KFZ-Blog :- Automobiles ungebremst

Von Autos und anderen Mobilen

Der 10millionste Opel Astra lief in Bochum vom Band

Abgelegt unter: Autos, Geschichte, Events — Christel at 1:10 pm on Donnerstag, Mai 15, 2008

Es ist eine Zahl, die einem das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt. 10 Millionen, 10.000.000 produzierte Opel Astra. Allein letztes Jahr wurden über 500.000 neue Fahrzeuge des Vorzeigeautos zugelassen. Hier wurde ein Fahrzeug einwickelt, das in die Dimensionen des Opel Kadett vorgedrungen ist und zu einem inzwischen würdigen Nachfolger wurde. Der 10millionste Opel Astra war übrigens ein lichtsilberfarbener Astra Caravan 1.7 CDTI und rollte nun am 14. Mai vom Band.

Ein historischer Moment ist dies im Jahr der Rekorde und Jubiläen für die Autobauer aus deutschen Landen. Auch das Eingeständnis von General Motors Europa zum Opel-Werk in Bochum und die finanziellen Investitionen dort zeigen in Richtung Zukunft. (Wir haben kürzlich an gleicher Stelle darüber berichtet). Es werden von GM Europa 650 Millionen Euro in das Werk in Bochum und in die Entwicklung zukünftiger Generationen der Kompaktklasse investiert werden.

Den 10.000.000sten Opel Astra fuhr übrigens Silke Rottenberg, ihres Zeichen deutsche Nationaltorfrau, zweifache Weltmeisterin und zweifache Gewinnerin des DFB-Pokal mit dem 1. FFC Frankfurt vom Band. Dies geschah im Beisein von Jürgen Rüttgers, dem Ministerpräsidenten von NRW und zeigt die Bedeutung dieses Ereignisses. In Bochum wird auch die nächste Generation des Opel Astra produziert werden. Es geht also voran mit großen Schritten in eine hoffnungsvolle Zukunft, wie es scheint.

Der Chef von Opel, Hans H. Demant sagte dazu bei der Feier des 10millionsten Opel Astra: “Der Astra ist ein Synonym für Opel und die Tradition der Marke. Sein Erfolg belegt auch unsere lange Erfahrung im Kompaktsegment, in der Opel als Pionier bereits seit 1936 mit dem 1. Kadett präsent ist. . “Der Astra verkörpert unsere Marke, mit markantem Design, Vielseitigkeit sowie moderner Technologie, die dem Kunden Nutzen bringt – und es ist ein Auto, das Fahrspaß vermittelt”.

Und wie begann alles? Mit einem magmaroten Astra Caravan, der als erster vom Band lief in Bochum. Das war am 12. August des Jahres 1991. Wenn man bedenkt, dass das nun mal gar nicht sooo lange her ist, ist der Rekord ein noch größerer Erfolg für die Autobauer von Opel. Gefahren wird er inzwischen in fast 80 Ländern in der ganzen Welt und findet immer neue Liebhaber. Das zeigte sich auch in China, in dem der Astra GTC als modischer Trendsetter unter den Importfahrzeugen, dem “Most Fashionable Vehicle” des vergangenen Jahres ausgezeichnet wurde.

Interessant ist, dass es die erste Generation des Astra war, die zur meistverkauften Opel-Serie aller Zeiten wurde. Die 4,13 Millionen dieser Serie, die vom Band gelaufen waren, waren noch ein größerer Rekord als der vorherige Halter des Rekords, der Kadett E, der 3,8 Millionen mal produziert worden war in den Jahren 1984 bis 1991 und damit unmittelbar vom Opel Astra abgelöst wurde. Doch auch die zweite Generation kam mit großen Zahlen daher. Im Frühjahr des Jahres 1998 lief der erste Astra der nächsten Generation vom Band, und das 3,8 Millionen Mal. Diese Serie wird übrigens immer noch in Polen produziert, im Werk in Gliwice. Im März 2004 kam dann die neue, die dritte Generation des Astra auf den Markt und scheint ihren Vorgängern folgen zu wollen in Bezug auf die Produktionszahlen. In den gut vier Jahren, seit der erste „neue“ Opel Astra vom Band lief, wurde dieser inzwischen schon 1,9 Millionen Mal verkauft.

