Auto war gestern – Acabion ist morgen

Immer mehr Auto-Innovatoren ziehen nach Berlin, um vor Ort zu sein, wenn von der Politik über neue Carsharing-Konzepte und Transportmittel entschieden wird. Ein Beispiel für innovative Fahrzeugkonzepte ist das Acabion.

Zur Zeit gibt es in der Berliner Tageszeitung “Der Tagesspiegel” eine Serie namens “Berlin 2030″. Diese Serie basiert auf einer Zukunftsstudie des Prognos-Instituts – und beschäftigt sich damit, wie die Haupstadt in zwanzig Jahren aussehen könnte. Neben den Themen Jobs, Wissen und Finanzen beschäftigt sich die Serie auch mit dem Thema Verkehr. In diesem Zusammenhang wurde unter dem Titel “Zisch und weg” über Antriebsinnovationen aus Berlin berichtet.

Das Acabion wird von dem einstigen Porsche- und Mercedes-Ingenieur Peter Maskus entwickelt. Er ist mit seinem Unternehmen aus dem schweizerischen Luzern nach Berlin gezogen. Denn er wollte den politischen Ebenen näher sein, die über automobile Pilotprojekte entscheiden. (Das wäre sicherlich eine gute Idee, wenn in der Politik automobile Grundsatz- und Infrastruktur-Entscheidungen getroffen werden würden.)

Das Acabion sieht sehr stark nach einem Flugzeug aus. Der Tagesspiegel schreibt dazu, dass das Fahrzeug wie eine Kreuzung aus Seifen-Kiste und Euro-Fighter aussieht. Letzteres ist keine Überraschung, denn für Acabion-Konstrukteur Maskus kann es in Zukunft nur noch darum gehen, aerodynamisch optimierte Fahrzeuge zu bauen. Das gilt aus seiner Sicht gerade bei Fahrzeugen, die in Metropolen unterwegs sein sollen. Sein Ziel ist es, Fahrzeuge zu bauen, die mindestens zehnmal so energieeffizient sind, als die herkömmlichen Fahrzeuge.

Prototypen gibt es auch schon – einen Zweisitzer. Aber Konzepte für neun Sitze gibt es auch schon. Für Maskus ist das Acabion bereits der Nachfolger des Autos. Deshalb gehen seine Visionen auch schon weiter: Er stellt sich vor, dass der Acabion auf einem eigenen Hochgeschwindigkeits-Straßennetz unterwegs ist – mit Schallgeschwindigkeit. Dann bräuchte man – nach seiner Aussage – gerademal zwei Stunden, um einmal um die Erde zu reisen.

Comments

  1. Peter Maskus says:

    Die Aussage “in zwei Stunden um die Welt” bezieht sich auf Vakuum-Tunnel mit Maglev-Drive. In denen wäre man mit bis zu 20 000 km/h unterwegs. :-) Und unsere Ur-Urenkel werden auch das Vakuum-Tube-Netzwerk bauen. Als “Traffic-Internet”. Warum? Erstens, weil alle Technologien, die man dazu braucht, im Grunde heute schon da sind, und zweitens weil wir unsere Ur-Urgroßeltern auch nicht gefragt haben, ob wir Computer und das Internet bauen sollen oder nicht.

    • Dragonslayer says:

      Ich glaube, was wir mehr brauchen als 450 km/h schnelle Autos, sind Menschen, die die nötige Intelligenz besitzen, dies zu erträumen, Menschen, die den Mut und die Leidenschaft haben dies umzusetzen. Menschen wie Peter Maskus eben.

      Was wir aber ebenso brauchen sind Menschen, die Peter Maskus zuhören, die sich anstecken und mitreissen lassen, die ein Projekt tragen, weil sie daran glauben und nicht all ihre Energie darauf verschwenden um festzustellen, was wohlmöglich nicht funktionieren kann.

      Und wenn wir diese Menschen unter unseren Politikern, den Entscheidungsträgern der Wirtschaft und auch unter dem kleinen Mann auf der Strasse gefunden haben, erst dann werden wir das haben, wovor wir uns bis heute noch fürchten: eine Pandemie

  2. Alex Lopez says:

    I hope Acabion to be the future of mobility. Electric vehicles are not the solution. Efficient vehicles are the solution. And Acabion is the more efficient vehicle I know with its specifications. We should stop wasting energy before it would be too late.

  3. Steffen says:

    Im letzten Absatz ist die Sache mit der Schallgeschwindigkeit und den 2h um die Erde nicht ganz richtig. :)

    Auf eigens für diese Konzept zu bauenden Hochtrassen (7m über Grund, 3m breit (2-spurig)) kann der Acabion mit Geschwindigkeiten bis ca. 550km/h fahren (je nach Design und Motorleistung)

    Das in 2h um die Erde bezieht sich auf ein weiteres Konzept bei dem man die Straße in einen ca. 1,2m (Durchmesser) Tunnelverlegt, dort ein Vakuum erzeugt und so den Luftwiderstand, was die grösste Bremse ist beim Fortbewegen, wegnimmt.
    Damit sind der Höchstgeschwindigkeit keine Grenzen gesetzt. Peter Maskus führt hier ins einem Buch 30.000 km/h (30-fach Schallgeschwindigkeit) als Höchstgeschwindigkeit auf. Dies ist allerding die Geschwindigkeit bei der man in Erdradiusnähe reisend genau soviel Fliehkraft erzeugt das die Gravitationskraft ausgelöscht wird -> man befindet sich sozusagen auf einer Umlaufbahn.
    Mit diesem System sind 2h für eine Erdumrundung möglich
    Das Vakuumröhren Konzept sieht Perter Maskus aber erst um 2100 als realisierbar (nicht zuletzt da bis dahin sehr viele Menschen überzeugt und von ihren alten Denkweisen (vgl. Veron etc.) abgebracht werden müssen.

    Ich sehe es als das Konzept der Zukunft dem im Moment nur die Köpfe der Menschen und Lobbyisten entgegenstehen.

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