KFZ-Blog :- Automobiles ungebremst

Von Autos und anderen Mobilen

Das Allzeithoch des Benzinpreises

Abgelegt unter: Verkehr, News — Jochen at 1:44 pm on Samstag, Mai 10, 2008

Eines der Worte, von dem derzeit in den Medien besonders häufig zu hören und zu lesen ist, lautet Allzeithoch. Gemeint ist der Preis für Superbenzin, der im bundesweiten Durchschnitt bei 1,50 Euro liegt. In zahlreichen Medien wird über den fortlaufenden Preisanstieg berichtet. Es werden Ursachen genannt und gleichzeitig wird aufgezeigt, mit welchen Maßnahmen die Verbraucher den Kraftstoffverbrauch senken können. Im Folgenden sind einige interessante Informationen zur Entwicklung des Benzinpreises zusammengefasst.

Zunächst einmal zur Ursache des vehementen Preisanstiegs. Dieser ist auf das Nachfrageverhalten der Marktteilnehmer zurückzuführen. In der vergangenen Woche kostete das Barrel (129 Liter) Rohöl der Sorte WTI ganze 120 Dollar, womit der bisherige Höchstpreis überschritten wurde. Doch bereits vorgestern wurde dieser Wert erneut überschritten: das Barrel kostete 122 Dollar.

Von diesem zusätzlichen Preisanstieg sind in Deutschland vorerst verschont geblieben. Grund ist der fortschreitende Wertverlust des Dollars. Der seit ungefähr zwei Jahren anhaltenden Dollarschwäche ist es zu verdanken, dass wir den Preisanstieg bei den Rohstoffen nicht in seinem vollen Ausmaß zu spüren bekommen. Wäre der Dollar so viel Wert, wie er es noch vor zwei Jahren war, müssten wir an der Tankstelle mehr als zwei Euro für den Liter Superbenzin bezahlen.

Übrigens hat ein Journalist von Spiegel Online ermittelt, dass sich der Benzinpreis in den vergangenen zehn Jahren nahezu verdoppelt hat. Vor zehn Jahren mussten wir umgerechnet nur 81 Cent für den Liter Benzin und 59 Cent für den Liter Diesel bezahlen. Für den durchschnittlichen Autofahrer, der rund 1.000 Liter Kraftstoff im Jahr tankt, bedeutet das einen Preisanstieg von 680 Euro im Jahr, der Dieselfahrer muss sogar mehr als 800 Euro zusätzlich berappen.

Zum Abschluss noch eine lustige Geschichte. In den USA bekommen die Verbraucher den Preisanstieg am stärksten zu spüren. Mittlerweile kostet die Gallone Superbenzin mehr als 3,60 Dollar. Das Problem ist, dass viele Zapfsäulen nur einen Preis von maximal 3,60 Dollar anzeigen können – dies trifft selbst für Zapfsäulen zu, die in den 1990er Jahren hergestellt wurden. Zur damaligen Zeit hatte niemand angenommen, dass der Sprit eines Tages mal so teuer sein könnte.

Urteil zu Handy am Steuer: Verbot ist verfassungskonform

Abgelegt unter: Recht+Gesetz, News — Wolfgang at 2:23 pm on Freitag, Mai 9, 2008

rbw. Das BVG, das Bundesverfassungsgericht, hat entschieden: Das Handyverbot ist mit dem Grundgesetz vereinbar. Ein Beschluss, der jüngst veröffentlicht wurde.

Eine Rechtsanwältin hatte den Karlsruher Richtern die Aufgabe als Verfassungsbeschwerde zugemutet, doch diese nahmen den Sachverhalt erst nicht zur Entscheidung an. Mit einem Bußgeld von 240 Euro wurde die promovierte Juristin “bestraft”, nachdem sie innerhalb kurzer Zeit zum vierten Mal telefonierend am Steuer erwischt worden war. (Az: 2 BvR 525/08 - Beschluss vom 18. April 2008)

Wer sich ohne Zurückhaltung und hartnäckig verweigert, eben so, wie die Anwältin das Verbot missachtete, der muss schließlich auch das Sechsfache des normalen Bußgelds löhnen.