Diese Zahlen und die Planungen für die Zukunft, die Opel in Angriff genommen hat und über die wir bereits berichtet haben, bringen sehr viel Optimismus mit. Und dieser Optimismus ist sicher auch durchaus berechtigt. Und wir dürfen gespannt sein auf die nächste Generation des Astra, die wohl auch in den Startlöchern stehen wird in den nächsten Jahren. Wann sie kommen wird, ist noch nicht klar, wo sie produziert werden wird schon. In Deutschland, im Werk Bochum, das sicher in eine gute Zukunft mit dem Opel Astra geht.

Opel feiert Jubiläum – 30 Jahre Senator und Monza

Abgelegt unter: Autos, Geschichte — Christel at 11:14 am on Montag, Mai 5, 2008

Nicht ganz so viele Jahre auf dem Buckel wie der Land Rover haben die Fahrzeugmodelle Senator und Monza von Opel. Aber 30 Jahre sind kein Pappenstiel, auch nicht in der Geschichte der Automobile. So hat neben dem BMW mit dem M1 auch Opel in diesem Jahr ein großes Jubiläum zu feiern.

Im Frühjahr des Jahres 1978 brachte Opel seine neuen Modelle Senator und Monza auf den Markt und nannte sie damals eine “Synthese von Komfort, Leistung und Raumökonomie”. Dabei waren beide Fahrzeugmodelle völlig unterschiedlich angelegt und auch auf ganz verschiedene Zielgruppen von Käufern ausgelegt. Während das Monza Coupé voll in Richtung Sportwagen ging, als Limousine mit der Leistungsstärke eines sportlichen Fahrzeugs, ging es beim Opel Senator um die Eleganz und den Komfort der Limousine.

Die beiden Fahrzeugmodelle brachten auch eine Innovation des Fahrwerks mit, zum ersten Mal in der Geschichte der Automobile waren die Hinterräder einzeln aufgehängt. Außerdem sorgten die McPherson-Federbeine, die vorne angebracht waren und die Schräglenker hinten für eine neue Art und Weise der Fahrsicherheit und auch für eine solch starke Bodenhaftung, die bis dato nicht möglich gewesen war.

Der Opel Senator wird schnell zu einem Liebling der Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Sport. Allen voran fährt damals auch Max Schmeling, DIE deutsche Legende des Boxsports schlechthin, dieses Fahrzeug, das nicht nur von der Ausstattung her einiges hermacht.

Im Jahre 1982 kommt es zu einem Facelift des Opel Senator. Bis dahin wurde das Fahrzeug annähernd 70.000 Mal verkauft. Das Monza Coupé fand nicht ganz so viele Abnehmer, dennoch ging es damals über 27.000 Mal vom Händler in den Besitz eines neuen Fahrzeughalters über. Beide Modelle haben damals überzeugt mit ihrem aerodynamischen Design und ihrer sehr schnellen Beschleunigung. Als Fahrzeuge, die schnell und für die damalige Zeit jedoch erstaunlich sicher auf der Straße unterwegs waren, haben sie in jenen Tagen nicht nur deutsche Autofahrer überzeugt.

Heute engagiert sich General Motors, der Eigentümer von Opel wieder in der Entwicklung neuer Modelle. Auch im Bereich der Elektromobile wird fleißig geforscht und ausprobiert (wir haben bereits für Sie darüber berichtet!). Opel zeigt sich wieder ganz vorne wenn es um die Zukunft des Automobils geht. Denn die Zukunft ist hier immer die Fortführung der erfolgreichen Vergangenheit. Zumindest im Falle von General Motors und Opel.

Und auch BMW feiert – 30 Jahre BMW M1

Abgelegt unter: Autos, Geschichte — Christel at 7:10 am on Montag, Mai 5, 2008

Als wäre es erst gestern gewesen. So ist es zumindest mit jenem Tag in meiner Erinnerung, an dem ich den ersten BMW M1 meines Lebens ganz real zu Gesicht bekam. Ich besserte damals mein Taschengeld auf mit dem Verteilen einiger kleiner Prospekte und kam dabei auch in die Gegend meiner Kleinstadt, in der die Wohlhabenden jener Zeit lebten. Und da sah ich ihn zum ersten Mal in meinem Leben. Einen roten BMW M1, ein Auto, das ich bis dahin nur ein paar Mal im Fernsehen gesehen hatte. Ganz schüchtern lief ich mit meinen jungen Jahren um das Fahrzeug herum, und ganz vorsichtig, aus Angst, dabei gesehen zu werden oder das wundervolle Auto möglicherweise irgendwie zu beschädigen.

