschaften, in denen man die Schönheit der Natur besonders eindrucksvoll erleben kann. Die Deutsche Allenstraße verknüpft touristisch sehenswerte Kulturdenkmäler und ist selbst ein absolut lohnenswertes Reiseziel.

Wertvolle Vielfalt am Wegesrand

Alleen sind von Menschenhand geschaffen. Und doch bieten sie heute eine wertvolle Vielfalt, die es zu erhalten gilt. Das liegt daran, dass die Alleen, wie wir sie jetzt kennen, im Laufe vieler Jahrhunderte entstanden sind. Je nach Zeitalter wurden bestimmte Bäume angepflanzt. In einzelnen alten Alleen konnten mehr als 70 Baum-, sowie 140 Insekten- und Vogelarten nachgewiesen werden, wie beispielsweise Blutbuche, Rotbuche, Hainbuche, Flatterulme, Maulbeere, Robinie, Schwarzpappel, Silberpappel, Speierling, Kiefer, Lärche, Schwarznuss und Walnuss. Die Alleebäume produzieren Sauerstoff und binden Staub. Neu- und Nachpflanzungen stehen auch unter der Prämisse der langjährigen Haltbarkeit, wenn beispielsweise Bäume gepflanzt werden, die sich auch auf lange Sicht am Pflanzort wohlfühlen werden. Warum also in die Ferne schweifen: Einfach ins Auto gesetzt oder auf den Fahrradsattel geschwungen – und die gute alte Heimat ganz neu entdecken.

Sprit sparen bedeutet Geld sparen

Abgelegt unter: Tipps, Umwelt — Christel at 2:20 am on Dienstag, April 29, 2008

Treibstoff war noch nie so teuer wie heute. Die Preise an den Tankstellen versetzen uns in Schockzustände. Mit ein paar einfachen Möglichkeiten kann dennoch jeder Benzin bzw. Diesel sparen.

Unnötige Fahrten zu vermeiden, lernt schon jeder Fahrschüler in der Fahrausbildung. Einerseits spart dies enorm im Geldbeutel und andererseits tut man gleichzeitig was für die Umwelt und die eigene Gesundheit. Aber auch die Fahrweise kann helfen, den Verbrauch zu senken. Fahren mit hoher Drehzahl belastet nicht nur den Motor, sondern benötigt auch enorm viel Treibstoff. Darum gilt: Zügig beschleunigen und rechtzeitig schalten. Fahren Sie immer den höchstmöglichen Gang!

Auch technische Details können den Verbrauch senken. So hilft ein optimaler Reifendruck, nicht nur das Fahrzeug sicher zu führen sondern auch Sprit zu sparen. Die Menge ist dabei nicht gerade unerheblich, gemessen am Jahresverbrauch. Das Reifenprofil sollte ebenso aus Sicherheitsgründen, aber auch wegen des Mehrverbrauchs kontrolliert werden.

Die Motorenöle sollen so gewählt werden, dass ein Leichtlaufen des Motors möglich ist. Die Lebensdauer des Fahrzeugs erhöht sich dadurch ebenfalls enorm. Zusätzliche Geräte und Ausstattungen wie die Klimaanlage halten enorme Sparpotenziale bereit. Wer dennoch nicht auf den Gebrauch verzichten möchte, sollte das Auto gleich nach dem Start gut durchlüften. Dadurch benötigt die Klimaanlage weniger Energie.

Auch an das Gepäck ist zu denken. Unnötiges Werkzeug oder gar die Schneeketten sind Gewichte, die den Verbrauch enorm steigern. Jede Form von Ballast sollte tunlichst vermieden werden.

Nicht zuletzt ist natürlich auch die Wahl des richtigen Autos sehr wichtig. Benziner oder Diesel? Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Dies ist abhängig von der Fahrweise und der Strecken, die zurückgelegt werden. Vielfahrer greifen oft und gern auf Dieselfahrzeuge zurück, da dort der Kraftstoff günstiger ist. Jedoch sind die Steuern höher als bei Benziner. Beratend kann hier ein kompetenter Autoexperte sein.

Sehr sinnvoll ist auch der Besuch eines Fahrseminars. Viele Automobilklubs bieten dies mittlerweile an. Dort lernen die Teilnehmer nicht nur das umweltfreundliche Fahren, sondern frischen auch das Wissen rund um die Verkehrsregeln nochmal auf.

