Es ist beeindruckend, welche vielfältigen Möglichkeiten heutzutage zur Verfügung stehen, um Verkehrsinformationen abzurufen. Längst ist es nicht mehr erforderlich, das Radio einzuschalten und dort dem Verkehrsfunk zu lauschen – internettaugliche Geräte wie Smartphones und Laptops sowie auch Navigationssysteme können ebenso eingesetzt werden, um sich über Verkehrsstaus, Umleitungen etc. zu informieren.
Was die Qualität dieser Systeme betrifft, so können sich Autofahrer im Regelfall auf die moderne Technik verlassen. Inzwischen gibt es einige Lösungen, die erstklassig funktionieren bzw. aktuelle Informationen maßgeschneidert liefern und somit einen großen Nutzen bieten. In den USA ist man beispielsweise dabei, ein Verkehrsinfosystem für Smartphones zu testen, das Verkehrsstaus in Echtzeit auf Kartenmaterial anzeigt und dazu auch noch kostenlos ist.
Allerdings scheinen entsprechende Systeme gerade in Deutschland nicht sonderlich gut anzukommen. Obwohl mittlerweile der Großteil an Mobilfunkkunden über ein Smartphone mit Internetzugang verfügt, werden Services zum Abruf von Verkehrsinfos kaum genutzt. Dasselbe gilt für Navigationssysteme: So gut wie alle Systeme verfügen über Schnittstellen, um Verkehrsdaten in Echtzeit abrufen zu können – doch genutzt werden die Systeme nur selten.
Zu dieser Erkenntnis ist zumindest das Marktforschungsinstitut Forsa gekommen. Das Institut hatte für den IT-Branchenverband Bitkom eine entsprechende Umfrage durchgeführt. Was die Nutzung moderner Technologien für den Abruf von Verkehrsinformationen betrifft, so sieht die Lage eher dürftig aus: Gerade einmal zwei Prozent aller Autofahrer nutzen Smartphones zum Abruf von Verkehrsdaten. Besser ist die Situation bei den Navigationssystemen: Rund 25 Prozent der Autofahrer rufen auf diesem Wege Verkehrsdaten ab. Spitzenreiter ist nach wie vor das Radio. Der Verkehrsfunk wird von 69 Prozent der Befragten verfolgt.
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