Dieser Tag ist nun bald 30 Jahre her. Denn genau so alt ist er nun geworden, der BMW M1, ein Fahrzeug, mit dem eine neue Ära der Automobilgeschichte begann. Und nur wenige Wochen, nachdem der erste BMW M1 vom Band gelaufen war, ist er mir in meinem damals noch jungen Leben über den Weg gelaufen. Vieles vergisst ein Mensch im Laufe der Jahre, aber diese Begebenheit habe ich bis heute niemals vergessen können. Längst lebe ich nicht mehr in der kleinen Stadt von damals, und vielleicht ist der M1 von damals längst auf irgendeinem Schrotthaufen gelandet. Aber so wurde ein Teil der Automobilgeschichte zu meiner eigenen, ganz persönlichen Geschichte …

Innerhalb des Concorso d’Eleganza Villa d’Este 2008 zeigte die BMW Group Design noch einmal eine Reihe des BMW M1. Kaum ein Fahrzeug der gehobenen Preisklasse wurde zu einem solch legendären Automobil wie der M1. Der Supersportwagen war damals ein Traum für schnelle Autofahrer. Nicht viele konnten sich ihn leisten, aber was immer blieb, war der Traum, eines Tages selbst einmal ein solches Fahrzeug lenken zu dürfen.

Geschaffen wurde der BMW M1 damals von Giorgio Giugiaro. Es war ein Auto, für das kein Superlativ zu groß, zu hoch war. Es war ein Rennwagen, das dennoch auch fahrbar war auf den normalen Straßen unseres Landes. Die Bayerischen Motoren-Werke haben sich mit diesem Fahrzeug selbst ein Denkmal gesetzt vor nunmehr 30 Jahren. Kein anderer BMW erreichte danach noch einen solch breitenwirksamen Bekanntheitsgrad wie der M1.

Nun hat das Design-Team von BMW eine Studie erstellt, den BMW M1 Hommage, der angelehnt ist an den M1. Und die Designstudie ist es wirklich, eine Hommage an DAS Fahrzeug der 70er Jahre. In ihr wird die Tradition der Vergangenheit von BMW vereint mit der Kraft der Innovation der Zukunft. Ein sehr spannendes Unterfangen, welches sich das Designteam der BMW Group da auf die Fahnen schreibt. Die Zukunft hat wieder einmal begonnen. Ich freue mich darauf!

Landrover Defender – das Ende einer Legende

Abgelegt unter: Autos, Geschichte — Jochen at 3:56 pm on Mittwoch, April 16, 2008

Erst in der vergangenen Woche wurde hier Blog über die Editionsmodelle von Landrover (Edition 60yrs) berichtet. Eines dieser Modelle ist der Defender „Editions 60yrs“. Wie vorgestern auf Spiegel Online zu lesen war, soll die aktuelle Version des Defenders auch gleichzeitig die letzte gewesen sein. Schon in ein paar Jahren soll die Produktion des legendären Geländefahrzeugs eingestellt werden. Als Hauptgrund gibt Landrover an, dass der Defender schlichtweg in die Jahre gekommen sei. Auch wenn das Fahrzeug immer wieder überarbeitet wurde, so entspricht es in mehrfacher Hinsicht einfach nicht mehr dem aktuellen Stand.

So müssen sich Defender-Fahrer zum Beispiel damit abfinden, dass ihr Fahrzeug nicht schneller als 130 km/h fährt. Übrigens hat es den Anschein, dass die Fahrer so einiges über sich ergehen lassen müssen. Im Defender soll es sehr eng sein und die Federung ist alles andere als weich: Man muss nicht zwingend durch unbefestigtes Gelände fahren, um ordentlich durchgeschüttelt zu werden – es reicht schon, über ältere Straßen fahren, um dieses Gefühl zu erleben. Und auch bei Kurvenfahrten wird den Fahrern einiges abverlangt: Dank der fehlenden Servolenkung gilt es bei Fahrten durch enge Kurven das Lenkrad gut festzuhalten und ordentlich zu kurbeln.

