Bundesrat verschärft Winterreifen-Pflicht

Am Wochenende müssen sich Reifen- und Autoservicedienstleister auf einen großen Ansturm einstellen: Am frühen Nachmittag beschloss der Bundesrat eine Verschärfung der Winterreifen-Pflicht – mit Wirkung zum kommenden Montag.

Die neuen Regeln besagen, dass bei “Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte”, bei genau den Wetterverhältnissen also, die derzeit in Deutschland herrschen, fortan nur noch mit Winterreifen gefahren werden darf. Die bisherige Regelung forderte lediglich den Witterungsverhältnissen angemessene Bereifung. Konkret heißt das: Bei winterlichen Straßenbedingungen dürfen nur noch sogenannte M+S-Reifen gefahren werden, wobei Winterreifen genauso erlaubt sind wie Ganzjahrespneus. Für das Wochenende erwarten Verkehrsexperten daher einen Ansturm auf Werkstätten & Co, wo noch schnell passende Reifen aufgezogen werden sollen. Die Branche ist darauf vorbereitet – allerdings kann es zu längeren Wartezeiten kommen.

Wer sich nicht an die verschärften Vorschriften hält, muss nun auch mit höheren Bußgeldern rechnen. Statt der bisherigen 20 bzw. 40 Euro werden nun 40 bzw. 80 Euro fällig. Belangt wird der Fahrer, nicht der Halter. Verglichen mit den Strafen etwa in Österreich eine eher geringe Bußgeld-Summe – beim südlichen Nachbarn kann es bis zu 5.000 Euro kosten, wenn man im Winter mit den falschen Reifen unterwegs ist.

Übrigens: beschlossene Sache ist nun auch der Führerschein ab 17. Ab dem ersten Januar dürfen 17-jährige Jugendliche nach bestandener Fahrprüfung ans Steuer, wenn ein Erwachsener (der im Besitz eines Führerscheins ist und über ausreichend Fahrpraxis verfügt) daneben sitzt.

Speak Your Mind

*