Hybrid-Antrieb: 50 Prozent Kraftstoffeinsparung im Stadtverkehr

Abgelegt unter: Autos, Umwelt, Technik — Jochen at 4:30 pm on Samstag, April 26, 2008

Der Hybrid-Antrieb ist innerhalb der Automobilwelt eines der ganz großen Themen. Es ist primär auf die Verkaufserfolge von Toyota zurückzuführen, dass mittlerweile fast alle großen Automobilhersteller an der Entwicklung von Hybrid-Fahrzeugen arbeiten. In den USA konnte das Unternehmen große Absatzerfolge erzielen, und an diesen Erfolg möchten die anderen Hersteller nun anschließen. Des Weiteren ist die Entwicklung von Hybrid-Antrieben für die meisten Hersteller so wichtig, um den CO2-Ausstoß ihrer Flotten zu verringern.

Auf der Verbraucherseite sieht es allerdings ein wenig anders aus – zumindest in Europa. Bisher konnten sich nur wenige Autofahrer für den Kauf eines Hybrid-Fahrzeugs begeistern. Angaben der Autozeitung zufolge sollen die Fahrzeuge in Deutschland auf einen Marktanteil von 0,24 Prozent kommen. Sofern das Angebot an Hybrid-Fahrzeugen nicht vielfältiger wird, könnte der Marktanteil auch künftig vergleichsweise gering bleiben, hiervon gehen zumindest Branchenexperten aus.

Die Zurückhaltung der Autokäufer gegenüber den Hybrid-Fahrzeugen war für die Autozeitung Anlass genug, die bisher verfügbaren Fahrzeuge ein wenig genauer unter die Lupe zu nehmen und nochmals zu testen. Im Vergleich mit anderen Fahrzeugen wurde ermittelt, ob sich die Anschaffung eines Hybrid-Fahrzeugs aus wirtschaftlicher Sicht lohnt.

Die Ergebnisse des Tests wurden mittlerweile im Web veröffentlicht und fallen sicherlich deutlicher aus, als es sich viele Leute vorgestellt haben. Aus dem Vergleich geht eindeutig hervor, dass man mit Hilfe von Hybrid-Fahrzeugen eine Menge Kraftstoff sparen kann. Insbesondere im Stadtverkehr, wo der Hybrid-Motor seinen Vorteil ausspielen kann, lässt sich eine immense Kraftstoffeinsparung erzielen. So wurden beispielsweise die beiden Luxusfahrzeuge BMW 760i und Lexus LS 600h miteinander verglichen. Im Hinblick auf den Kraftstoffverbrauch lässt sich sagen, dass der Lexus im Stadtverkehr 11,2 Liter Super schluckte – der BMW kam hingegen auf 22,8 Liter. So gesehen kann es sich also lohnen, auf ein Fahrzeug mit Hybrid-Antrieb umzusteigen.

Nach dem Biosprit steht nun auch der Bio-Diesel in der Kritik

Abgelegt unter: Verkehr, Umwelt — Andre at 12:44 pm on Montag, April 21, 2008

So richtig voran geht es hierzulande nicht bei den Biokraftstoffen. Nachdem vor einiger Zeit das Aus für den Biosprit E-10 verkündet wurde und das Bundesumweltministerium aufgrund mehrerer Millionen Fahrzeuge, die Probleme bekommen hätten, einen Rückzieher machen musste, sieht es beim für 2009 geplanten Bio-Diesel derzeit nicht wesentlich besser aus. Die siebenprozentige Bio-Beimischung zum Dieselkraftstoff kann zu Ausfällen führen, warnen jetzt das Deutsche Institut für Normung (DIN) und der Technische Überwachungsverein (TÜV) Süd. Betroffen seien vor allem Fahrzeuge, die schon ein paar Jahre älter sind.

Der Leiter der Abteilung Tank- und Kühlsysteme des TÜV Süd, Walter Geier, sieht beim Biodiesel zwei Gefahrpunkte: Einerseits könne der Treibstoff bestimmte Gummi-Mischungen angreifen. Andererseits habe der Biodiesel keine ausreichende Schmierwirkung. Teure Schäden seien deshalb sehr wahrscheinlich. Das Deutsche Institut für Normung geht noch einen Schritt weiter. Schon bei einer nur fünfprozentigen Biobeimischung komme es zu einer grenzwertigen Ölverdünnung. Mit sieben Prozent seien sicherlich fahrzeugtechnische Probleme zu erwarten. Darüber habe das Institut das Bundesumweltministerium bereits im August 2007 informiert.