Doch trotz all seiner Unannehmlichkeiten hat der Landrover Defender Kultstatus erlangt. Es gibt viele Fans – vom Landwirt bis zum Großstadtcowboy – die kein anderes Auto mehr fahren möchten. Es ist schlichtweg seine Widerstandsfähigkeit, die den Defender zur Legende gemacht hat. Ganz egal wie man einen Defender auch behandelt: Er ist einfach nicht kaputt zu bekommen. Vermutlich gibt es kein anderes Fahrzeug, das so widerstandsfähig ist und über Jahrzehnte hinweg gefahren werden kann.

Aus diesem Grund können es auch viele Menschen nicht nachvollziehen, weshalb die Produktion des Defenders eingestellt werden soll. Für alle Fans, die einmal im Leben einen neuen Defender besitzen möchten, bedeutet das, möglichst bald zuzuschlagen. Es muss auch nicht das mehr als 40.000 Euro teure Editionsmodell sein - wer sich mit einem einfach ausgestatteten Defender zufrieden gibt, ist ab ca. 26.000 Euro mit dabei.

Ein Vierteljahrhundert Peugeot 205

Abgelegt unter: Autos, Geschichte — Christel at 1:44 pm on Freitag, März 21, 2008

Er wird dieses Jahr 25 Jahre alt, der kleine 205 des französischen Autoherstellers Peugeot. Angepriesen wurde er als ein ganz großer: “sacré numéro”, eine „große Nummer“. Und das war er auch, der Kleinwagen, den viele Autofans in ihr Herz schlossen. Auch wenn viele Fahrzeuge aus französischer Autobauer-Hand oft als sehr kompliziert unter der Motorhaube galten und auch noch gelten – der Peugeot 205 schien das Auto zu sein, auf das vor 25 Jahre gewartet worden war.

Auch heute noch ist er ein beliebtes Fahrzeug bei den Fans von Youngtimer-Automobilen. Deshalb hat sich Peugeot selbst dazu entschlossen, auf der in wenigen Tagen beginnenden Techno Classica in Essen - von der wir bereits im Vorfeld berichtet haben – den Fans des Kleinen aus Frankreich einige Ausstellungsstücke zu präsentieren. Auch wenn die Produktion des Peugeot im Jahre 1998 ihr Ende fand, so war es doch ein Fahrzeug, welches der Autowelt einen neuen Rekord bescherte.

So wurden in den Jahren von 1983 bis zum Produktionsende 1998 fast 5,3 Millionen Fahrzeuge des Peugeot hergestellt. Eine Zahl, die wirklich Zeichen setzte in einer inzwischen manchmal auch recht schnelllebigen Welt der Automobile. Sechs Modelle stellt Peugeot nun in Essen aus, ein Leckerbissen für jene Fans, die auf die Techno Classica wollen, die ja immerhin als die größte Oldtimermesse in ganz Europa gilt.

Ausgestellt werden die Kleinen, die ganz große Nummern sind, in der Halle 4, in der die französischen Automarken ihren Platz finden werden. Auf 234 Quadratmetern Fläche, auf dem Stand 4.0 104) werden die sechs Varianten des Peugeot für die Autoliebhaber zu sehen sein. Zwei davon sind die besonderen Leckerbissen der Ausstellung dieses geschichtsträchtigen Peugeot 205: Ein 205 Turbo 16, der nur 200 Mal vom Band lief als Straßenversion, ausgestattet mit einem 200 PS Turbomotor (147 KW). Außerdem die Version des 205, die auf den Rallyestrecken der Welt unterwegs war und mit der Michèle Mouton, eine sehr bekannte Französin, im Jahre 1986 die Deutsche Rallye-Meisterschaft für sich entscheiden konnte.

