Alle Fahrzeughalter, die ihre Fahrzeuge über die Versicherer Ineas und LadyCarOnline versicherten, haben zum ersten September den Versicherungsschutz verloren. Grund ist die Insolvenz der International Insurance Corporation: Der Versicherer musste aufgrund finanzieller Probleme sein Geschäft einstellen.
Für die betroffenen Autofahrer hatte diese zur Folge, sich umgehend nach einem neuen Versicherer umsehen zu müssen, damit ein Wechsel der Kfz-Versicherung erfolgen kann und somit sichergestellt ist, dass durchweg ein Versicherungsschutz besteht. Dieser Punkt ist von enorm hoher Bedeutung – ohne Versicherungsschutz (zumindest ein Haftpflichtschutz muss bestehen) ist die Teilnahme mit einem Kfz am öffentlichen Straßenverkehr nicht gestattet.
Aufgrund dieser Rahmenbedingungen sollte man meinen, dass sich die Fahrzeughalter schnellstmöglich darum bemüht haben, neue Kfz-Versicherungen abzuschließen. Jedoch scheint dies nicht der Fall zu sein. Wie die „Kölnische Rundschau“ schreibt, gibt es im Rhein-Bergischenkreis insgesamt 219 Fahrzeughalter, die von der Versicherungsinsolvenz unmittelbar betroffen sind und deshalb einen neuen Versicherungsschutz suchen müssen. Doch 54 Fahrzeughalter (was rund einem Viertel der Betroffenen entspricht) haben es nicht geschafft, ihr Fahrzeug zu versichern.
Infolge dessen sah sich das zuständige Landratsamt dazu gezwungen, die jeweiligen Fahrzeuge stillzulegen. Eine Stilllegung gilt in solch einem Fall als gerechtfertig bzw. ist rechtlich zulässig. Denn sobald kein Haftpflichtschutz mehr besteht, darf das Landratsamt einschreiten und eine Stilllegung veranlassen. Dies erfolgt zum Schutz des Fahrzeughalters sowie der anderen Verkehrsteilnehmer – im Schadensfall könnte der fehlende Schutz zu einem großen Problem werden. Außerdem ist das Fahren ohne Versicherungsschutz als Tatbestand einer Straftat zu beachten, für welchen in schlimmen Fällen sogar Haftstrafen ausgesprochen werden können.


Letzte Kommentare