Zweifel daran, dass das Handyverbot nicht mit der Verfassung vereinbar sei, könnten keinen Bestand haben, urteilte das Oberlandesgericht. Die Anwältin sah sich in ihrem Persönlichkeitsrecht und in ihre allgemeinen Handlungsfreiheit verletzt und klagte in Karlsruhe. Die Kammer des Zweiten Senats bestätigte die OLG-Entscheidung ohne weitere Begründung.

Das Fiasko mit der ADAC Mitgliedskarte

Abgelegt unter: News — Christel at 7:23 am on Freitag, März 28, 2008

Wer eine ADAC Mitgliedskarte hatte, fühlte sich bis jetzt sicher, zumindest wenn es um Autopannen ging. Das es beim Thema Datenschutz ganz und gar nicht sicher zugeht beim bekanntesten deutschen Automobilclub kam heute ans Tageslicht. Wehe, die Karte, welche die Mitgliedschaft nachweist, wird aus der Hand gegeben, oder geht verloren. Dann sieht es bitter aus, wenn diese in die falschen Hände gerät. Denn wer die ADAC Mitgliedskarte einer anderen Person hat, kommt ohne Probleme über den Online-Shop des ADAC an die Daten des Kartenbesitzers. Denn, die Infos auf der Mitgliedskarte genügen, um sich in das Online-Konto des Besitzers einzuloggen und so an sämtliche persönlichen Daten zu gelangen. Dies ist ein Fiasko, und zugleich auch ein Affront gegenüber dem herrschenden Datenschutz in Deutschland.

“Die meisten Leute wissen nicht, dass die Daten von der Karte allein reichen, um alle möglichen Dinge mit dem Online-Konto anzustellen”, sagte Markus Feilner von der Fachzeitschrift “Linux-Magazin“ in einem Interview mit dem Onlinemagazin der Zeitschrift „Spiegel“.

Im Gegensatz zu anderen Clubs und Unternehmen, die vergleichbare Karten zu Identifizierung ihrer Mitglieder und Kunden ausgeben, hat die ADAC Mitgliedskarte sehr schwere Mängel in Bezug auf die Sicherheit der persönlichen Daten. Wer es möchte, kann über die Daten auf der Karte eine Bestellung im Online-Shop des ADAC aufgeben, auf Kosten des Karteninhabers natürlich.

Der ADAC selbst hält sich übrigens recht bedeckt, was die Sicherheitsmängel auf der Karte angeht. So bekam Markus Feilner auf Anfrage beim ADAC nur die Auskunft, dass es sich lediglich um eine „theoretische Lücke“ handle und dass “im Gegensatz zu EC- oder Kreditkarten-Anbietern“ der ADAC „kein Ziel derartiger krimineller Angriffe” wäre.
Tja, wer so lax mit den persönlichen Daten seiner Mitglieder umgeht, scheint nicht viel Interesse an dem Schutz der selbigen Daten zu haben. Mitglieder bringen ja Geld, aber wieso sollte man dann auch noch ihre Daten schützen? Ein herber Schlag in das Gesicht der ADAC Mitglieder.

Vielleicht sollte der ADAC nun endlich einmal umdenken, wer ihn finanziert und was das Ganze überhaupt noch mit einem „Club“ zu tun hat. Oder ist es nicht vielmehr so, dass der ADAC einfach nur noch ein Unternehmen ist, das nichts mehr schert als das Geld seiner Kunden. Übrigens würde der ADAC als Unternehmen auch nicht weniger datenrechtliche Vorgaben haben, eher mehr. Aber das wird ja dann gerne mal wieder unter den Tisch fallen gelassen. Die rote Karte des Monats März geht deshalb an den bekanntesten deutschen Automobilclub, den ADAC.

Tata kauft Jaguar und Land Rover

Abgelegt unter: Autos, News — Christel at 3:32 pm on Mittwoch, März 26, 2008

Der Hersteller der billigsten Automarke der Welt, Tata Motors, kauft Jaguar und Land Rover. Genau das wurde heute bekannt gegeben. Ein Aufschrei geht durch die Autowelt auf der ganzen Erde. Die Billigmarke Tata stapelt nun hoch. Doch wie wird die Qualität von Jaguar und Land Rover in Zukunft sein? Werden bei diesen Marken plötzlich auch Billigsegmente ihren Platz finden? Es ist erschreckend, diese Nachricht zu hören. Ja, es wurde bereits gemauschelt, in der ganzen Welt, im Blätterwald rund um die Erde. Aber Gerüchte sind die eine Seite, Tatsachen eine ganz andere.

