Noch steckt das Geschäft mit den Elektroautos in den Kinderschuhen. Die Auswahl an Fahrzeugen, die auf dem Markt erhältlich sind, ist nicht sehr groß bemessen. Allerdings gibt es bereits ein paar Fahrzeuge, die einen Vergleich mit konventionellen Fahrzeugen nicht scheuen müssen. Außerdem muss irgendwie ein Anfang gemacht werden: Es ist vollkommen klar, dass der Marktanteil dieser Fahrzeuge nicht von heute auf morgen rasant steigen wird.
Die Hersteller von Elektrofahrzeugen haben es ohnehin nicht leicht: Die meisten Autofahrer sind skeptisch und schrecken vor einem Kauf zurück. Dementsprechend ist es umso schlimmer, dass Käufer solcher Fahrzeuge auch noch tief in die Tasche greifen müssen, wenn es um den Versicherungsschutz geht.
Das Problem besteht in erster Linie darin, dass für Elektrofahrzeuge noch keine Typklassen festgelegt wurden. Die Kfz-Versicherer nehmen daher individuelle Einstufungen vor, die schnell zu immens hohen Beiträgen führen. Pioniere, die bewusst auf Elektrofahrzeuge setzen, werden finanziell bestraft – dies machen zumindest die Versicherungsbeiträge deutlich, die von der „Berliner Morgenpost“ recherchiert wurden.
Das bisher erfolgreichste Elektroauto ist der in Kalifornien gebaute Tesla-Roadster. Der Elektro-Sportwagen, der mittlerweile auch in Deutschland erhältlich ist, lässt sich nicht ohne Weiteres versicherern – und wenn von einem Versicherer diese Möglichkeit eingeräumt wird, wird es richtig teuer. So berechnet beispielsweise die Allianz bei einer Zulassung des Fahrzeugs als Zweitwagen für einen Vollkaskoschutz mit 300 Euro Selbstbeteiligung einen Beitrag in Höhe von 1.865 Euro. Noch teurer wird es bei der sonst relativ günstigen HUK-Coburg: In Verbindung mit der Zweitwagenregelung und einer Selbstbeteiligung in Höhe von 500 Euro werden satte 1.994 Euro fällig.
Nun könnte man einwenden, dass es den Käufern des Tesla Roadsters nicht schwer fallen dürfte, diese Beiträge aufzuwenden. Dies mag sicherlich zutreffen, doch günstig sind die Versicherungsbeiträge trotzdem nicht.


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