Es ist nicht das erste Mal, dass Daimler mit Absatzproblemen beim Smart zu kämpfen hat. Gerade in der Anfangszeit, als der Kleinstwagen neu auf den Markt gekommen war, bereitete der Kleinstwagen dem Autohersteller äußerst große Schwierigkeiten. Die Nachfrage war sehr gering, denn nur wenige Leute konnten sich vorstellen, ein solch kleines Auto zu kaufen. Über Jahre hinweg musste der Konzern große Verluste in Kauf nehmen – Experten gehen davon aus, dass Daimler mehr als eine Milliarde Euro draufgelegt hat.
Dann kamen plötzlich bessere Zeiten. Auf einmal war der Kleinstwagen angesagt, vor allem Menschen aus der Großstadt konnten sich für das Auto begeistern. Auf einmal lief es rund, da die Nachfrage stark anzog. Als das neue Modell bzw. die zweite Generation eingeführt wurde, sah es sogar ganz danach aus, als ob das Auto auch in den USA (wo die Leute sonst auf eher große Autos stehen) zu einem Verkaufserfolg wird.
Allerdings scheint der Aufschwung nur von kurzer Dauer gewesen zu sein. Wie „Spiegel Online“ berichtet, soll Daimler vor ernsthaften Problemen zu stehen. Denn seit etwa drei Jahren ist der Absatz des Fahrzeugs auf dem europäischen Markt rückläufig. Ebenso sieht die Situation in den USA aus. Während man 2008 noch 25.000 Einheiten verkaufen konnte, soll der Absatz auf ein Drittel eingebrochen sein. Weltweit verkaufte man 2008 gut 139.000 Fahrzeuge, im Folgejahr waren es nur noch 114.000 Fahrzeuge. In diesem Jahr droht ein Desaster: Der Absatz droht unter die Grenze von 100.000 Einheiten zu fallen.
Autohändler führen den Absatzrückgang unter anderem auf die Tatsache zurück, dass der Smart-Reihe ein drittes Modell fehlt, das über weitere Sitzplätze verfügt. Kleinstwagen anderer Hersteller könnten hier punkten und somit stark wachsen – denn gefragt sind Kleinstwagen nach wie vor.
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