Weniger Bedenken hat der Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB). Zwei Prozent Biodiesel mehr im mineralischen Diesel würden keine Schwierigkeiten verursachen, hießt es vom DVB mit Verweis auf das Nachbarland Frankreich. Hier gebe es diese höhere Beimischung bereits. Ähnlich sieht das auch das Bundesumweltministerium. Man sehe noch keine Anzeichen dafür, dass der Diesel B7 bei alten oder neuen Fahrzeugen zu Problemen führe. Die Entscheidung über die Einführung folge allerdings erst dann, wenn der DIN-Ausschuss seine Arbeit beendet habe.

Lärmkarte zeigt, wo es besonders laut ist

Abgelegt unter: Verkehr, Umwelt — Andre at 1:19 pm on Dienstag, April 8, 2008

Lärm macht krank. Wer an einer viel befahrenen Straße wohnt, auf der auch nachts noch ständig Lastwagen und Pkw unterwegs sind, wird sich mit der Zeit vielleicht an den Lärmpegel gewöhnen, aber nach wie vor darunter leiden. Im Sommer müssen die Fenster geschlossen bleiben, weil es sonst zu laut ist. Teilweise ist es nicht einmal mehr möglich, mit Freunden und Bekannten gemütlich im Garten zu sitzen. Diese Lärmbelästigung soll nun eingedämmt werden. Ein erster Schritt dazu ist die Lärmkartierung für NRW, die von Umweltminister Eckhard Uhlenberg (CDU) vorgestellt wurde.

Aufgerufen werden kann die Karte über umgebungslaerm.nrw.de. Dargestellt werden die zwölf Ballungsräume in Nordrhein-Westfalen, 3600 Kilometer der Straßen, die als besonders verkehrsreich gelten, und der Fluglärm. Insgesamt liegen die Daten für 270 Städte vor. „Wir brauchen eine Trendwende bei der Lärmbelastung“, so Uhlenberg. Immerhin litten zwei Drittel der Bevölkerung unter dem Verkehrslärm. In 16 Prozent der Fälle sei der Geräuschpegel so hoch, dass langfristige Gesundheitsschäden zu befürchten seien. Betroffen davon sei vor allem NRW als verkehrsreichstes Bundesland. Hier fließe ein Fünftel des bundesweiten Straßenverkehrs. „Die Qualität des städtischen Wohnraums leidet darunter. Viele Stadtviertel gelten als unattraktiv, weil sie zu laut“, machte Eckhard Uhlenberg deutlich. Als Grenzwerte nannte er am Tag 70 und in der Nacht 60 Dezibel.

Seine Bemühungen ernteten bei den Grünen im Landtag nur Kritik. „Wir sind Schlusslicht bei der Lärmbekämpfung“, mahnte Johannes Remmel als umweltpoltischer Sprecher. Die Lärmkarte hätte schon neun Monate früher vorliegen müssen, um der EU-Richtlinie zur europaweiten Lärmbekämpfung gerecht zu werden. Zudem biete das Ministerium mangels einer integrativen Stadt- und Verkehrsplanung den Kommunen nach wie vor keine Hilfestellung. Das solle sich ändern, ließ Uhlenberg wissen. Man werde sich darum bemühen, dass vom Bund Gelder für die Gemeinden bereit gestellt werden, um beispielsweise lärmschluckende Straßenbeläge finanzieren zu können.

US Umweltbehörde im Kreuzfeuer

Abgelegt unter: Umwelt — Christel at 3:10 am on Samstag, April 5, 2008

Den Amis geht es an den Kragen – und das diesmal sogar aus dem eigenen Land. Die Umweltbehörde der USA sitzt die Umweltprobleme unserer Welt schon lange aus. Das ist kein Geheimnis und es erregt immer wieder weltweit die Gemüter, und das nicht nur die der Umweltaktivisten.

