Design-Student präsentiert Mitfahrer App

Studierende der Kunsthochschule Berlin-Weißensee haben eine Zeitung herausgebracht, in der sie unter anderem eine iPhone-Applikation für die innerstädtische Mitfahrer-Organisation vorstellen.

Das Heft heißt “Heute ist Morgen” und versteht sich als interdisziplinäre Zeitung der sogenannnten “Green-Design-Projekte”, die an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee laufen. Im Heft werden verschiedene Ergebnisse unterschiedlicher Designer vorgestellt. Mit dabei ist auch “lift/lifted” – eine iPhone-Applikation für die Mitfahrer- und Fortbewegungs-Organisation. Lift/lifted leitet sich vom Englischen “to get a lift” ab – also “jemanden mitnehmen”, bzw. “mitgenommen werden”.

Der Designer heißt Julian Gerau und studiert Visuelle Kommunikation. Er geht davon aus, das es im Autoverkehr viele ungenutze Kapazitäten gibt. Mit anderen Worten: Viele Menschen fahren alleine mit ihrem Auto durch die Gegend. Ziel von lift/lifted ist es, alle Verkehrsteilnehmer miteinander zu vernetzen – private Autofahrer, öffentliche Verkehrsmittel und Taxen.

Autofahrer und Nicht-Autofahrer können sich bei lift/lifted anmelden und ihre Fahrpläne eingeben. Für Nicht-Autofahrer soll es so laufen: Das Ziel wird in die lift/lifted-Applikation eingegeben. Mögliche Teilstrecken werden bereits berücksichtigt. Das heißt, dass das System erkennt, ob für eine Teilstrecke möglicherweise eine Mitfahrt in einem beteiligten Auto möglich ist.

Das Auto bringt einen im Idealfall zum Ziel – oder ein Fußweg, eine Busfahrt oder eine Taxifahrt sind notwendig. Der Designer möchte mit diesem Vorschlag einen Beitrag leisten, der alle Verkehrsteilnehmer miteinander vernetzt: “Hiermit soll eine weitere Möglichkeit geschaffen werden, sich in der Stadt zu bewegen. Und zwar nicht als Dienstleistung, sondern als dynamische, unkomplizierte Erweiterung von und für diejenigen, die selbst in der Stadt unterwegs sind.”

Mal davon abgesehen, ob dies wirklich praktikabel ist, fasziniert die Verbindung von Problem, Lösung, Vernetzung und iPhone. Auch hier findet sich der Gedanke, dass es in Zukunft nicht mehr so sehr auf den persönlichen Autobesitz ankommt, sondern die Nutzbarkeit von Autos für die momentane persönliche Mobilitätsplanung.

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