Flipflops nicht am Lenker!

Sommerliche Temperaturen verlocken zu locker legerer Kleidung. Aber bitte: Keine Flipflops zum Autofahren!!! Man(n) glaubt es, denn was den Ägyptern recht war, ist den modischen unter den meist (weiblichen) Zeitgenossen noch lange nicht billig. Vor allem deshalb nicht, weil Flipflops oder auch Flip-Flops weiterhin als modische Bade-Sandalen aus Kunststoff mit Zehen-Steg und Schrägriemen gelten und in sympathischen Preis-Kategorien erhältlich sind.

Flipflops, das sind Zehen-Steg-Sandalen, die es wohl schon seit zwei, drei Jahrtausenden gibt und die wohl auf die Sandalen-Urformen des alten Ägyptens zurückgehen. Und auch in Japan sind diese Art Sandalen als ‘Zori’ seit Jahrhunderten die klassische Fußbekleidung.
Erstmals gab es trendige Flipflops an den Stränden Mitteleuropas und entlang der modischen Einkaufsstraßen in den Metropolen schon vor vier, fünf Jahrzehnten, als sie noch ‘Dianette’ hießen oder einfach nur Badesandalen und in der Jugendsprache auch schon mal ‘Zehen-Tanga’ genannt wurden. Und wohl genau deshalb sind die „Kunststoff-Schaumsohlen-Schlappen“ nicht (oder besser: gar nicht) geeignet, um richtig und korrekt und sicher ein Fahrzeug zu steuern!

Kennen Sie Onomato?

Übrigens: Während in Deutschland der Begriff ‘flip-flop’ (mit Bindestrich) als geschützte Marke gilt, ist dies in angelsächsischen Ländern seit den 1960er Jahren nur die Benennung für eine bestimmte Schuh-Art. Und warum man die so nennt, hat möglicherweise mit der Onomato-Poesie zu tun. Das ist jene Lautmalerei oder Tonmalerei oder eben das “Schallwort“ für die Nachahmung eines Naturlautes oder eines nicht-sprachlichen akustischen Phänomens, wie das des allzeit modischen Klipp-Klapp der ewig jungen Flipflops. Während „flip-flop“ seit 1997 als deutscher Markenname geschützt ist, wurde die brasilianische Marke Havaianas zum weltgrößten Hersteller, der seit 1962 über 2,3 Mrd. Paare produziert haben will.
Doch Flipflops sind nicht gleich Flipflops, denn Zehen-Steg-Sandalen aus Leder oder mit einem Korkfußbett sind nun mal nicht die klassischen Flipflops, die durch simple Bauweise und wasserfestes Material charakterisiert sind und eben die modische legere Gruppe der Zehen-Steg-Sandalen besetzen.

Für die Pedale ungeeignet!

Flipflops als modischer Masseartikel werden in unzähligen Farben und Farbkombinationen angeboten, die als modisches Accessoire überall tragbar sind. Nicht erst mit der Jahrtausendwende werden Flipflops vermehrt im Alltag als sommerliche Freizeitsandale getragen. Längst hat der trendige und legere Anspruch den ursprünglichen Zweck dieser Fußbekleidung überholt, und so sind Flipflops eben noch immer ein großer „Gäg“ der Fußbekleidung und längst mehr als nur Schutz in öffentlichen Bädern und am Strand. Aber eben ungeeignet, um damit Auto zu fahren!

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