KFZ-Blog :- Automobiles ungebremst

Von Autos und anderen Mobilen

Das scheue Wesen des neuen Jaguar XF

Abgelegt unter: Autos — Thorsten at 11:05 am on Freitag, Juli 18, 2008

Wird der neue Jaguar XF seltener auf den Straßen zu sehen sein, als Nessi - das sagenumwobene Ungeheuer, das im schottischen See Loch Ness wohnen soll? Wenn es so wäre, dann könnte das auch daran liegen, dass sich Jaguar mit seinen werblichen Aktivitäten für diese neue edle Raubkatze zur Zeit noch auf dem Fernsehsender n-tv verbirgt.

Zur Zeit findet ein vierwöchiges Jaguar-XF-Special auf n-tv und www.ntv.de statt. Es laufen dort 20-Sekünder im TV-Programm des Nachrichtenkanals, die auf das Special im Internet verweisen. Wer auf der n-tv-Startseite den Menüpunkt Auto anklickt - und dann im Untermenü auf den Menüpunkt Jaguar XF Special klickt (der freundlicherweise mit einem kleinen W - wie Werbung - gekennzeichnet ist), landet im besagten Special. Ehrlich gesagt: Ganz schön - aber auch ganz schön schwer zu finden. Den Yeti findet man vermutlich leichter.

Aber egal: Wenn man erstmal dort gelandet ist, der kann sich ganz den XF-Akten über das neue Modell vom Wildkatzen-Produzenten widmen. Gezeigt wird auch der neue Jaguar-Spot, der eben zur Zeit noch exklusiv auf n-tv läuft. Natürlich ein kerniger Mann am Steuer und eine tolle Frau auf dem Beifahrer-Sitz. Zwischendurch wird auch mal getanzt. Weiß jemand, welches Musikstück im Hintergrund läuft?

Ziel der Aktion auf n-tv ist übrigens, dass sich möglichst viele Internet-Besucher für eine Probefahrt anmelden. Ein Klick führt auf eine erfreulich leere Seite: Nur die E-Mail-Adresse wird gefordert. Doch leider folgt nach dem Eintrag, ein gigantisches Formular, das wohl niemand gerne ausfüllen wird. Obwohl sich die Mühe lohnen würde.

Denn der neue Jaguar XF macht wirklich viel her: Von vorne sieht dieses neue Gefährt wirklich raubkatzengleich aus - als wäre der Kopf eines leibhaftigen Jaguars abgegossen. Wer den neuen XF im Rückspiegel entdeckt, muss wohl zwangsläufig auf die rechte Spur wechseln. Was dann vorbeirrauscht, ist auch unbedingt sehenswert: Ein elegantes Geschöpf, dass wirklich Sportwagen-Styling und Leistung mit Komfort, Eleganz und Geräumigkeit einer Luxuslimousine kombiniert - oder wie Jaguar selbst sagt: “Der XF nimmt die Jaguar-Philosophie auf, schöne, schnelle Autos zu bauen und definiert ein neues Fahrgefühl: den sportlichen Luxus.” Das sollte man einfach mal selbst bei einer Probefahrt erfahren.

Keine Autokrise: Leichenwagen-Bauer sind gut im Geschäft

Abgelegt unter: Autos — Jochen at 8:18 am on Freitag, Juli 18, 2008

Der Großteil der Autohersteller hofft auf bessere Zeiten: Steigende Spritpreise und eine anhaltend hohe Inflation sorgen dafür, dass der Absatz von Neufahrzeugen stark zurück geht – und alle Anzeichen deuten darauf hin, dass das Geschäft auch in Zukunft weiterhin rückläufig sein wird. Hinzu kommt, dass die Hersteller auch im Ausland weniger verkaufen – gerade in wichtigen Märkten wie zum Beispiel den USA.

Allerdings gibt es auch einige Hersteller und Autospezialisten, die sich diesem Trend entziehen können. Hierbei handelt es sich übrigens nicht nur um die Hersteller von Supersportwagen, sondern auch um Spezialanbieter wie zum Beispiel Leichenwagen-Bauer.

