Der Kampf um Kunden hinterlässt Spuren. Bei einigen Kfz-Versicherern wie Ineas samt LadyCarOnline und Admiral Direct reichte es nicht mehr, Schadensbegrenzung zu betreiben. Sie haben die Flügel gestreckt und sich vom Markt verabschiedet. Andere Unternehmen schlugen sich tapfer und waren durchaus erfolgreich. Mit den genauen Zahlen hat sich der Map-Report Nr. 764-765 befasst und nennt die Gewinner und Verlierer. Berücksichtigt wurden dabei die Werte aus den Jahren 2000 bis 2009, bezogen auf den Marktanteil nach Bruttobeitragseinnahmen und das versicherungstechnische Ergebnis.
Zulegen konnte vor allem die Kravag-Gruppe. Sie steigerte ihren Marktanteil nach Bruttobeitragseinnahmen in den vergangenen Jahren um 1,5 Prozent. Positiv verlief auch die Entwicklung bei der HUK-Coburg und der VHV Allgemeinen. Sie kamen auf einen Wert von knapp unter einem Prozent. Bei Direct Line ging es um einen halben Prozentpunkt nach oben. Ebenfalls auf der Gewinnerseite stehen die DEVK-Gruppe, die R+V Allgemeine und die Axa. Verloren hat in erster Linie die Allianz mit etwa zwei Prozent. Allerdings ist diese Entwicklung durchaus gewollt und geht mit einer restriktiveren Politik einher. Einbußen verzeichneten zudem die HDI-Gerling-Gruppe, die Generali, die Gothaer-Gruppe, die LVM und die Ergo.
Besonders tiefe Spuren zeichnete der schwierige Markt beim versicherungstechnischen Ergebnis. Laut Map-Report kommt die Sparte Kfz-Versicherung in der Zeit von 2000 bis 2009 auf ein Minus von 1,823 Milliarden Euro. Nur wenige Autoversicherer schafften es, mit schwarzen Zahlen aus dem Preiskampf hervorzugehen. Darunter die HUK-Coburg, die knapp eine Milliarde Euro erwirtschaftete. Es folgen LVM (450 Millionen), Allianz, DEVK und Westfälische Provinzial. Bei der VHV Allgemeine, Generali und HDI-Gerling-Gruppe stehen hingegen Verluste im dreistelligen Millionenbereich zu Buche.
Geht es darum, wer am profitabelsten gearbeitet hat – das versicherungstechnische Ergebnis in Relation zu den Nettobeiträgen –, kommt die Europa auf eine Quote von 6,89 Prozent. Auf den weiteren Plätzen sind Westfälische Provinzial (6,11), Garanta (5,87), LVM (5,79), HUK-Coburg-Gruppe (5,13), Öffentliche Braunschweig (4,39) und die DEVK-Gruppe (4,22). Weniger profitabel gearbeitet haben die Signal Iduna Allgemeine (-10,17 Prozent), BBV (-10,58), SV Gebäude (-12,29), Ergo Direkt (-14,01), Feuersozietät (-17,91), Cosmos (-21,54) und Direct Line (-51,23).


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