KFZ-Blog :- Automobiles ungebremst

Von Autos und anderen Mobilen

Der “DEKRA SafetyCheck 2008″ steht in den Startlöchern

Abgelegt unter: Verkehr, Sicherheit — Christel at 1:48 pm on Donnerstag, Mai 22, 2008

Gestern fand die Auftaktveranstaltung des “DEKRA SafetyCheck 2008″ in Berlin statt, bei der auch Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee anwesend war. Der „SafetyCheck“ ist für junge Autofahrer gedacht im Alter von 18 bis 25 Jahren. Sie können in der Zeit vom 2. Juni bis zum 12. Juli kostenlose Sicherheitskontrollen ihrer Fahrzeuge durchführen lassen. Dies ist bei allen Prüfstationen der DEKRA möglich. Besonders wird dabei auf Sicherheitsmängel geachtet, welche die Fahrt entweder beeinträchtigen oder ganz unmöglich machen. Ziel ist es, dem gerade in dieser Altersgruppe hohen Unfallrisiko beizukommen und es auf ein geringeres Maß zu bringen. Neben der immer wieder vorherrschenden geringen Fahrpraxis, der hin und wieder recht riskanten Fahrweise (wer kennt das nicht von sich selbst) und dem oft niedriger ausgeprägten Bewusstsein von Gefahren sind oft technische Mängel die Ursache schwerer Verkehrsunfälle. Es sind zumeist die älteren Fahrzeuge, mit denen die gerade frisch erwachsen gewordenen jungen Verkehrsteilnehmer durch die Gegend fahren. Wie es eben immer schon war, weil man sich als Fahranfänger eben in den seltensten Fällen einen Neuwagen oder einen recht neuen Gebrauchten leisten kann. Es sei denn, das Fahrzeug ist „sponsered by papa“, also vom Vater gekauft worden.

Bei der Auftaktveranstaltung sagte Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee deshalb auch: “Mit der EU-Charta haben wir uns das Ziel gesetzt, die Zahl der Verkehrstoten bis zum Jahr 2010 zu halbieren. Heute sterben leider noch immer zu viele Jugendliche im Straßenverkehr. Daher freue ich mich über diese sinnvolle Sicherheitsinitiative von DEKRA. Sie bringt uns unserem ehrgeizigen Ziel wieder ein Stück näher”.

Allein die Zahlen aus dem Jahr 2006 sind erschreckend. Von 5094 Todesopfern, die während oder an den Folgen eines Verkehrsunfalls starben, waren 1 011 jüngere Menschen im Alter zwischen 18 und 25 Jahren. Dies sind nahezu 20 Prozent aller Todesopfer und ist alarmierend. Deshalb fand Clemens Klinke, der Vorsitzende der Geschäftsführung der DEKRA Automobil GmbH auch klare Worte dafür. Bei der Auftaktveranstaltung in der DEKRA Niederlassung in Berlin-Reinickendorf machte er noch einmal deutlich: “Aus diesem Grund haben wir uns für eine Neuauflage der erfolgversprechenden Verkehrssicherheitsaktion “SafetyCheck” in 2008 entschieden. Gerade die Gruppe der jungen Fahrer bedarf besonderen Augenmerks. Sie ist häufig in älteren Autos unterwegs, die nach wie vor durch eine extrem hohe Mängelquote und ein überdurchschnittliches Unfallrisiko auffallen“.

Wichtig ist zu wissen: Der “DEKRA SafetyCheck 2008″ führt bei Mängeln nicht zur Aberkennung der Prüfplakette beim Feststellen erheblicher Sicherheitsmängel und kostet auch kein Geld. Dafür wird den jungen Fahrern und Fahrerinnen gezeigt, wie es aussieht mit der Sicherheit der Fahrzeuge, mit denen sie auf den Straßen unterwegs sind. Gründlich untersucht werden dabei die Räder und die Reifen, das Fahrwerk und natürlich die Bremsen. Außerdem wird das Licht überprüft, die Lenkung und die Sicht. Last but not least schauen sich die DEKRA Prüfer beim kostenlosen “DEKRA SafetyCheck 2008″ auch noch den Motor an, checken die Abgasanlage und die Funktionen der Sicherheitsgurte.