Erst kürzlich wurde auf „Spiegel Online“ ein interessanter Bericht zu diesem Thema veröffentlicht: Während die großen Autohersteller klagen, können die Leichenwagen-Bauer in gefüllte Auftragsbücher blicken. Getreu dem Motto: „gestorben wird immer“ geht es den Fahrzeugkäufern, den Bestattungsunternehmen, finanziell recht gut. Demnach ist die Nachfrage nach den Fahrzeugen, die ausschließlich für den Totentransport eingesetzt werden, entsprechend groß – die meisten Bestatter handhaben es wie der Großteil der Verbraucher auch: Das Fahrzeug wird einige Jahre gefahren und dann wieder durch ein Neues ersetzt.

Was die Auswahl an Leichwagen betrifft, so ist diese erstaunlich groß. Weil sämtliche Fahrzeuge Sonderanfertigungen sind, können die Bestatter mehr oder weniger frei wählen und selbst bestimmen, welches Fahrzeug zum Leichenwagen umgebaut werden soll. Allerdings kommt es vergleichsweise selten vor, dass sich die Karosseriebauer an neue Fahrzeugmodelle heranwagen müssen: In den meisten Fällen entscheiden sich die Bestatter für Altbewährtes. Vor allem die Mercedes E-Klasse genießt den Status eines Klassikers und wird deshalb sehr häufig nachgefragt.

Allerdings soll es auch in diesem Bereich der Automobilbranche gewisse Trends geben. Einer der führenden Leichenwagen-Bauer ließ im Interview verlauten, dass derzeit Fahrzeuge, die auf dem Ford Mondeo basieren, äußerst gefragt sind. Gründe, weshalb genau dieses Fahrzeugmodell derzeit so gefragt sei, gab er nicht an – allerdings kann man es sich schon fast denken: Im Vergleich mit der Mercedes E-Klasse ist der Mondeo eben doch ein wenig günstiger.

Bestes Halbjahr für Renault seit fünf Jahren

Abgelegt unter: Autos, Wirtschaft — Christel at 9:07 pm on Donnerstag, Juli 17, 2008

Mit 27 Prozent Plus aus dem ersten Halbjahr ging der Autobauer aus Frankreich in die zweite Hälfte des Jahres 2008. Seit 2003 hatte der Konzern nicht mehr so ein erfolgreiches Halbjahresergebnis liefern können. Mit 13.333 Neuzulassungen und starken Zuwächsen besonders für die Modellarten Twingo, Laguna und Scénic kann Renault hoch zufrieden sein und optimistisch durch das zweite Halbjahr dieses Jahres gehen. Der Zuwachs von 27,1 Prozent macht dem Autohersteller Hoffnung für die Zukunft, nachdem es erst nicht mehr so rosig aussah für den Automarkt im westlichen Europa. Auch der Anteil an Zulassungen von gewerblichen PKW konnte gesteigert werden. Hier gab es ein Plus von 3,85 Prozent in den ersten sechs Monaten dieses Jahres.

In fast allen Fahrzeugsegmenten wuchs der Anteil an Neuzulassungen. Hierbei legte der Twingo mit 1.391 Einheiten kräftig zu und konnte ein nicht unerwartetes, aber dennoch erstaunliches Plus von 164,64 Prozent vorweisen. Aber auch der Laguna legte stark zu und kam auf 1.336 Neuzulassungen, was einem Plus von 128,36 Prozent entspricht. Der Renaul Scénic kam auf 56 Prozent mehr an Erstzulassungen und damit auf 2.464 verkaufte und zugelassene Fahrzeuge. Aber auch die Modelle Modus, Clio und Kangoo konnten zulegen. Modus + 31,3 Prozent, Clio + 5,8 Prozent und Kangoo mit einem Plus von 4,9 Prozent.

Insgesamt lässt sich sagen, dass die Erwartungen von Renault übertroffen wurden. Hier ist aber ganz sicher noch Luft nach oben, zumal gerade der Twingo ein kleiner Wagen mit großem Können ist. Wenig Verbrauch, kein großer Platzbedarf beim Parken und dennoch ein enormer Platz im Kofferraum. Genau das richtige Fahrzeug also für den Stadtverkehr und kurze bis mittellange Strecken.