VW Käfer - ein Auto auf Lebenszeit

Abgelegt unter: Autos, Geschichte — Jochen at 1:28 pm on Dienstag, Februar 5, 2008

Vorgestern war in der Welt online ein besonders interessanter Bericht zu finden. Er handelt von einem Mann, der sein ganzes Leben lang ausschließlich einen einzigen Pkw besessen hat. Das mag sich zunächst nicht besonders spannend anhören, jedoch ist anzumerken, dass er dieses Auto nahezu durchgehend benutzt hat. Üblicherweise kommen unsere Fahrzeuge auf eine Nutzungsdauer von ca. 15 Jahren - doch dieser VW Käfer hat diesen Zeitraum um ein Vielfaches überschritten.

Den Käfer kaufte der Mann während seiner Studienzeit einem Kommilitonen ab. Auf das Fahrzeug mit dem Baujahr 1958 sollte noch einiges zukommen. Insgesamt brach sein Eigentümer nämlich zu 13 Reisen auf, die beide in alle Herrenländer führten. Ganz egal ob Polarkreis oder Sahara: Der Käfer mit 30 PS Motorisierung musste sich nicht nur über asphaltierte Straßen, sondern auch durch Sand, Eis und Schnee kämpfen.

Üblicherweise hatte ein Käfer dieses Baujahrs eine durchschnittliche Laufleistung von 80.000 Kilometern. Sein Besitzer jedoch – ein studierter Maschinenbauingenieur – hat das Fahrzeug stets gepflegt und gewartet. So kam es, dass mit dem Käfer insgesamt 315.679 Kilometer zurückgelegt wurden. An dieser Entfernung gemessen hat der Kleinwagen unseren Planeten mehr als siebenmal umrundet.

Zu guter Letzt stand er mehrere Jahre lang in einer Garage, wo er ursprünglich auf seine letzte Auslandsreise vorbereitet werden sollte. Doch aus privaten bzw. familiären Gründen wollte der Besitzer die Reise nicht mehr antreten. Im Alltag nutzte er den Käfer nicht mehr, weil er auf das Fahrrad umgestiegen ist.

Als der VW Konzern von diesem Fahrzeug hörte, stand schnell fest, dass dieser Ausnahme-Käfer der Welt nicht vorenthalten werden darf. Deshalb wurde er in die Autostadt Wolfsburg überführt, wo er jetzt täglich von zahlreichen Besuchern bestaunt wird.

Auf Wiedersehen, Dakar?

Abgelegt unter: Geschichte, Motorsport, Events — Christel at 11:04 pm on Sonntag, Februar 3, 2008

Es waren noch Zeiten, als die Rallye Dakar noch Paris - Dakar hieß. Damals erregte sie nicht nur durch spektakuläre Unfälle die breite Masse der Öffentlichkeit, sondern auch und vor allem durch die gezeigte Fahrkunst. Dann wurde aus der Rallye Paris - Dakar die Rallye Dakar. Die öffentlichkeitswirksame Zeit war vorbei, trotz der vermehrt hinzugekommenen Fernsehsender. Oder vielleicht gerade weil das Angebot an Geschwindigkeitsrekorden so groß ist, verlor die Rallye Dakar immer mehr an Aufmerksamkeit. Auch in Deutschland und trotz der Teilnahme einer Jutta Kleinschmidt. Die Fernsehsender erkannten bald, dass mit dieser Rallye, die ihre besten Tage hinter sich hat, kein Blumentopf zu gewinnen ist.

In diesem Jahr nun wurde sie abgesagt, die Rallye Dakar, vor dem Hintergrund der Unruhen, die derzeit in Kenia herrschen. Eine weise Entscheidung, nicht nur aus Sicherheitsgründen, wie ich finde.

Kurz nach der Absage der diesjährigen Rallye kommt nun der Paukenschlag. Aus der Rallye Dakar wird eine „Dakar-Series“. Dakar spielt keine Rolle mehr in den zukünftigen Planungen der Macher der Rallye Dakar, der ASO (Amaury Sport Organisation). Man will nun Osteuropa bewandern, durchfahren, für sich entdecken. Und neue Plätze finden. Das ist das Ende einer großen Rallye Ära, und egal, wie staubig die Straßen und Wege in Afrika waren, so war es doch etwas ganz Besonderes. Wenn es am Schluss auch nicht mehr viele interessierte, so war die frühere Rallye Paris Dakar doch ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte des Automobils. Eine Geschichte, die nun zu Grabe getragen wird.