Der “SafetyCheck” war bereits im vergangenen Jahr sehr erfolgreich. Überprüft wurden dabei 14 000 Fahrzeuge, die insgesamt mehr als 37 000 Mängel hatten. Weit über drei Viertel der Fahrzeuge, genauer gesagt 83 Prozent, waren mit schweren Sicherheitsmängeln auf den Straßen. Das durchschnittliche Alter betrug 10,8 Jahre, bei einer mittleren Kilometerbelastung von 115 000 km während der gesamten Lebensdauer. Allein die Hälfte der Fahrzeuge hatte keine Sicherheitseinrichtungen wie ABS, einen Airbag zumindest für den Fahrer oder ESP. Clemens Klinke fand dafür deutliche Worte: “Wie die “SafetyCheck”-Ergebnisse eindrucksvoll zeigen, kommt bei den älteren Autos zu einer oftmals fehlenden Sicherheitsausstattung noch eine mangelnde Wartungsmoral der Autofahrer hinzu. Das führt zu einer extremen Sicherheitslücke, die dringend geschlossen werden muss.

Gerade junge Fahrerinnen und Fahrer älterer Autos sollten sich nicht auf ihr Glück verlassen, sondern auf Nummer sicher gehen – ganz im Sinne der Aktion “SafetyCheck”: Mehr Kilometer – Mehr Sicherheit”. Dem kann kaum noch etwas hinzugefügt werden außer dem Wunsch, dass dieses Jahr noch mehr junge Erwachsene zwischen 18 und 25 Jahren ihr Fahrzeug kostenlos von der DEKRA checken lassen. In der Zeit zwischen dem 2. Juni und 12. Juli ist es möglich. Nutzen Sie die Chance!

Kinderunfallatlas - Die Unfallzone Nummer Eins heißt Norddeutschland

Abgelegt unter: Verkehr, Sicherheit, Statistik — Christel at 2:16 pm on Montag, Mai 19, 2008

Leider, so muss man sagen, liegt der Norden unseres Landes nicht gut in der Statistik, wenn es um die Häufigkeit von Unfällen im Straßenverkehr geht, von denen Kinder betroffen sind. So beschäftigt sich eine aktuelle Studie genau mit diesem Thema. Und das Ergebnis ist äußert erstaunlich. Im Süden unseres Landes gibt es weniger Unfälle mit Kindern als in Norddeutschland. Der erste „Kinderunfallatlas“ in der Geschichte des Verkehrs in Deutschland enthält klare Fakten. So ist das Risiko, in einen Verkehrsunfall verwickelt zu werden, in Bremen und Hamburg, Düsseldorf und auch Hannover weitaus höher, als dies in München, Nürnberg und Leipzig der Fall ist. Hier passieren die wenigsten Verkehrsunfälle, in denen Kinder die Unglücksopfer sind. Die Feder beim „Kinderunfallatlas“ wird von der Bundesanstalt für Straßenwesen geführt. Ausgewertet wurden in der Studie alle Unfälle – jedoch war dies nur für die polizeilich gemeldeten möglich -, die in den Jahren 2001 bis 2005 geschahen und in die Kinder bis zum Erreichen des Alters von 15 Jahren verwickelt waren. Aufgeschlüsselt wurde das Ganze nach zwei verschiedenen Angaben. Auf der einen Seite die Art des Unfalls, auf der anderen Seite nach dem Ort des Unfalls. Hierbei wurden sowohl die Großstädte berücksichtigt als auch die Kleinstädte, Landkreise sowie die kleinsten Gemeinden in unserem Land.

