Geltung durchs Auto?

Junge Leute bis 30 fahren die guten bis besseren Gebrauchten, Fahrer mit Hut sind meist älter und leisten sich den Daimler und ‘Opel’ und ‘Renault’ haben es bei den 18 bis 25-jährigen mit ihrem Marken-Image noch immer schwer. Keine Überraschung also, auch wenn jetzt publik wird, dass der Imagewert vieler Autos sich lediglich dem ‘middle-interest-product’ einer Waschmaschine nähert. Allein die Premium-Marken können ihren Glanz halten und ihren Fahrern einen vermeintlichen Bonus im sozialen Ansehen vermitteln…

In einer Studie von Progenium München wurde jüngst ermittelt, dass der beste Image-Wert – wie könnte es anders sein – von Porsche mit der Schulnote 1,8 gehalten wird. Mercedes und Audi erfahren die Bewertung 2,0 und 2,6. Wie repräsentativ das ist, möge man an der Befragung von “nur” 1.000 Bundesbürger ableiten.

Mallorca oder Waschmaschine

Wer bislang glaubte, dass er mit “Brot-und-Butter”-Autos – hier die Marken Smart und Opel – punkten kann, der irrt. Mit den Noten 3,2 und 3,5 erreichen sie gerade mal das Niveau eines Mallorca-Urlaubs (3,5) oder eben einer Waschmaschine (3,4). Da gilt schon mehr, wer ein Apple iPhone nutzt, denn der kann die Note 2,9 in seiner Image-Bewertung einspeichern.

Die Spezialisten bei Progenium kommen dann auch zu dem Schluss, dass der Bedeutungsverlust des Autos als Merkmal des sozialen Status auf einen allgemeinen Wertewandel zurück zu führen ist. Frauen, Bürger in Großstädten, Westdeutsche und wohlhabende Senioren haben demnach weniger den Drang, “mit dem Kauf eines Autos ein soziales Zeichen setzen zu wollen”. Weil dermaßen umgedacht wurde, erklärt sich auch eine hohe Zufriedenheitsrate (71 Prozent) der Befragten mit dem Status ihres Fahrzeugs. Doch gibt es immer noch Einen von Dreien (32 Prozent), der laut Umfrage sein Fahrzeug als ein “Statement der eigenen Persönlichkeit” betrachtet. Für einen von sechs Befragten (17 Prozent) ist das Auto noch immer ein Statussymbol, während es für 41 Prozent Vehikel für Mobilität ist.

Fahren, fahren…und das mit Spaß

Als Konsequenz aus dem Image-Wandel fordern nun die Unternehmensberater die Hersteller auf, mit neuem Zielsystem auf veränderte Tatsachen zu reagieren. Schließlich gelte ein “wertorientierter Markenaufbau und das zugehörige Marken-Management als essenziell für den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens. Was sich wohl noch länger nicht ändern wird, ist die Tatsache: 84 von jeweils 100 Deutschen haben noch immer mächtig “Spaß am fahren”…

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