Denn auch wenn die neu geplante Veranstaltung „Dakar-Series“ heißen wird, so ist es dennoch nicht mehr das Gleiche wie früher. Eine neue Zeitrechnung hat nun begonnen, im Jahre 1 nach der Rallye Dakar.

Am 4. und 5. Februar wird das neue Konzept vorgestellt, exakt vier Wochen nach dem Tag der Absage und des Abschieds von der Rallye Dakar. Sie wird wohl nicht mehr wiederkommen, schade.

Ein Mercedes wird versteigert

Abgelegt unter: Autos, Geschichte — Christel at 2:17 pm on Samstag, Februar 2, 2008

Es ist ein Mercedes, der Geschichte gemacht hat. Der vor 41 Jahren gebaute Mercedes 600 aus der Baureihe W100 gehörte zum Fuhrpark des Kreml-Chefs Breschnew , der von 1906 – 1982 lebte. Vor 40 Jahren war das Fahrzeug auf den KGB, den russischen Geheimdienst, zugelassen gewesen. Ob Leonid Iljitsch Breschnew tatsächlich mit dem Fahrzeug fuhr, ist nicht verbrieft. Dennoch ist es ein Auto, welches zu einem Stück Geschichte dieser Welt gehört. Und genau dieses Fahrzeug wurde nun versteigert.

Mit 250 PS und einer Minibar ist das schöne Gefährt unterwegs gewesen. Und besitzt neben massiven Stoßstangen aus Chrom und einem Schiebedacht ein Holzfurnier im Innenraum, welches diesen Mercedes 600 noch eine Spur teurer gemacht hat. Das Auto hat 90 000 Kilometer auf dem Buckel und bringt außerdem senkrechte Lampen und ein Automatikgetriebe mit.

Das Fahrzeug, das luftgefedert ist, wurde damals, im Jahre 1966, in einer Dauer von 11 Wochen mit der Hand gefertigt. Und kam dann in die Sowjetunion, in die Dienste des Obersten des Kremls, Breschnew.

Zur Auktion kam das Fahrzeug durch das Finanzamt Potsdam, welches den Mercedes des KGB auf der Auktionsseite des Zolls anbot. Den Zuschlag bekam schließlich das Höchstgebot von 103 600 Euro. Der Bieter, der unbekannt ist, und von dem nur ein Nickname (ein selbst gewählter Name für Tätigkeiten im Internet, wie zum Beispiel in Chatrooms oder bei Auktionshäusern) bekannt ist, lag damit nur knapp unter dem Schätzwert von 105 000 Euro. Interessant war, dass es in den letzten Minuten vor dem Ende der Auktion zu einer „Gebotsschlacht“ kam um das Höchstgebot für den Mercedes 600 des Kremls. Dies bestätigte ein Sprecher des Potsdamer Finanzministeriums.

Wo das Fahrzeug des Herrn Breschnew letztlich landen wird, weiß keiner. Ob es in Deutschland bleibt, oder irgendwo anders hin verschifft oder transportiert wird, ist unklar. Selbst die Tatsache, ob der Höchstbietende der Käufer selbst oder nur ein Strohmann des eigentlichen Käufers ist, weiß keiner. Das Mysterium um den handgefertigten Mercedes 600 aus der Baureihe W 100 geht also weiter, und führt damit die Geschichte fort, die schon zu Beginn seiner Dienstjahre auf ihm lag.

Der Schneewittchensarg von Volvo

Abgelegt unter: Autos, Geschichte — Andre at 8:07 pm on Freitag, Januar 25, 2008

Es gab Zeiten, da wurden Autos nicht ausschließlich nach den Ergebnissen von Windkanaltests gestaltet. Reine Ästhetik und ein Stückchen Pragmatik prägten das Design. Beim Volvo P1800 ES etwa, einem Kombi-Coupé mit Steilheck, war die Vorgabe ganz einfach: In den Wagen musste problemlos eine komplette Golfausrüstung passen. Warum? Weil der amerikanische Markt zu diesem Zeitpunkt genau nach solchen Fahrzeugen verlangte. Jan Wilsgaard setzte die Idee um und schuf einen Klassiker, der von 1971 bis 1973 produziert wurde.