Das sonst in anderer Hinsicht „Wilder Süden“ genannte Süd- und Südwestdeutschland wird hier zum sicheren Süden, in dem die Kinder im Straßenverkehr wesentlich weniger gefährdet sind als in den Bundesländern im Norden und im Osten. So ist die Unfallrate in großen Bereichen von Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern weit über dem Durchschnitt liegend, in Baden-Württemberg, Bayern und Hessen jedoch auch in der Gesamtheit niedrig. Betrachtet man die Anzahl der Kinder, die in einer Region leben, kommt das erschreckende Ergebnis heraus, dass die meisten Unfallopfer unter 15 Jahren in Bremen und Hamburg zu finden waren in der Zeit, welche die Studie einbezogen hat. Dies sollte die Väter der beiden Stadtstaaten sehr nachdenklich machen, denn gerade in Großstädten findet viel Verkehr über die Nahverkehrsmittel statt. Das hier aber vergleichsweise am meisten Kinder verunfallen, sollte aufrütteln und wird es hoffentlich auch tun.

Was der „Kinderunfallatlas“ noch zeigt, ist nicht minder erschreckend. Es gibt Regionen, in denen nahezu vier Mal so viele Kinder verunglücken als in anderen Teilen unseres Landes. So waren in Neumünster 6,5 Kinder von tausend während der Jahre 2001 bis 2005 von einem Unfall betroffen. Im Rheingau-Taunus-Kreis waren es im vergleichbaren Zeitraum jedoch nur 1,8 von tausend.

„Anhand der Listen können Gemeinden ihre Unfallzahlen erstmals mit denen anderer vergleichen. Kommunen mit vielen Unglücken müssen die Ursachen suchen und Konsequenzen ziehen.“, sagte die Studienleiterin, Nicola Neumann-Opitz in einem Interview mit dem „Focus“. Bei dem „Kinderunfallatlas“ ginge es darum, dass der Druck auf die Verantwortlichen erhöht wird, damit eine Verbesserung der Lage und der Verkehrssicherheit möglich wird.

Natürlich sind die Zahlen, welche die Studie verwendet, nicht die neuesten Zahlen. Gerade in den letzten Jahren haben auch die Autohersteller viel zum Thema Sicherheit beigetragen und auch die Städte und Kommunen haben so einiges dazugelernt. Richtig interessant wird es also erst werden, wenn der nächste „Kinderunfallatlas“ in ein paar Jahren herausgegeben wird und dann Vergleiche möglich werden.

Schweiz - Crash Recorder der AXA Winterthur für Junglenker

Abgelegt unter: Versicherung, KFZ, Sicherheit, Technik — sabine at 2:44 am on Freitag, Mai 16, 2008

Ein Kfz-Versicherer engagiert sich

Seit Jahrzehnten engagiert sich die AXA Winterthur für die Unfallprävention. Die neuste Erfindung der AXA Winterthur Unfallforschung: Der Crash Recorder für Junglenker zwischen 18 und 25 Jahren.

Junge Fahrer die sich seit dem 31. März 2008 diese kleine Box in ihr Auto einbauen lassen, erhalten als Anreiz einen zusätzlichen Rabatt von 15 Prozent auf KFZ-Haftpflicht- und Kaskoprämie.

Die Box funktioniert autonom und zeichnet bei einem Unfall Daten auf, die eine rasche und objektive Unfallrekonstruktion ermöglicht. Der Crash Recorder ermöglicht dadurch eine schnelle und sachliche Klärung der Schuldfrage und gibt dem Junglenker damit gleichzeitig eine Rechtssicherheit im Schadenfall.

In einem im Jahr 2007 im Kanton Zürich durchgeführten Pilotversuch zeigte sich außerdem, dass junge Fahrer mit einem eingebauten Crash Recorder vorsichtiger fahren und damit weniger Unfälle verursachen. Der Crash Recorder ist keine „Permanentüberwachung“, denn er speichert nicht andauernd Daten, sondern nur dann, wenn sich ein Unfall ereignet. Aufgezeichnet werden verschiedene Messwerte wie zum Beispiel Beschleunigung in Fahrt- und Querrichtung, kollisionsbedingte Geschwindigkeitsveränderung sowie Datum und Uhrzeit des Unfalls.