Was bezweckt Tata Motors, der Autobauer aus Indien, damit? Will er die gesamte Autowelt umkrempeln, sich Platz machen, sich Ellenbogen verschaffen. Oder ist dem Hersteller der Billigautos wirklich etwas gelegen an den Traditionsmarken Jaguar und Land Rover? So ganz klar ist das nämlich nicht. Auch die Gerüchteküche weiß darauf keine Antwort. Sicher ist nur: Tata Motors macht seit Monaten immer wieder neue Schlagzeilen. Ist das Ganze möglicherweise nur ein sehr gut eingefädelter Werbegag, um Tata Motors noch bekannter zu machen?

Mitte Dezember letzten Jahres ging es rund um die Welt: Tata Motors will Jaguar und Land Rover kaufen und wurde dann auch prompt zum Favoriten beim Buhlen um die beiden weltweit bekannten Automarken höherer Preisklasse gekürt. So richtig glauben konnte das damals niemand, wenn man mal realistisch sein möchte. Nur gut drei Monate später ist der Deal unter Dach und Fach. Jaguar und Land Rover gehören nun bald zu Tata Motors. Und der Liebhaber von Fahrzeugen aus dem Hause Jaguar oder Land Rover spürt, wie es ihm eiskalt über den Rücken läuft. Denn: Solche Fahrzeuge sind von einem ganz anderen Kaliber, wie Tata Motors sie sonst baut. Das ist eine ganz andere Klasse, in jeder Hinsicht.

Was wird nun werden aus Jaguar und Land Rover? Die Zukunft wird es zeigen, das ist sicher. Dennoch bleibt ein leicht bitterer Beigeschmack auf der Zunge der Liebhaber der gekauften Luxusmarken. Und es kommt die Angst auf, was werden wird, wenn Billigteile auch in den Fahrzeugen dieser Klasse landen. Ist dies das nahende Ende der exklusiven Marken? Ja, es erschüttert, wenn man ehrlich sein möchte an dieser Stelle. Tata Motors, der Autobauer aus Indien, bekannt für Billigfahrzeuge und das billigste Auto der Welt, kauft Jaguar und Land Rover auf. Wem jagt dies denn keinen gehörigen Schrecken ein?

Wenn in Zuffenhausen die Bänder stillstehen

Abgelegt unter: Autos, News — Jochen at 1:57 pm on Dienstag, Februar 26, 2008

Einem Bericht der Financial Times Deutschland zufolge, soll es gestern im Zuffenhausener Werk von Porsche zu einem Unfall gekommen sein. Aus einem, in den Lackierer befindlichen Ofen, soll Gas ausgetreten sein, welches sich später in einer Verpuffung entzündete. Bei der Explosion sollen zwei Mitarbeiter des Automobilherstellers leicht verletzt worden sein.

Die Produktionsanlagen scheint es hingegen stärker getroffen zu haben. Immerhin hat das Porsche Management umgehend reagiert und einen Krisenstab einberufen. Als Folge des Unfalls stehen die Produktionsbänder der 911er Reihe still. Dort werden sonst täglich rund 160 Fahrzeuge des Modell Porsche 911 produziert. Laut Angaben des Unternehmens sollen die Bänder noch drei bis vier weitere Tage angehalten bleiben. Dementsprechend werden schätzungsweise 500 Fahrzeuge nicht rechtzeitig fertig gestellt werden – und die Fertigstellung nachfolgender Fahrzeuge wird sich entsprechend verzögern.

Wer also kürzlich einen Porsche 911 bestellt hat und auf eine Auslieferung innerhalb der nächsten Tage hofft, der wird sich gegebenenfalls noch etwas länger gedulden müssen. Wie lange es dauert, bis die Fahrzeuge ausgeliefert werden, lässt sich noch nicht sagen. Allzu lange wird es sicherlich nicht dauern, so dass sich die zusätzliche Wartezeit vermutlich nur auf ein paar weitere Tage belaufen wird.

