Die meisten Autofahrer dürften bei Rückkehr an ihr parkendes Auto schon einmal eine Visitenkarte hinter dem Scheibenwischer entdeckt haben. Visitenkarten, die von Autoankäufern stammen und der Werbung dienen, sind nämlich keine Seltenheit mehr. In einigen Städten kann von einer regelrechten Plage gesprochen werden – teilweise kommt es sogar vor, dass man selbst nach kurzer Parkdauer gleich mehrere Karten an seinem Auto findet.
In oder bei Düsseldorf fühlte sich jemand von dieser Art der Werbung so belästigt, ass er gegen einen Autoankäufer, der auf diese Art der Werbung setzte, gerichtlich vorging. Tatsächlich wurde der Fall verhandelt – und zwar vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf. Im Rahmen der Verhandlung zog der Autohändler den Kürzeren: Das Gericht hat entschieden, dass das Anbringen entsprechender Visitenkarten auf öffentlichen Parkplätzen ausschließlich einem gewerblichen Zweck dient und daher nicht gestattet ist. Der Händler verlor den Prozess und ihm wurde eine Geldstrafe in Höhe von 200 Euro auferlegt.
Zwar scheint das Strafmaß nicht gerade hoch bemessen zu sein, jedoch hat das OLG Düsseldorf eine klare Botschaft ausgesendet: Auch das Anbringen von Visitenkarten, die zur Werbung dienen, ist an öffentlich parkenden Autos nicht gestattet. Für andere Autoaufkäufer soll dies eine Warnung sein. Sollten sie weiterhin an ihrer Visitenkartenwerbung festhalten, droht ihnen eine Bestrafung.
Beliebt ist diese Art der Werbung ohnehin nicht. Nur ein kleiner Teil der angesprochenen Autobesitzer hegt ernsthaftes Interesse daran, sein Fahrzeug zu verkaufen. Zumal schnell die Frage aufkommt, ob es ratsam ist, sich an einen solchen Aufkäufer zu wenden. Der ADAC hat unter Verweis auf besagtes Gerichtsurteil vor den Praktiken der Autoaufkäufer gewarnt. Autos solle man vor einem Verkauf von einem Experten begutachten lassen. Außerdem sollte ein Kaufvertrag geschlossen werden, der einen Haftungsausschluss des Verkäufers enthält.
Mich Nerven auch diese V-Karten. Fast immer wenn man Lebensmittel um die Ecke holen möchte oder in ein EK-Center fährt hat man diese blöden Karten am Auto. Ganz schlimm ist es an einem P+R Platz.
Habe da mal aus langerweile Angerufen und der Preis war weit unter dem Händler EK laut Schwacke.