Eine Innovation die auch in Deutschland eingeführt werden sollte und nicht nur für junge Fahrer interessant wäre, denn wer hat sich nicht schon nach einem Unfall geärgert, die Situation besser dokumentieren und beweisen zu können.

Vorsicht vor dem Wild

Abgelegt unter: Verkehr, Sicherheit — Andre at 12:05 pm on Donnerstag, Mai 15, 2008

In Frühling und Herbst müssen Autofahrer besonders aufpassen. Rehe und Hirsche machen sich dann auf den Weg und sorgen Jahr für Jahr für erhebliche Schäden. 300.000 Wildunfälle mit einer Versicherungsbilanz von 425 Millionen Euro wurden alleine 2006 gemeldet. Der Allgemeine Deutsche Automobilclub (ADAC) spricht von 220.000 Wildtieren, die unter die Räder gekommen sind. Dabei wurden 2800 Menschen verletzt und zehn getötet.

„Vorausschauend fahren“, rät Ulf Evert vom ADAC Schleswig Holstein deshalb in den Gebieten, die durch Wildwechsel-Schilder gesondert gekennzeichnet sind. In diesen Bereichen sollte ein großer Sicherheitsabstand zum rechten Fahrbahnrand eingehalten werden. Das gelte für alle Zonen, die einen Übergang von Wald und Feld darstellen. Wie viele Unfälle genau auf den unfreiwilligen Kontakt mit dem Wild zurückzuführen sind, lässt sich nicht sagen. Die Dunkelziffer ist nach Angaben des ADAC sehr hoch. Werde einem Tier ausgewichen und der Wagen lande an einem Baum, sehe man nicht auf Anhieb, dass es ein Wildunfall ist. Der Tipp der Verkehrsexperten: „Abblenden, stark abbremsen, aber nicht ausweichen.“ Sollte es dennoch krachen, sollte man mit einem Warndreieck und dem Warnblinker andere Verkehrsteilnehmer auf die Gefahr aufmerksam machen und die Polizei und den Förster informieren. Von der Polizei erhält der Fahrer dann eine Bescheinigung über den Wildunfall.

Maßnahmen, die derlei Unfälle verhindern könnten, sind Wild- und Grünbrücken. Sie ähneln Fußgängerüberwegen und sollen die Tiere über die Straße leiten. Eine weitere Möglichkeit, die von den Jägern bevorzugt würde, sind Infrarotsensoren, die auf die Rehe und Hirsche reagieren. Nähere sich ein Tier, leuchte ein Schild auf und warne die Autofahrer. Erfolgreich in Betrieb ist dieses System beispielsweise in der Schweiz. Die deutschen Behörden sind aus Kostengründen dagegen. Zudem seien die Anlagen auch nicht übermäßig wirksam.

Vom Bauchgefühl her sehen die Deutschen das Auto als sicherstes Verkehrsmittel

Abgelegt unter: Autos, Sicherheit — Andre at 12:44 pm on Donnerstag, Mai 8, 2008

Eine Umfrage des „Stern“ unter 1004 repräsentativ ausgesuchten Bundesbürgern zum Thema „In welchem Verkehrsmittel fühlen Sie sich am sichersten?“ kam zu einem eher überraschenden Ergebnis. So gilt die Bahn zwar gemeinhin als sicherstes Fortbewegungsmittel, das Bauchgefühl sagt aber etwas anderes: 42 Prozent der Befragten würden das Auto bevorzugen, erst dann kommt die Bahn mit 24 Prozent. Abgeschlagen das Flugzeug. Hier fühlen sich nur 16 Prozent richtig sicher.

