Mit seiner Wiederbelebung der Marke Maybach ist Daimler nicht sehr erfolgreich gewesen. Zwar ist die Nobelmarke vielen Leuten ein Begriff, allerdings ändert dies nichts an der Tatsache, dass sich die teuren Luxuslimousinen relativ schlecht verkaufen. Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ schreibt, war ursprünglich angedacht, ca. 200 Fahrzeuge jährlich auf dem deutschen Markt abzusetzen – im letzten Jahr wurden jedoch keine 30 Maybach verkauft. Auf dem internationalen Fahrzeugmarkt sieht es nicht viel besser aus. Vermögende Autokäufer, die keine Schwierigkeiten damit haben, eine halbe Million Euro für eine Limousine auszugeben, ziehen den Erwerb britischer Marken häufig vor.
Aufgrund des schlechten Geschäfts wurde schon mehrfach darüber spekuliert, ob die Marke schon bald begraben werden könnte. Doch wie aus Insiderkreisen bekannt wurde, will Daimler nach wie vor an der Marke Maybach festhalten. Die Planungen für einen Nachfolger der Luxuslimousinen sollen bereits laufen. Es verdichten sich die Gerüchte, dass Daimler mit Aston Martin einen neuen Partner gefunden hat. Die Briten sollen die Entwicklung des Fahrzeugs übernehmen – im Gegenzug würde Daimler bestimmte Technologien zugänglich machen (besonders im Bereich der Hybrid Antriebe), die Aston Martin in seinen eigenen Fahrzeugen verbauen darf.
Allerdings soll der neue Maybach keine vollständige Neuentwicklung sein. Es wird gemunkelt, dass die Luxuslimousine auf Basis der neuen Mercedes-Benz S-Klasse entwickelt werden soll, die voraussichtlich gegen Ende 2012 auf den Markt kommt. Dass Aston Martin mit den Plattformen fremder Hersteller umgehen kann, hat das Unternehmen bereits bewiesen. Sein kleinstes Modell ist nämlich keine Eigenentwicklung – stattdessen wurde das Fahrzeug auf Basis des Toyota IQ entwickelt.
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