Europastart mit zwei 1,6-Litern – der neue Kia SOUL

Abgelegt unter: Autos — Christel at 8:43 pm on Donnerstag, Juli 17, 2008

Im Februar des nächsten Jahres kommt er in Europa auf den Markt, der neue Kia SOUL. Und bringt gleich zwei leistungsstarke und im Verbrauch hocheffiziente 1,6-Liter-Motoren mit. Der eine ein Diesel, der andere ein Benziner. So hat der Kunde freie Auswahl, was seinen persönlichen Fahrgeschmack betrifft. Mit vier Zylindern, 16 Ventilen und einer Nockenwelle, die oben liegt, geht der neue SOUL an den Start. Die Grundlagen für die beiden Triebwerke stammen übrigens von den Motoren des Kia cee´d, einem äußerst erfolgreichen Kompaktwagen. Der Kia SOUL wird jedoch nur in einer Variante angeboten werden, als Fünftürer mit Steilheck. Der Radstand liegt bei 2,55 m, die Länge ist 4,11 m bei einer Breite von 1,79 m ohne Einberechnung der Außenspiegel. Die Höhe liegt bei 1,61 m.

Seine Premiere feiert der neue Kia SOUL übrigens auf dem Pariser Autosalon, der vom 4. bis 19. Oktober dieses Jahres stattfinden wird. „Das Lifestyle-Modell bietet unglaublich viel Gestaltungsspielraum und steht für Individualität und Lebensfreude.“ sagt der Autohersteller Kia übrigens selbst über sein neues Fahrzeug. Spannend ist, wie schnell es ging von der Studie bis zur Premiere des Modells. Während sonst meist ein viel längerer Zeitraum zwischen beidem steht, geht Kia hier ganz andere Wege. Wurde die Studie erst in diesem Frühjahr vorgestellt, sowohl auf dem Genfer Autosalon als auch auf der AMI in Leipzig, so kommt nun das Fahrzeug gleich als Serienfahrzeug mit der Premiere nur wenige Monate später. Übrigens gab es drei verschiedene Design-Varianten, die vorgestellt wurden. Der neue Kia SOUL wird nun in enger Anlehnung an die vorgestellte Studie gebaut.

„Der neue Kia SOUL bietet besonders viel persönlichen Gestaltungsspielraum und spricht daher junge, aber auch jung gebliebene Menschen an. Durch die große Bandbreite an Ausstattungsmöglichkeiten, Zubehör und Farben kann man seinen Kia SOUL so individuell gestalten, dass er zum Spiegelbild der eigenen Persönlichkeit wird. Der Name SOUL ist somit wörtlich gemeint, denn jeder Kia SOUL hat eine eigene, einzigartige Seele. Die Serienversion löst kein bisheriges Kia Modell ab und kann so seinen kreativen Charakter voll entfalten“, schreibt der Hersteller selbst dazu. Eine zündende Idee vielleicht. Denn welcher Autoliebhaber, egal ob Luxuskarosse oder Kleinstwagen, möchte nicht ein Fahrzeug haben, das eine eigene Seele besitzt…

VW: 2000 Arbeitsplätze für USA - 50 für Deutschland!

Abgelegt unter: Autos, Wirtschaft — Thorsten at 7:44 pm on Mittwoch, Juli 16, 2008

VW wird immer globaler - während Deutschland mit den Brosamen abgespeist wird: 2000 Einwohner von Chattanooga im Bundesstaat Tennessee können sich freuen, weil VW dort für 1 Milliarde Euro ein neues Werk baut. In Wolfsburg dürfen sich 50 Beschäftigte freuen, weil VW dort - laut VW-Pressemitteilung - eine “…modern umgestaltete Produktionshalle für Kleinserien- und Sonderfahrzeugfertigung der Volkswagen Individual GmbH…” eröffnet hat. Kein Wort über das Geld, dass VW für diese “Mega-Investion” in die Hand genommen hat. Zwei VW-Pressemeldungen eines Tages, die sehr gut die Ausrichtung des größten deutschen Autoproduzenten beschreiben.

Natürlich sind auch die Ziele der beiden Investionen völlig unterschiedlich. Während man sich mit dem neuen US-Standort unabhängig von den Wechselkursen machen möchte und vom Start an pro Jahr 150.000 Fahrzeuge für den amerikanischen Markt produzieren wird, werden die 50 Wolfsburger VWler rund 12.000 Fahrzeuge pro Jahr für die speziellen Erfordernisse bestimmter Berufsfahrer umrüsten, z.B. Polizei und Fahrschulen. Auch eine anspruchsvolle und wichtige Aufgabe. Aber trotzdem müsste mal irgendwer die Frage beantworten, wo eigentlich die neue VW-Fabrik bleibt, in der die Autos gebaut werden, die die deutschen Autofahrer jetzt gerne kaufen würden?