Warum das subjektive Empfinden so deutlich von den seit Jahren aufgestellten Statistiken abweicht, in denen die Bahn grundsätzlich als das ungefährlichstes Verkehrsmittel gelistet wird, hängt – so die Vermutung – mit aktuellen Schadensereignissen zusammen. Der ICE, der in einem Tunnel mit einer Schafherde zusammengestoßen ist, scheint am Bild der Bahn gerüttelt zu haben. Das passt auch in den Zeitraum, in dem die Umfrage durchgeführt wurde, vom 30. April bis zum 2. Mai. „Solche Fälle verzerren das Ergebnis“, weiß der Bahnexperte an der TU Dresden, Professor Wolfgang Fengler. Denn das Sicherheitsniveau der Bahn ließe sich kaum noch steigern.

Geprüft werden müsse allerdings, ob bestimmte Streckenabschnitte, an denen beispielsweise Tierherden grasen, besser gesichert werden können. Welche Maßnahmen und Lösungen sich im Einzelfall anbieten, wie zum Beispiel Strecken-Einzäunungen sollte die Bahn gemeinsam mit den Tierhaltern klären, rät der Spezialist.

Während Autobahnfahrten koch ich mir ein Süppchen

Abgelegt unter: Verkehr, Sicherheit, Statistik — Gerald at 4:10 pm on Mittwoch, April 30, 2008

In der Fahrschule wird jedem Fahranfänger einbläut, wie wichtig es ist, sich bei Autobahnfahrten zu konzentrieren. Allerdings scheint dieser Hinweis bei vielen Menschen sehr schnell in Vergessenheit zu geraten. Erst kürzlich wurde auf Spiegel Online ein Artikel über Autofahrer veröffentlicht, bei denen das Fahren eher zur Nebensache wird.

Den ersten Platz in der Liste der unvorsichtigsten Autofahrer belegt ein 21-jähriger Franzose, der mit 200 km/h über die Autobahn geschossen ist. Allerdings hat er sich dabei recht wenig auf den Straßenverkehr konzentriert. In erster Linie soll seine Aufmerksamkeit einem Video gegolten haben, dass er sich während der Fahrt angeschaut hat. Als er von der französischen Autobahnpolizei gestoppt wurde, ließ er den Film sogar weiterlaufen. Nun muss er sich vor Gericht verantworten, das ihn zu einer Geldstrafe verdonnern kann. Immerhin hat er die für ihn geltende Geschwindigkeitsgrenze von 110 km/h deutlich überschritten.

Laut Angaben der französischen Polizei war dies kein Einzelfall. Vor allem unter Truckern sei es weit verbreitet, sich während der Fahrt anderweitig zu beschäftigen. Weil die Brummis nicht so schnell unterwegs sind und in einem Fahrerhaus viel Platz geboten ist, würden die Trucker den unterschiedlichsten Beschäftigungen nachgehen. So soll es auch unter den Truckern weit verbreitet sein, sich Filme während der Fahrt anzuschauen. Einige gehen aber noch einen Schritt weiter und sollen angeblich Videospiele spielen. Des Weiteren sei es auch nicht unüblich, dass sich so mancher Trucker während der Fahrt sein Mittagessen zubereitet – es stellt sich nur die Frage nach dem Hilfsmittel: Bunsenbrenner oder Mikrowelle?

So manchem wird sich jetzt vielleicht die Frage stellen, wie es denn auf unseren Autobahnen aussieht. Konkrete Informationen wurden von der Autobahnpolizei noch nicht veröffentlicht. Allerdings ist davon auszugehen, dass sich auch auf unseren Autobahnen so mancher Trucker sein Süppchen während der Fahrt kocht.

