Der ehemalige ADAC Chef Wolf Wegener hat ein Buch zum Untergang des Autolandes Deutschland geschrieben. Sein Buch heißt “Deutschland schafft das Auto ab” und kostet nur 16,95 EUR.
Auf 250 Seiten legt der Autor seine Sicht auf die Welt des Automobils dar. Er beschreibt die Geschichte der Autowirtschaft in Deutschland, die Bedeutung des Inidividualverkehrs für die Freiheit des Menschen und die immer größer werdenden Einschränkungen des Autos von Politik und Gesellschaft.
Er sieht tatsächlich einen Niedergang des Automobils, der von Umweltschützern und Politikern immer rascher vorangetrieben wird. Die “Waffen” dieser Autoabschaffer sind Tempo-30-Zonen, Straßenverengungen, Fahrradstreifen auf der Fahrbahn, Parkplatzverknappung, Umweltzonen, Benzinpreise und vieles mehr.
Aus der Sicht des Autors sind diese Maßnahmen ein riesiger Fehler. Denn so wird die persönliche Freiheit des Menschen eingeschränkt und die deutsche Autoindustrie geschädigt. Aus seiner Sicht ist das ein ideologisch gefärbter Kampf, den es im Namen der Freiheit und der Industrie zu gewinnen gilt.
In vielen Punkten hat der Autor damit natürlich recht. In Berlin wird ja beispielsweise der Autoverkehr massiv eingeschränkt – es sind z.B. 75% aller Straßen bereits Tempo-30-Zonen, auf vielen Straßen werden Fahrrad- oder Busstreifen angelegt. Das alles schränkt den Autoverkehr natürlich ein.
Aber was ist eigentlich die Alternative, wenn sich das Verhalten der Menschen nun einmal dramatisch verändert? Wenn immer mehr Menschen aufs Fahrrad umsteigen – und kein eigenes Auto mehr besitzen möchten. Für die Autoindustrie hat sich durch diese Maßnahmen doch sowieso nichts geändert. Es werden weltweit immer mehr Autos verkauft. Also kann von einer Abschaffung des Autos wohl keine Rede sein. Letztes Jahr sind ja besonders viele Neuwagen zugelassen worden und die Exporte steigen auch. Wahrscheinlich beginnt jetzt einfach eine Zeit des intelligenteren Umgangs mit dem Auto.


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