Acht Neufahrzeuge als Schnäppchen im Härtetest

Abgelegt unter: Autos, Test — Wolfgang at 7:10 pm on Mittwoch, Juli 16, 2008

Alle im Test unter 10.000 Euro - Mit Komfort, agil und sicher

rbw. Versprochen auf KW 35 - das Neufahrzeug der französischen Marke. Bis dahin gilt ein Härtetest für acht Neuwagen-Schnäppchen unter 10.000 Euro als nachträgliches Bestell-Argument.

Mit dem Renault Twingo hat die Zeitschrift “auto motor und sport” den Sieger getestet, weil er “komfortabel, agil und sicher fährt”. Antwort auch auf die Frage, ob es sich mit einem 10.000-Euro-Auto leben lasse. Bei der zunehmenden Nachfrage auf günstige Neuwagen aus dem Nachbarland gilt stets die Frage, wie viel Komfort und Sicherheit die Kleinen bieten. Bei eventuellen Schwächen sind dies gleich auch Argumente gegen die Konkurrenz, die deutsche Hersteller gerne einwänden. Gute Noten erhielt der Renault Twingo bei der Fahrsicherheit, Fahrdynamik, den Innenmaßen, dem Raumgefühl und Federungskomfort. Das nun kostet dann aber doch den Preis von 9250 Euro, der dicht an den maximalen 10.000 Euro liegt. Ein Mangel beim Fahren: fehlende Spritzigkeit auf der Autobahn als Handicap.

Wer Noch 400 Euro drauf legt, erhält einen Smart, der auch für kleine Extras saftige Aufpreise fordert. Trotz vieler Vorzüge wie Wartung, Festkosten, Parkfreundlichkeit, passiver Sicherheitsausstattung, Sitzkomfort vorn, gutem Bremsweg auf Asphalt und akzeptablem Testverbrauch reichte es bei ihm jedoch nur für Rang vier.

Zum Symbol für das Billigauto ist der Dacia Logan geworden. Als Tochter eines Franzosen, gebaut in Rumänien, bescheinigen die Tester dem Vehikel die Urlaubs-Reife für die Familie. Deutliches Negativum die hohen Versicherungsprämien.

Kfz-Gebraucht-Handel kauft übers Netz: Preise online leichter zu finden!

Abgelegt unter: Autos, Handel, Internet, News — Wolfgang at 3:44 pm on Mittwoch, Juli 16, 2008

rbw. Die großen privaten Märkte, auf denen in großen Städten jeweils am Samstag von Privat an Privat oder eben auch an gewerbliche Interessenten Fahrzeuge verkauft werden, ist im Segment der kleinen Gebrauchten wie leer gefegt, so die Nachricht. Wohl deshalb gehört für den Handel der Einkauf im Netz zum beruflichen Alltagsgeschäft. Als Fakt aus der Branche gilt: Fast die Hälfte der befragten 846 Händler nutzt regelmäßig die Online-Marktplätze zum gezielten Zukauf von Fahrzeugen.

Von den Befragten kauften 54 Prozent durchschnittlich jedes fünfte Fahrzeug im Netz ein. Für knapp ein Drittel der Automobilkaufleute gilt, dass sie über 40 Prozent ihrer Fahrzeuge online zukaufen. Zur richtigen Einkaufspreis-Findung dient der Mehrzahl der Händler deren Erfahrung, kombiniert mit den Durchschnittspreisen der Online-Marktplätze. Die klassischen Bewertungssysteme haben nach Angaben von 846 befragten Händler bereits an Bedeutung verloren.

Noch immer in der Wunsch-Skala ganz vorne dabei: die Fahrzeuge aus Wolfsburg. Für 55 Prozent der Händler sind die Modelle von Volkswagen weiterhin an erster Stelle interessant für den Einkauf im Netz. Gefolgt von Audi mit 38 Prozent und Mercedes mit 24 Prozent. Besonders gefragt für den Zukauf sind grundsätzlich Fahrzeuge, die zwischen 5.000 und 15.000 Euro kosten.