Lange hat es nicht gedauert und der Volvo war weniger unter seiner Modellbezeichnung P1800 ES bekannt, sondern unter dem Spitznamen, den ein Redakteur der “Auto Motor und Sport” ihm gab: Schneewittchensarg. Der Titel passt. Denn das Auto verfügt über sehr große Seitenscheiben. Das alleine machte den Volvo noch nicht zu etwas Besonderem. Den Ausschlag gab die ganz aus Glas bestehende Heckscheibe. So erinnerte der Volvo ein wenig an den gläsernen Sarg, in den die sieben Zwerge Schneewittchen betteten. Da das Wortspiel Sarg im Zusammenhang mit einem Auto eher negativ aufgefasst wurde, liefen nur sehr wenige 1800 ES vom Band. 8077 Schneewittchensärge wurden produziert.

Teilweise war auch der Preis für die magere Nachfrage verantwortlich. 26.150 Mark bzw. über 5.000 US-Dollar kostete der Wagen 1973. An Leistung brachte er 124 bzw. 115 PS in der für die USA bestimmten Variante. Damit kam der Volvo auf bis zu 190 km/h und schaffte es von null auf einhundert in 10,8 Sekunden bei einem Verbrauch von bis zu 14 Litern. Auf Trab gebracht wurde der 1800 ES von einem Viergang-Getriebe mit Overdrive. Technisch hat sich in den vergangenen Jahren sicherlich viel getan. An der Optik des Schneewittchensargs hat Volvo aber anscheinend Gefallen gefunden. Ein wenig erinnert die Heckpartie des C30 an die seines 70er-Jahre-Vorgängers.

Hot Wheels flitzen seit 40 Jahren durch die Kinderzimmer

Abgelegt unter: Autos, Geschichte — Andre at 2:32 pm on Mittwoch, Januar 23, 2008

Die meisten Jungen und vielleicht auch einige autovernarrte Mädchen werden sie in ihren Spielzeugkisten haben: Modellautos der Serie „Hot Wheels“ von Mattel. 40 Jahre gibt es die kleinen Flitzer jetzt, die nicht nur Kinder, sondern Sammler in der ganzen Welt begeistern. Zum Jubiläum werden 40 neue Mini-Autos auf den Markt gebracht plus sieben Sondermodelle, die allerdings den Kunden in den USA vorbehalten bleiben.

Zu verdanken haben die Fans die Fahrzeuge im Maßstab 1:64 einem der Gründerväter von Mattel, Elliott Handler. Die Spielzeugautos, die seine Enkel hatten, waren ihm zu lahm. Selbst mit richtig viel Schwung kamen sie nicht richtig voran. Das wollte Handler ändern und nutzte die Chane, als eine Metallgussfirma zum Verkauf stand. An seine Seite holte er sich Jack Ryan, der vorher als Raketeningenieur gearbeitet hatte, und Autodesigner Harry Bradley. Mit Musiksaiten in Plastiklagern machten sie die „Hot Wheels“ zu richtig schnellen Autos. Für die Optik wurde die Formen auf Hochglanz gebracht und transparenter Lack verwendet. Um die kleinen Autos von der Konkurrenz abzuheben, erhielten die Räder noch einen roten Streifen, der allerdings nur 1977 Bestand hatte und heute entsprechend gesucht ist.

Sammler zahlen fast schon Unsummen für die echten Raritäten. 72.000 Dollar für einen VW Bulli mit Surfbrett sind der bislang höchste Betrag, bei dem auf einer Auktion der Zuschlag erteilt wurde. Kein Wunder, dass viele Autos in der Originalverpackung aufgehoben und gar nicht erst zum Spielen genutzt werden. Schade eigentlich, denn es ist ein Spielzeug. Fünf Millionen davon werden alleine in Deutschland jährlich verkauft. Insgesamt wurden schon drei Milliarden Autos produziert. Es gibt 800 Modelle in 11.000 Varianten. Viel Arbeit für jemanden, der jetzt anfangen möchte zu sammeln.

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