Die kaufmännischen und die gewerblichen Lehrlinge von Südstern-Bölle, dem großen Mercedes-Händler mit sieben Betrieben im südlichsten Dreieck Bodensee, Villingen und Waldshut, werden in knapp drei Wochen auch in der wieder beginnenden Berufsschule einigen Stolz zeigen. Auch wenn ihre Betriebe beim Werkstatttest 2010 des ADAC nicht auf dem Prüfstand waren. Trotzdem: die Markenwerkstätten sind nun mal wieder die Sieger.
In Kooperation mit der Stiftung Warentest wurden jeweils fünf Betriebe der Marken Mercedes, Opel, Renault, Toyota und VW sowie 25 ATU- und 25 Meisterhaft-Werkstätten unter die Lupe genommen. Dabei haben die Markenwerkstätten sowohl mehr Fehler gefunden und auch im Service stärker punkten können als die Filial-Betriebe der großen Ketten und die freien Werkstätten.
Überzeugend gut und schließlich sehr gut waren die Mercedes-Betriebe, die an allen fünf Standort die Note „sehr gut“. Nach Ansicht Beteiligter war auch die Unterstützung durch den Hersteller für hohe bis maximale Punktzahl maßgeblich. Im Ergebnis lassen sich dann auch die Prozesse prüfen, mögliche Optimierungen erkennen und nötige Maßnahmen bestimmen.
War Mercedes jüngst auch von “Auto Motor und Sport” gut bis sehr gut bewertet worden, sind dann aber auch die Vertragspartner von Opel, Renault und VW nach ADAC-Ergebnissen insgesamt mit exzellenter Arbeit aufgefallen. Je vier von ihnen erhielten die Note „sehr gut“.
Eingebaute Mängel finden…
Firmen und ihre Betriebe, die nicht markengebunden leisten, waren mit ihren jedoch weniger positiv aufgefallen. Nur jede dritte ATU-Werkstatt entdeckte alle fünf eingebauten Mängel, während es bei ‘Meisterhaft’ nur jeder vierte war. Auch die Tester beklagten sich, weil der Kundenkontakt und die Direktannahme nicht immer professionell abliefen. Auch blieb so manche Rechnung unklar, weil zu allem auch die Check-Liste fehlte, was am Fahrzeug alles erledigt worden war. Und auch die Note 5, also mangelhaft, waren für zwei ATU-Betriebe mit dabei, wobei von den 25 Meisterhaft-Werkstätten gleich sieben eine solch negative Wertung erfuhren. Herausragend “sehr gut” dafür dann zwei andere ‘Meisterhaft-Betriebe’.
Und der Verband?
Für den ZDK, den Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe, wird aus dem neuerlichen Test deutlich, dass jeder Kunde bei jedem Auftrag die anerkannt gute Servicequalität bekommen müsse. Wobei jedoch auch darauf verwiesen wurde, dass aktuell die Zufriedenheit bei Kfz-Branchen-Kunden deutlich gestiegen sei.
Wenn im Kfz-Gewerbe mal wieder nur ‘durchwachsene Noten’ eingetreten seien, wird die Branche nicht lange warten und die Umstände konsequent analysieren. Wohl wissend, dass Werkstattest Stichproben nicht pauschaliert werden dürfen. Wer das kommunikative Element aus der Werkstatt-Kunden-Beziehung beleuchte, der dürfe nicht außer acht lassen, dass Betriebsgröße und Personalstärke einiges ermöglichen oder eben auch verhindern…
Dass die Markenwerke am besten arbeiten, war fast zu erwarten.
Gerade bei deutschen Herstellern wird ja sehr genau auf die Qualifikation der Angestellten geachtet. Nicht umsonst wird die Qualität der deutschen Autos auch im Ausland bis in den Himmel gelobt.
Mit ATU habe ich persönlich leider auch schlechte Erfahrungen gemacht, ich denke zu dem Thema ATU und Reparaturkosten findet man im Internet den einen oder anderen interessanten Bericht.