Weg mit den Duftbäumchen
Sie hängen am Rückspiegel, werden in den Ablagen an den Türen gehortet oder fristen ihr Dasein im Handschuhfach: Duftbäumchen. Sie gibt es in allen Farben, mit den unterschiedlichsten Düften und längst nicht nur als langweilige Tanne. Doch gleich, ob man sich für den Klassiker, eine leichtbekleidete Dame oder doch den runden Fußball entscheidet. Der vermeintliche Geruchskiller sollte so schnell wie möglich aus dem Auto verschwinden.
Denn abgesehen von der Fähigkeit, abgestandenen Zigarettenrauch zu übertünchen, haben Duftbäumchen eine weitere Eigenschaft. Sie machen krank. Der Deutsche Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte bezeichnet sie gar als „Krebs Turbo“. Ist Rauchen an sich schon ein gesundheitsgefährdendes Laster, werden die Risiken dank der dünnen, parfümierten Scheibchen noch verstärkt. Die Gase, die von ihnen ausgehen, binden die Feinstaub-Partikel des Rauchs und erleichtern es ihnen, sich im Körper abzusetzen.
Statt also ein Bäumchen vor der Nase baumeln zu haben, raten die Experten dazu, das Fahrzeug öfter zu lüften. Dass es zudem gut wäre, mit dem Rauchen aufzuhören, muss nicht extra erwähnt werden. Die gleiche Gefahr, die von den Dufthelfern ausgeht, bergen auch Duftkerzen, Öllampen, Laserdrucker, Computer und teils auch neue Teppichböden. Letztere sind im Auto zwar nicht relevant, doch schon das Rauchen sorgt dafür, dass der Wagen an Wert verliert. Darüber sollte man sich auch Gedanken machen, wenngleich die Gesundheit an erster Stelle stehen sollte.