Sicherheit in vielen Tunneln lässt zu wünschen übrig

Abgelegt unter: Verkehr, Sicherheit — Andre at 11:56 am on Mittwoch, April 23, 2008

Zehn Jahre lang testet der Allgemeine Deutsche Automobilclub (ADAC) bereits Tunnel in ganz Europa. Man sollte meinen, dass die Verantwortlichen aus den Fehlern, die ihnen im Zuge der Untersuchungen aufgezeigt wurden, gelernt und etwas dagegen unternommen hätten. Aber nein: Der Tunnel-Test 2008 brachte das schlechteste Ergebnis seit fünf Jahren. Jeder dritte Tunnel fiel durch. Von 31 getesteten Anlagen erhielten sieben ein „mangelhaft“ und zwei ein „bedenklich“.

Dass es um die Lernfähigkeit der Behörden nicht sonderlich gut bestellt ist, beweist am besten der Cernobbio-Tunnel am Comer See in Italien. Seit vier Jahren ist er das klare Schlusslicht im ADAC-Test. Um ihn sollte man nach Möglichkeit einen großen Bogen machen. Der Verlierer hat weder Notrufeinrichtungen, noch gekennzeichnete Fluchtwege. ADAC-Präsident Peter Meyer bringt es auf den Punkt: „Im Ernstfall sind sie dort verloren.“ In Deutschland vergaben die Tester die rote Laterne an den Universitätstunnel an der A46 in Düsseldorf. Er kam dank einer mangelhaften Verkehrsüberwachung gerademal auf ein „bedenklich“. Hier verspricht das Straßenbauamt in Nordrhein-Westfalen allerdings Besserung. Vier Millionen Euro sollen investiert werden, damit der Tunnel 2010 zu den sichersten in Deutschland gehört.

Bereits reagiert hat man am San-Bernardino Tunnel in der Schweiz. Im Test 1999 wurde er noch als „bedenklich“ eingestuft. Seither hat sich an der Anlage viel getan und wurden 240 Millionen Franken ausgegeben, um für mehr Sicherheit zu sorgen. Jetzt darf sich der Tunnel mit einem „sehr gut“ schmücken und wird vom ADAC als Vorzeigetunnel bezeichnet. In Deutschland ist der Heidkopf-Tunnel (A38) unangefochten an der Spitze. Ein Quäntchen besser ist nur der zwei Jahre junge Ponta Pla in Andorra. „Der Tunnel hat mit einem nahezu tadellosen Gesamteindruck überzeugt“, so Peter Meyer. Insgesamt wurden zehn „sehr gut“ und fünf „gut“ vergeben.
Damit sich das Gesamtbild deutlich verbessert, muss noch viel getan werden. In Deutschland stehen laut Bundesverkehrsministerium rund 300 Millionen Euro zur Verfügung, die in das seit 2002 laufende Nachrüstprogramm für Tunnel fließen. Spätestens bis 2014 werden auch die heutigen Verlierer nachgezogen haben müssen. Dann gelten gemäß einer EU-Richtlinie Minimalstandards. Um sie zu erfüllen sind laut ADAC mindestens sieben Milliarden Euro nötig.

Veränderung der Kaskoprämien in 2010

Abgelegt unter: Autos, Versicherung, Sicherheit — Christel at 1:16 am on Dienstag, April 22, 2008

Für Blechschäden haben Versicherer jährlich bis zu vier Milliarden EURO zu bezahlen. Es sind also nicht die Kfz-Werte, die ausschlaggebend dafür sind, in welche Kasko-Typklasse das Auto eingestuft wird, sondern vielmehr die durchschnittlichen Reparaturkosten, die nach Zusammenstößen mit anderen Autos zu Stande kommen. Die Allianz-Versicherungsgruppe hat in ihrem Zentrum für Technik, dem AZT, eine Crashbahn aufgebaut, die dafür genutzt wird, Verkehrsunfälle zu simulieren. Autos werden mit 15 Stundenkilometern gegen ein Hindernis fahren, um typische Kollisionen im Straßenverkehr zu nachzuahmen. Im Anschluss daran werden die Kfz nach Herstellerangaben repariert und lackiert. Die Material- und Arbeitskosten werden berechnet und das sich anschließende Resultat bestimmt dann, in welche Typklasse das Kfz-Modell eingestuft wird.

