Aral weitet E10 Verfügbarkeit aus

Als die Mineralölkonzerne damit begannen, E10 Kraftstoff einzuführen, ernteten sie nur wenig Lob. Sehr viele Autofahrer waren verunsichert und haben den neuen Kraftstoff deshalb boykottiert. Allerdings hatten nicht alle Kraftfahrer Grund zur Klage: In einigen Teilen der Republik haben sich die Mineralölkonzerne zurückgehalten, der neue Kraftstoff wurde nicht einheitlich bzw. nicht bundesweit eingeführt. Noch immer gibt es zahlreiche Regionen – besonders im Norden und Osten Deutschlands – in denen der unbeliebte Kraftstoff nicht erhältlich ist.

Wenn es nach Aral geht, soll sich dies bald ändern. Zumindest leistet das Unternehmen seinen Beitrag zur Verbreitung: Die Verfügbarkeit von E10 Kraftstoff will der Konzern nun ausbauen. In den kommenden Wochen werden zahlreiche Tankstellen umgerüstet, wodurch sich in immer mehr Regionen die Möglichkeit eröffnet, E10 zu tanken.
Wie der heise Verlag online mitteilt, stehen auch die Preise nun endgültig fest. E10 soll unter den Benzinkraftstoffen die günstigste Variante verkörpern. Der Aufpreis von konventionellem Super gegenüber E10 wird bei drei Cent je Liter liegen. Wer sich beim Tanken für Superplus (Oktan 98) entscheidet, muss noch tiefer in die Tasche greifen. Der Aufpreis gegenüber E10 Kraftstoff liegt bei sieben Cent. Allerdings geht es auch noch teurer: Wer Okton 100 tanken möchte, muss einen Aufpreis von 9 Cent in Kauf nehmen.

An der Akzeptanz von E10 Kraftstoff hat sich bislang wenig verändert. Der kurz nach Jahresbeginn eingeführte Kraftstoff kommt auf einen Marktanteil von 30 Prozent, was längst nicht dem Anteil entspricht, den Super Benzin zuvor hatte. Die Proteste gegen den Kraftstoff sowie deren Lautstärke haben jedoch merklich abgenommen.

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