Geht es um Fragen zum Automobil und zu solchen, die die gesamte Branche betreffe, ist in den Medien oft nur einer gefragt: Ferdinand Dudenhöfer, Leiter des Center Automotive Research (CAR) an der Universität Duisburg-Essen.
Jetzt hat der Dauer-Experte F. D., Jahrgang 1951, den ADAC für dessen jüngsten Flatrate-Vergleich kritisiert. Dem Autoclub sei vorzuwerfen, dass dieser befangen sei, weil der ADAC selbst Versicherungen und Finanzierungen vermittle. Und wegen der Mobilitätsgarantie, die in den Flatrates abgedeckt sei, leide wohl auch der Umsatz für die allgemeine ADAC-Kerngeschäft der Pannenhilfe.
Zu All-inclusive-Paketen beim Neuwagenkauf legte F. D. dann auch eine eigene Studie zum Flatrate-Vergleich vor. Sein Fazit: Von 85 Finanzierungsangeboten im Juli 2010 sind bei 63 Festpreis-Konditionen zu erkennen. Zwölf Monate früher war nur jedes zweite Angebot ein All-inclusive-Paket.
Bei den Juli-Angeboten lag nach Ergebnissen der Untersuchung der maximale Kundenvorteil bei 28,5 Prozent. Einen Nachlass in dieser Höhe bekommen Käufer eines Honda Civic wenn sie auf 48 Monate finanzieren. Doch auch beim Leasing setzt die Branche vermehrt auf All-inklusive. Ist doch aktuell fast jedes zweite Angebot ein solches als Komplettangebot. Ganz vorne bei den Rabatten mit dabei: Der Peugeot Partner, für den 32,4 Prozent Preisnachlass gewährt werden.
Mehr als 10 geht immer
Für den nationalen Markt stellte CAR fest: Aktuell gibt es insgesamt 149 Angebote zu Finanzierung und Leasing mit Preisnachlässen von über zehn Prozent. Bei 80 von diesen kann der Kunde mehr als 15 Prozent sparen, bei 27 Konditionen beträgt der Rabatt mehr als 20 Prozent.
Ende Juli 2001 war als ADAC-Untersuchung publik geworden, dass dieser exemplarisch drei Flatrate-Angebote von Ford, Volvo und Audi verglichen habe und als Ergebnis gelten müsse, dass ein Kunde, der bar zahlt, besser bedient sei als mit Flatrate. Dies sorgte direkt danach für reichlich Wirbel, weil dem Autofahrer-Club für dessen Vergleich eine bescheiden gelungene Recherche und deshalb auch eine wenig seriöse Beratung vorzuwerfen sei.
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