Von diesen Crashtest wissen auch die Kfz-Hersteller, so dass sie ihre Konstruktionen exakt auf diese optimiert haben, um möglichst sehr gute Testergebnisse zu erzielen. Allerdings sind diese Ergebnisse nicht übereinstimmend mit denen im Unfallgeschehen auf der Straße. Christian Weishuber, Allianz-Sprecher, erklärt, dass viele Kfz-Hersteller aus Kosten- und Designgründen die Stoßstangen nicht mehr in der gleichen Höhe anbringen, oder sie haben die Stoßstangen nicht mehr durch Querträger verbunden, sondern lediglich durch zwei kleine Höcker an den Seiten angebaut, die sogenannten Crashboxen. Dadurch würden unter anderem die Reparaturkosten unendlich steigen, schließlich können auch bereits bei geringen Auffahrunfällen ohne Abhalten der Stoßstangen die weichen Strukturen des gegnerischen Autos beschädigt werden, vor allem an Kühler, Klima-Kondensatoren und Lampen. Die Reparatur kann dann 200%-300% teurer werden laut Berechnungen der AZT.

Aus diesem Grunde hat die AZT einen neuen Test geschaffen. Bei diesem müssen die Kfz-Fahrer gegen die Replik einer Stoßstange fahren und nicht wie gewohnt gegen eine hüfthohe Barriere. Dieser Test wird ab 2010 weitere Grundlage für die Einstufung in die Typenklasse herangezogen werden. Zu bestehen ist dieser Test nur, wenn das Fahrzeug Stoßstangen besitzt, die von ausreichender Größe sind, um die Testbarriere zu treffen und nicht nach oben oder unten abzurutschen. Des Weiteren ist es entscheidend, dass die entstehende Aufprallenergie so absorbiert wird, dass keine Beschädigungen in der Kfz- Struktur beziehungsweise an den Innenteilen des Fahrzeugs entstehen.

In Zahlen ausgedrückt heisst das zukünftig für Besitzer, deren Auto mit lediglich einem Höcker anstelle einer Stoßstange ausgerüstet sind, um bis zu zwei Typklassen hochgestuft werden zu können, was dann bis zu 200 EURO Mehrkosten im Jahr bedeuten würde.

Wieder fit werden – in Erster Hilfe

Abgelegt unter: Verkehr, Sicherheit — Christel at 2:41 pm on Donnerstag, April 17, 2008

Und Michael Schumacher ist auch dabei. Zumindest wirbt er für die Auffrischungskurse, die der ADAC von Mai bis Oktober dieses Jahres anbietet. Und der beste deutsche Rennfahrer aller Zeiten appelliert zugleich an alle Autofahrer, an der Aktion des ADAC teilzunehmen.

‘Fit in Erster Hilfe’ heißt deshalb das Programm, das vorsieht, die ganzen verschütteten Kenntnisse aus dem ersten, für die Führerscheinprüfung zwingend erforderlichen, Erste Hilfe Kurs aufzufrischen.

Denn wer es kennt es nicht: Da sieht man einen Unfall schon von ferne und gerät ins Trudeln. Mache ich was falsch, wenn ich da helfe? Ich kann das doch gar nicht mehr. Und dann fährt man vielleicht aufgrund seiner Angst vor der eigenen Unwissenheit weiter und lässt einen Menschen unversorgt, der dringend Hilfe benötigt hätte.