Nun wird es langsam ernst für die Umweltbehörde eines der wichtigsten Länder der Welt. Bei einer eingereichten Klage von 18 Bundesstaaten der USA geht es darum, dass die EPA, die Umweltbehörde, endlich den Hintern hochbekommt, um eine Regulierung der Autoabgase gesetzlich zu verankern. Bereits im April des vergangenen Jahres forderte der Oberste Gerichtshof der USA die EPA auf, den Ausstoß von Treibhausgasen bei Neuwagen festzulegen. Die EPA hat das Problem seitdem jedoch ausgesessen. Nun, ein Jahr später, steht sie endlich, die Klageschrift, durch welche die Bundesstaaten der Regierung in Washington ans Leder wollen. Die Justizministerin des Bundesstaates Massachusetts, Martha Coakley, sagte dazu, dass die EPA ein “beschämendes Pflichtversäumnis” aufweist hinsichtlich der ganzen Gefahren, die der Klimawandel mit sich bringt. In der Klageschrift wird einem Washingtoner Berufungsgericht eine Frist von 60 Tagen nahegelegt.

Die Klage ist übrigens parteiübergreifend und ist unter anderem unterschrieben von den Bundesstaaten Kalifornien, Illinois und New York. Arnold Schwarzenegger, der in aller Welt als Schauspieler bekannte Gouverneur von Kalifornien, sagte dazu, die EPA hat versagt. Die Bundesstaaten sind nun gewillt, die Umweltbehörde endlich zum Handeln zu zwingen, da es anders nicht zu gehen scheint.

George W. Bush war es, der noch vor einer ganzen Weile die Zwangsvorgaben zum Klimaschutz abgelehnt hatte. Darunter auch die Benennungen von Emissions-Standards. Nun scheint es an der Zeit zu sein, dass auch an oberster Stelle in den USA umgedacht wird. Drei der größten Bundesstaaten der USA haben ihren Wandel durch die Unterschrift unter die Klage schon vollzogen …

Biosprit-Aus stellt Klimaschutz-Strategie in Frage

Abgelegt unter: Umwelt — Andre at 2:05 pm on Freitag, April 4, 2008

Ob es nun eine Millionen Fahrzeuge sind oder drei Millionen – es sind zu viele, die vom geplanten Biosprit E-10 Magenschmerzen bekommen würden und stattdessen auf Super-Plus umsteigen müssten. Das möchte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel nicht verantworten müssen und zog die Notbremse. Die Biosprit-Verordnung ist vorerst Geschichte. Verantwortlich für diesen Schritt seien einzig die Kfz-Hersteller, die ihre Zahlen nachträglich korrigiert hätten, so Gabriel. Sein Ministerium habe bei der Planung keine Fehler gemacht.

Woran es nun liegt, dass demnächst kein Benzin mit zehnprozentiger Ethanol-Beimischung an den Zapfsäulen zu haben ist, sei dahingestellt. Große Chancen hatte man dem E-10 ohnehin nie eingeräumt. Mit den Zahlen, die vom Verband der internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) und dem Verband der Automobilindustrie (VDA) vorgelegt wurden, ist das Kind nun endgültig in den Brunnen gefallen. 189.000 Autos aus deutscher Produktion hätten Probleme mit dem Biobenzin bekommen plus 170.000, die jetzt schon auf Super-Plus umsteigen müssen. Insgesamt wären zwischen ein und drei Millionen Fahrzeuge betroffen gewesen.

Sigmar Gabriel, der vor wenigen Wochen noch wegen seiner Mallorca-Flüge in die Kritik geraten war, wird nun abermals zur Zielscheibe. Sogar aus den eigenen Reihen – von Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) heißt es, die Beimischungsquote gehöre erneute auf den Prüfstand. Otmar Bernhard (CSU), seines Zeichens Umweltminister in Bayern, wurde schon etwas deutlicher und sprach von einer „klimapolitischen Luftnummer“. Und CDU-Generealsekretär Ronald Pofalla meint: „Herr Gabriel sollte sich weniger in Talkshows und mehr in seinem Ministerium aufhalten“. Klare Worte, denn eines zeichnet sich so langsam ab: Die Klimaschutz-Strategie, die man im vorigen Jahr beschlossen hatte, scheint immer mehr für die Katz zu sein.

So funktioniert Bluetec

Abgelegt unter: Umwelt, Technik — Jochen at 3:06 pm on Freitag, März 28, 2008

In meinem gestrigen Blog-Post ging es um Dieselfahrzeuge von Mercedes, die den Zusatz Bluetec tragen und vom Hersteller als besonders umweltfreundlich angepriesen werden. Weil die Bluetec Technologie den meisten Leuten bisher noch unbekannt ist, möchte ich sie heute näher vorstellen.

