Pünktlich zum Jahreswechsel sollte an den Tankstellen die Einführung einer neuen Kraftstoffsorte erfolgen. Gemeint ist der sogenannte E10 Kraftstoff, der sich dadurch auszeichnet, dass er über einen Anteil von Bio-Ethanol in Höhe von 10 Prozent verfügt. Zwar gibt es bereits ein paar Tankstellen, an denen der Bio-Kraftstoff verkauft wird, doch an den meisten Zapfsäulen sucht man ihn vergeblich.
Das wird sich in den kommenden Wochen auch nicht ändern: Die Tankstellenunternehmen haben technische Schwierigkeiten mit der Umstellung. Zwar ist an den meisten Tankanlagen eine Zapfsäule frei geworden (das klassische Normal-Benzin wurde vom Markt genommen), jedoch ist es nicht möglich, diese Zapfsäulen einfach mit dem E10-Kraftstoff zu betreiben.
Der im Benzin enthaltene Bio-Ethanol gilt als äußerst aggressiv. Ausschließlich neue bzw. speziell auf diesen Kraftstoff ausgelegte Zapfsäulen kommen mit dem aggressiven Kraftstoffgemisch klar. Bestehende bzw. ältere Anlagen müssen erst einmal umgerüstet werden, weil sie ansonsten Schaden nehmen könnten. Wie die „Welt Online“ berichtet, wird es voraussichtlich Anfang Februar werden, bis der Bio-Kraftstoff flächendeckend verfügbar ist.
Autofahrer, die beim Tanken einen positiven Beitrag zur Entlastung der Umwelt leisten und deshalb E10 Kraftstoff tanken möchten, sollten übrigens sehr vorsichtig sein. Nur relativ wenige Fahrzeuge kommen mit dem neuen Kraftstoff klar. Der aggressive Ethanol-Alkohol setzt besonders Dichtungen und Schläuchen zu. Wenn ein Fahrzeughersteller nicht explizit angibt, dass das Fahren mit E10-Kraftstoff möglich ist, drohen Fahrzeugschäden, deren Behebung äußerst kostspielig werden könnte. Außerdem gilt der Kraftstoff als teuer: Aufgrund eines schlechten Erntejahres ist konventionell hergestelltes Super-Benzin preiswerter.
Letzte Kommentare