Was den Internet-Handel informativ macht, sind eine gute und ausführliche Beschreibung sowie möglichst viele Bilder, die den Zustand des Fahrzeugs darstellen. Dagegen spielen Gutachten Dritter, wie vom TÜV oder der Dekra, eine untergeordnete Rolle.

Volkswagen baut wieder ein Werk in den USA

Abgelegt unter: Autos, Wirtschaft — Christel at 2:49 pm on Mittwoch, Juli 16, 2008

Nach einigem Hin und Her und vielen Überlegungen hat der Aufsichtsrat des Volkswagen-Konzerns beschlossen, wieder ein Werk in den USA zu bauen. Vor zehn Jahren hatte der Autobauer sein einstmals letztes Werk dort geschlossen, kehrt nun aber mit einem Neubau zurück. Im US-Bundesstaat Tennessee, in Chattanooga, soll das neue Werk entstehen. Die Produktion soll dann Anfang des Jahres 2011 beginnen. Insgesamt investiert Volkswagen gut 620 Millionen Euro in das Chattanooga-Werk. Arbeiten sollen dort dann ab Januar 2011 um die 2.000 Mitarbeiter, es wird also nicht gerade klein werden, die neue Volkswagen-Schmiede in den USA.

Vorgesehen in der Produktion ist anfangs die Kapazität von 150.000 Fahrzeugen jährlich. Das erste Modell wird übrigens eine Mittelklasse-Limousine sein, die exklusiv für den Automarkt in den USA entwickelt wurde, ein Markt, der ja andere Regeln hat als zum Beispiel in Deutschland oder Europa. Der New Midsize-Sedan wird also die Straßen Amerikas bevölkern und soll bis zum Jahre 2018 eine stete Produktionssteigerung erfahren. Wenn es nach dem Willen des Konzernchefs, Martin Winterkorn, geht, sollen es bis 2018 dann jährlich gar 800.000 verkaufte Einheiten im Jahr sein. Ob das utopisch ist, kann heute noch nicht vorausgesagt werden. Tatsache ist, dass die deutschen wie die europäischen Autohersteller eher die langfristigen Planer sind, die über Jahre hinweg immer neue Wege beschreiten. Dem entgegen stehen die Autobauer in den USA, die sich inzwischen die Kritik gefallen lassen müssen, immer nur kurzfristig, in wenigen Monaten oder Quartalen zu planen und deshalb nicht flexibel genug auf Veränderungen der Wirtschaftslage und des Automarktes reagieren zu können.

Der Hauptgrund für den Bau des Werkes in Chattanooga ist neben der Produktion des New Midsize-Sedan speziell für den US-amerikanischen Markt auch die Unabhängigkeit von den schwankenden Wechselkursen, die man sich bei Volkswagen wünscht.

Chattanooga im US-Bundesstaat Tennessee war übrigens einer von 25 Orten, die in die erste Auswahl für den neuen Standort von Volkswagen in den USA gekommen waren. Den Zuschlag bekam Chattanooga aufgrund seiner sehr guten Zuliefererstruktur und den vorhandenen, qualifizierten Arbeitskräften. Außerdem kann das 550 Hektar Gelände, auf dem das neue Werk gebaut werden soll, direkt angebunden werden an die Verkehrsinfrastruktur. Optimale Voraussetzungen also, die Volkswagen hier vorfindet für seinen Neustart in den USA.

Tata Nano: Produktion des Kleinstwagens verzögert sich

Abgelegt unter: Autos — Jochen at 8:23 am on Mittwoch, Juli 16, 2008

Kein anderes Auto hat die Medien in den vergangenen Monaten so sehr in den Bann gezogen, wie der Tata Nano. Sehr verwunderlich ist dies natürlich nicht, immerhin ist der indische Autohersteller Tata mit der Produktion dieses Fahrzeugs dabei, eine kleine Revolution zu starten. Bisher galten Automobile als vergleichsweise teuer – weshalb es für viele Menschen, die in Entwicklungsländern leben, bisher unmöglich war, ein eigenes Auto zu erwerben.