Bluetec bezeichnet ein so genanntes Abgasnachbehandlungskonzept zur Reduzierung von Schadstoffen in den Abgasen von Dieselfahrzeugen. Um genau zu sein, wird der Anteil an Stickoxiden (NOx) reduziert. Die Technologie wurde von Mercedes entwickelt und hat mittlerweile die Serienreife erlangt – wobei gleich an dieser Stelle angemerkt werden soll, dass es zwei unterschiedliche Bluetec-Konzepte gibt, nämlich eines für Pkws sowie eines für Lkws.

Die Bluetec Technologie zeichnet sich in erster Linie dadurch aus, dass neben dem klassischen Oxidations-Katalystor und einem Russpartikelfilter noch ein zweiter Katalysator, der so genannte SCR-Katalysator zum Einsatz kommt. Der SCR-Katalysator ist speziell für die Reduzierung der Stickoxide verantwortlich. Diese Kombination von zwei Katalysatoren und einem Russpartikelfilter gelangt bei Pkws zum Einsatz.

Bluetec soll aber auch bei Lkws bzw. Nutzfahrzeugen zum Einsatz gelangen. Im Prinzip werden dieselben Komponenten verbaut, nur mit dem Unterschied, dass in die Abgase eine zusätzliche Flüssigkeit injiziert / eingedüst wird. Bei der so genannten AdBlue Flüssigkeit handelt es sich um wässerige Harnstofflösung, die den Wirkungsgrad des SCR-Katalysators verbessert. Die Kombination von AdBlue und SCR-Katalysator soll den Anteil der Stickoxide um bis zu 80 Prozent reduzieren. Allerdings ist der Bedarf an AdBlue verhältnismäßig groß: Auf einer Strecke von 6.500 Kilometer werden rund 90 Liter verbraucht. Dies ist auch der Hauptgrund, weshalb AdBlue vorerst in Nutzfahrzeugen eingesetzt wird. Im Pkw-Bereich würden es viele Autofahrer schlichtweg lästig finden, ständig die AdBlue Lösung nachfüllen zu müssen.

Doch vorerst bleibt erst einmal abzuwarten, wie Bluetec von den Autofahrern aufgenommen wird. Dies werden wir nächstes Jahr erfahren, wenn die ersten Modelle bei den Mercedes Händlern erhältlich sind.

Sparsamkeit ist Trumpf und macht sich bezahlt

Abgelegt unter: Autos, Umwelt — Andre at 3:43 pm on Mittwoch, März 26, 2008

Da sage noch einer, sparen lohne sich nicht: Zehn Millionen Dollar sind ausgeschrieben für das Fahrzeug, das besonders sparsam und alltagstauglich ist. Der Progressive Automotive X-Prize wurde im Rahmen der Autoshow in New York zum ersten Mal ausgelobt. Der Gewinner wird allerdings erst bei Langstreckenrennen in den Jahren 2009 und 2010 ausgelobt. Bis dahin wird die Zahl der Teilnehmer, die aktuell bei 60 liegt, garantiert steigen. Schließlich locken zehn Millionen gute Gründe.

Der Verbrauch der Fahrzeuge, die an den Sparsamkeitsfahrten teilnehmen dürfen, liegt bei maximal 2,35 Litern je 100 Kilometer. Berücksichtigt wird bei der Bewertung auch der Emissionswert, für den ebenfalls strenge Richtlinien gelten. Geht das Auto in der Klasse der massentauglichen Fahrzeuge an den Start, liegt die Hürde recht hoch. Vier Personen müssen mitfahren und mindestens 320 Kilometer zurückgelegt werden.

Erste Ergebnisse in Richtung umweltfreundliches und sparsames Vehikel haben die japanischen Hersteller in New York präsentiert. Denki Cube nennt sich das Konzeptfahrzeug mit Lithium-Ionen-Batterie von Nissan, das allerdings eher schmalbrüstig daherkommt und mehr ein Appetithäppchen für zukünftige Cube-Modelle mit Benzinmotor darstellt. Subaru zeigte den R1e, der rund 80 Kilometer je Batterieladung schafft und jetzt von der New York Power Authority getestet werden soll. Bei der Tokyo Electric power Company ist er bereits geprüft worden. Wesentlich weiter ist Mitsubishi. Der Hersteller hat mit dem iMiEV einen Wagen auf der Autoshow, der mit seiner Batterie bis zu 170 Kilometer am Stück fährt und schon jetzt eingesetzt werden könnte. In den Verkauf gelangt er ab 2009, erst in Japan, später den USA.

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