Smartphones auf Rädern

Die Autos der Zukunft werden sich immer mehr den virtuellen Räumen öffnen. Der Tagesspiegel berichtet darüber, was die Autohersteller unternehmen, um dem Fahrer immer Informationen zukommen zu lassen – auch um die Fahrsicherheit zu erhöhen.

Bislang war man auf Straßenspiegel oder die Intuition angewiesen, um um irgendwelche Ecken herumzuschauen. Dies wird sich wohl in Zukunft ändern. Die Autohersteller beschäftigen sich jedenfalls damit, wie Autofahrer Informationen über potenzielle Gefahren erhalten können, ohne dass sie einen direkten Einblick haben.
Möglich machen sollen es Entwicklungen wie DICE (Dynamic Intuitive Control Experience) von Mercedes. Herzstück von DICE ist die Windschutzscheibe. Diese wird dabei quasi zu einem gesten- und sprachgesteuerten Bildschirm, der dem Fahrer Informationen aller Art liefert. Das können dann Informationen über Autos sein, die sich in einer Nebenstraße nähern. Diese Informationen werden dann nicht durch eigene Beobachtung, sondern durch Funksignale gewonnen, die diese Fahrzeuge aussenden. Aber DICE soll auch andere Informationen liefern. Zum einen könnten dies Serviceinformationen aus der Umgebung sein, z.B. Öffnungszeiten eines Museums, an dem man gerade vorbeifährt. Zum anderen können aber auch die Werbeträume der werbetreibenden Wirtschaft damit Wirklichkeit werden. Denn wie schön wäre es doch, wenn man einen vorbeifahrenden Autofahrer darüber informieren könnte, warum es sich gerade in diesem Moment besonders lohnen würde, einen kleinen Shopping-Halt einzulegen. Ideal natürlich auch für Mineralölkonzerne, die ihren aktuellen “Sekundenpreis” bewerben könnten.
Aber im Tagesspiegel werden noch andere Szenarien beschrieben: DICE kann natürlich auch Kontakt zu seinen Freunden herstellen, die sich gerade in der Nähe befinden. Natürlich nur, wenn diese irgendeine soziale App benutzen und ihren aktuellen Standort ins System einspeisen. Sich auf einen schnellen Kaffee zu treffen wird so noch einfacher.

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