Mit dem Tata Nano soll sich das ändern: Der Kleinstwagen wurde so konstruiert, dass er enorm günstig ist und deshalb das Potential zu einem Verkaufsschlager hat. Umgerechnet soll er gerade einmal 1.700 Euro kaufen – einen solch günstigen Neuwagen hat es bisher nicht gegeben. Dem Management des Autoherstellers schwebt daher schon jetzt vor, jährlich mehr als eine 250.000 Exemplare des Nano zu produzieren.

Doch auf die ursprüngliche Euphorie folgt nun die große Ernüchterung. Ursprünglich wurde vom Tata-Konzern angekündigt, dass der Nano bereits gegen Ende des Jahres vom Band laufen werde. Bisher deuten die Zeichen jedoch darauf hin, dass es dem Unternehmen nicht mehr gelingen wird, dieses Ziel zu erreichen. Wie „Spiegel Online“ berichtet, hat die Produktion noch gar nicht begonnen – um genau zu sein wurde noch nicht einmal das Werk im indischen Singur fertig gestellt. Solange das Werk nicht fertig gestellt ist, wird auch kein Tata Nano vom Band rollen.

Die Konkurrenz scheint über diese Entwicklung äußerst erfreut zu sein – sie kann kurzfristig noch einmal aufatmen. Allerdings wird es vermutlich nicht mehr allzu lange dauern, bis Tata sein Werk fertig gestellt hat und die Produktion tatsächlich beginnt. Auch wenn der Nano dann verspätete vom Band rollt – viele indische Privathaushalte werden dann zuschlagen und vom Motorrad auf das Auto umsteigen.

Lohnt sich der Kauf von Dieselfahrzeugen noch?

Abgelegt unter: Autos, Sparen — Jochen at 3:56 pm on Dienstag, Juli 15, 2008

Schon seit einigen Jahren ist der Trend festzustellen, dass sich zunehmend mehr Autofahrer für den Kauf von Dieselfahrzeugen entscheiden. Sehr verwunderlich ist das nicht, schließlich war Diesel lange Zeit über ein vergleichsweise preiswerter Kraftstoff und erheblich günstiger als Benzin. Doch zum Entsetzen zahlreicher Autofahrer ist der Dieselpreis dabei, sich dem Preis für Normalbenzin anzugleichen. Allein im vergangenen Jahr ist der Dieselpreis um beeindruckende 32 Prozent gestiegen – der Preisvorteil gegenüber Normalbenzin ist nur noch äußerst gering.

Zahlreichen Autofahrern stellt sich daher die Frage, ob es sich überhaupt noch lohnt, Dieselfahrzeuge zu kaufen. Diese Frage ist durchaus berechtigt – immerhin sind diese Fahrzeuge in der Anschaffung teurer und schlagen zudem mit einer höheren Kfz-Steuer zu Buche. Je nach Modell und Hersteller beläuft sich der Aufpreis zu den Benziner-Modellen auf rund 2.000 Euro.

Dieser Frage haben sich auch die Redakteure des Automagazins „GRIP“ angenommen, das immer sonntags auf „RTL II“ zu sehen ist. Im direkten Vergleich sollte herausgefunden werden, wie es um den Verbrauch der Fahrzeuge steht – immerhin gelten Dieselmotoren als sparsamer. Somit könnte selbst dann, wenn Diesel gleich viel kostet wie Benzin, das Dieselfahrzeug immer noch die bessere Lösung sein, weil der Kraftstoffverbrauch geringer ausfällt.

Für den Vergleich wurden zwei 3er BMW herangezogen, jeweils die 335 Version – also zwei Fahrzeuge, die vergleichsweise stark motorisiert sind und somit auch einen vergleichsweise hohen Kraftstoffverbrauch aufweisen. Im Test stellt sich heraus, dass vor allem der Benziner sehr durstig ist: Auf einer Strecke von rund 100 Kilometern schluckte das Fahrzeug gut 10 Liter Normalbenzin. Der Diesel wurde über dieselbe Strecke geschickt und verblüffte mit einem Verbrauch von rund 6,5 Litern. Hieran wird ersichtlich, dass der Dieselmotor in Sachen Verbrauch eindeutig die Nase vorn hat. Gerade wenn man viel mit dem Auto unterwegs ist, kann sich die Anschaffung eines Dieselfahrzeugs damit sehr schnell bezahlt machen.

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