Was tun nach einem Crash?

Bei Rechtsfragen ist so mancher eher ein „Rudi Ratlos“. Ganz sicher auch, wenn es denn ein Rechts-vor-Links-Unfall war oder eben eine Sachlage, die von der Schuldfrage nicht gleich zweifelsfrei geklärt ist. Oft wissen Kraftfahrer nicht, was nach einem Unfall mit Blechschaden zu tun ist. Geht es doch auch ums Prozedere, wie man sowas abwickelt.

Viele glauben was zu wissen, doch ist das eher ein juristisches Nix-von-Nix-nix, denn wichtige Maßnahmen sind bei ein wenig Unfall-Schock dann auch irgendwie vergessen. So konnten bei einer Umfrage 85 von jeweils 100 Befragten kaum korrekte Antworten geben und das nicht als Fahranfänger und auch nicht jene mit dem „grauen Pappendeckel“ aus den 60ern in den 60ern.
Experten raten, sich besser für den Fall des Falles vorzubereiten, gibt es doch jährlich eine Menge Unfälle mit Sachschaden, von denen es 2009 über zwei Millionen waren. Schadenssumme rund 17,2 Milliarden Euro.

Muss es die Polizei sein?

Bei der Frage „Was tun bei Blechschaden?” (Mehrfachnennungen waren möglich), hielten es 81 von 100 Autofahrer für sinnvoll die Polizei zu rufen. Bei den Jüngeren im Alter von 18-24 waren es sogar 88 Prozent. Weit hinten rangierte das Bewusstsein, doch auch noch die Unfallstelle (Warndreieck, 35 Prozent) zu sichern. Knapp ein Drittel hielt es für schnell erforderlich, die Daten des Unfallgegners und weiterer Beteiligter als mögliche Zeugen zu notieren. Nur 14 von 100 Befragten fiel ein, dass man doch eine fotografisches Dokumentation machen könnte (Handy oder Unfall-Kit). Wer dann noch daran dachte, die Warnblicklicht einzuschalten, war mit weiteren neun Personen von 100 dabei. Fahrbahn frei machen blieb auch weit hinten und an die schnelle Schadensmeldung an die Versicherung dachte bei der Befragung auch nur jeder fünfte Autofahrer.

„Ob Mann, ob Frau, ein jeder merke…“, auch geschlechterspezifisch gibt es Unterschiede, so beim “Unfallstelle sichern”: Frauen täten dies lediglich in 26 Prozent der Falle. “Stehen bleiben am Unfallort” ist für 24 Prozent der Frauen eher normal – aber nur für 15 Prozent der Männer.

Wie stark ist die Erinnerung?

Werden Maßnahmen und Aktionen für das Verhalten am Unfallort nicht durch Dritte benannt, wird nur zugestimmt, wenn man dazu was gehört hat: 91 Prozent wollen jedoch erst dann “auf jeden Fall” die Daten der Unfallbeteiligten notieren. Für 89 von 100 Personen ist erst auf fiktiven Hinweis klar, dass sie am Unfallort stehen bleiben und das Warnblinklicht einschalten.
Käme es im Ausland oder mit einem ausländischen Fahrzeug zum Unfall mit Blechschaden, dann ist für 41 Prozent klar, das sie den EU-Unfallbericht mitführen. Dieser nämlich soll im Ernstfall den Schaden schnell regulieren helfen. Die Broschüre “Ein Autounfall – was tun?” steht auf www.gdv.de zum Download bereit.

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