Einen Imageschaden wird Porsche aufgrund des Vorfalls bestimmt nicht verzeichnen. Immerhin hat der Sportwagenhersteller umgehend reagiert und auch die Öffentlichkeit in Kenntnis gesetzt. Einige Automobilhersteller hätten mit Sicherheit anders reagiert. Außerdem ist ja nicht die gesamte Modell-Palette betroffen. Schon deshalb nicht weil, weil der Boxter nicht in Zuffenhausen, sondern in Finnland gebaut wird. Der Fertigung des Porsche Cayenne erfolgt in Leipzig.

Normal Benzin bald nur noch Geschichte?

Abgelegt unter: News — Christel at 2:37 pm on Mittwoch, Januar 30, 2008

Aral macht den Anfang. Und schafft das Normal Benzin, auch Niedrigoktan Benzin genannt, ab. Erst zog der Mineralölkonzern die Preise für Normal dem Preis für Super gleich, nun soll das Normal Benzin ganz wegfallen. Aral macht wieder einmal den Anfang - und es werden wieder einmal andere folgen. Der Marktführer hat so die Nase vorn. Und ist wieder mal in aller Munde. So kann man sich auch Geld für die Werbung sparen. Aber ich frage mich: Was machen die Autofahrer, die bis dato nur Normal Benzin tanken? Ein plötzlich anders betanktes Fahrzeug macht meist Mucken, da es die Umstellung oft erst gar nicht verträgt.

Noch ist der Tag der Wahrheit nicht genannt. Aber er wird kommen. An den 2 400 Tankstellen von Aral in Deutschland. Interessant dabei ist der Fakt, dass die großen Inhaber der Tankstellen wie Aral, Esso und Shell, um nur einige zu nennen, schon lange hinter vorgehaltener Hand über die Abschaffung des Niedrigoktan Benzins nachdenken. Die Kosten für den Kauf auf dem internationalen Markt sind im Laufe der letzten Jahre zeitweise sogar teurer gewesen als die Anschaffung von Super Benzin für den Weiterverkauf an die tankenden Fahrzeuginhaber. Außerdem hat dies auch praktische Gründe. Es müssen weniger Tanks betrieben werden, die Kosten für getrennte Anlieferung und auch getrennte Betankung der Tanks fällt auch weg. Schlicht und ergreifend wird es also günstiger für Aral und Konsorten. Es bleibt nur die Frage offen: Geben die Mineralölkonzerne diese Ersparnis dann auch an die Autofahrer weiter? Oder wird einfach nur mehr Gewinn verbucht zu Ungunsten derer, die lange Normal Benzin getankt haben, weil es einfach günstiger war?

Also bleibt bald nur noch zu sagen: Vorbei die schöne Zeit, Normal Benzin muss gehen. Und, so traurig es auch klingt, es gibt (wohl) kein Wiedersehen …

Schlechte Auftragslage bei Karmann kostet hunderten Mitarbeitern den Job

Abgelegt unter: News — Andre at 1:11 pm on Dienstag, Januar 8, 2008

Bei Karmann ist es schon längst nicht mehr fünf vor zwölf. Der Autozulieferer, der schon im Oktober die Entlassung von Mitarbeitern angekündigt hatte, reagiert jetzt auf die schlechte Auftragslage bei der Fertigung von Komplettfahrzeugen. 580 Stellen am Stammsitz Osnabrück fallen im Januar weg. 500 sollen betriebsbedingt gestrichen werden, 80 durch eigene Kündigungen oder Pensionierung. Bei der Suche nach neuer Arbeit soll eine Transfergesellschaft helfen. Zudem sei eine Abfindung vereinbart worden.

Das größte Problem, unter dem Karmann schon seit einiger Zeit zu leiden hat, ist der Mangel an neuen Aufträgen. Nischenmodelle, deren Produktion von den Kfz-Herstellern bislang ausgegliedert und von Firmen wie Karmann übernommen wurde, werden vermehrt wieder selbst gebaut. Für das Osnabrücker Unternehmen heißt das: Es gehen noch mehr Arbeitsplätze verloren. Im Herbst endet der Auftrag für das Audi A4 Cabrio. Dann könnten von 1000 nur noch 100 Stellen im Werk Rheine übrig bleiben. Ähnlich sieht es in Osnabrück aus. Hier hat man noch bis 2009 Arbeit durch den Mercedes CLK. Danach sieht es mau aus. Und die Suche nach neuen Aufträgen erweist sich als schwierig. In Zahlen ausgedrückt: Im Herbst droht 1700 weiteren Menschen der Verlust ihrer Arbeit.