Und genau aus diesem Grund ist der ADAC auf die schlaue Idee gekommen, zusammen mit der BAGEH, der Bundesarbeitsgemeinschaft Erste Hilfe, diese Auffrischungskurse anzubieten. Ulrich Klaus Becker, der ADAC-Vizepräsident für Verkehr, sagte dazu: „Wir wollen alle Autofahrer motivieren, sich wieder „Fit in Erster Hilfe“ zu machen. Es darf nicht sein, dass Menschen aus Unsicherheit oder Unkenntnis heraus keine Erste Hilfe leisten.“

Der Kurs zur Auffrischung dauert nur 90 Minuten, bietet dabei aber kompaktes Programm zu dem Fall, dass man nach einem Unfall Hilfe leisten möchte. Dabei wird auch gezeigt, wie man eine Unfallstelle richtig absichert, wie man einen Notruf richtig absetzt und wie man die Verletzten aus der Gefahrenzone bringt. Dies sind die Grundfundamente, auf die dann die Rettung des Verletzten erfolgen kann. Denn wer nicht aufpasst, kann etwas falsch machen. Und genau diesem soll vorgebeugt werden durch die richtige Schulung.

Und auch Michael Schumacher, seines Zeichens siebenmaliger Weltmeister in der Königsklasse der Autorennen, in der Formel 1, sieht die Wichtigkeit. Er sagt dazu: „Ich appelliere an alle Autofahrer, sich an diesen Auffrischungskursen zu beteiligen. Wer an einem Unfallort umsichtig und sicher handelt, kann Leben retten.“

Teuer sind die Kurse auch nicht, sie kosten für Nichtmitglieder 12,- Euro, für Mitglieder des ADAC gar nur 10,- Euro. Ein geringer Betrag angesichts der Tatsache, dass man nach der Durchführung des Auffrischungskurses möglicherweise Leben retten kann nach einem Unfall. Durchgeführt werden die Kurse von folgenden Organisationen: Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Johanniter-Unfall-Hilfe und Malteser Hilfsdienst.  Buchbar sind die Kurse ab Anfang Mai auf der Website des ADAC.

Laster sollen bei Schnee und Eis auf die rechte Fahrspur der Autobahn verbannt werden

Abgelegt unter: Verkehr, Sicherheit — Andre at 1:01 am on Dienstag, April 15, 2008

Schon mit einem normalen Pkw sind Überholmanöver bei schneebedeckter oder eisglatter Fahrbahn nicht ohne. Das Fahrzeug bricht schnell aus und lässt sich nur mit viel Mühe wieder in den Griff kriegen. Lastwagen haben es in dem Punkt noch schwerer. Zwar bringen sie mehr Gewicht auf die Straße. Wenn das „Elefantenrennen“ allerdings schief geht, passiert es immer wieder, dass ein Sattelzug sich quer stellt und die Fahrbahn komplett blockiert. Das erschwert insbesondere Rettungskräften und den Streudiensten die Arbeit. Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee plädiert daher für ein LKW-Überholverbot bei Schnee und Eis auf Autobahnen.

Diskutiert wird das Thema unter anderem während der Verkehrsministerkonferenz der Länder, die in Brüssel stattfindet. Karl-Heinz Daehre, Verkehrsminister in Sachsen Anhalt und Vorsitzender des Gremiums, stößt in das gleiche Horn wie Tiefensee. Damit Lastwagen bei extremen Wetterverhältnissen die Autobahnen nicht blockieren, sollen sie nur noch die rechte Fahrspur benutzen dürfen. Damit würden die Minister den Elefantenrennen einen Riegel vorschieben.

Ganz ohne Kritik blieb der Vorstoß des Ministers nicht. Der Automobilclub von Deutschland hat einige Schwachstellen des Vorschlags ausgemacht. Würden die Brummis ausschließlich auf der rechten Seite fahren, werde es für andere Autofahrer schwer, überhaupt auf die Autobahn einzufädeln. Dazu müssten Mindestabstände festgelegt werden. Zudem bestehe die Gefahr, dass ein Truck ins Schlingern gerate, wenn ein anderer Fahrer sich beim Einfädeln eher ungeschickt anstelle. Ein weiteres Gefahrenmoment gehe von den Reisebussen und Caravans aus. Wenn sie an einem LKW vorbeizögen, blockierten sie die Überholspur. Die Auswirkungen zeigten sich auf der Strecke Braunschweig-Hannover. Hier krache es seit Einführung des Überholverbotes für Lastwagen ständig.

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