Gestern Daewoo – heute Chevrolet

Fünf Jahre liegt es nun zurück, dass aus Daewoo in Europa Chevrolet wurde. Für Chevrolet-Mutter General Motors ist diese Markenveränderung eine Erfolgsgeschichte.

Daewoo war eine südkoreanische Automarke, die 2002 Pleite ging – und dann von General Motors (GM) augekauft wurde. General Motors wollte, dass es für Daewoo eine europaweit gültige Vermarktungsstrategie gibt. Das klappte nicht richtig, weil es in Rumänien und Polen Daewoo-Lizenznehmer gibt, die sich nicht in den GM-Konzern integrieren lassen wollten. Also suchte man einen neuen Namen. Und fand den Namen Chevrolet. In einem Brand-Eins-Artikel wird behauptet, dass Chevrolet in Europa nicht präsent war.

Deshalb entschied man sich dafür, dem südkoreanischen Kleinwagen einen amerikanischen Namen zu geben, der ja eigentlich für seine PS-Protze Corvette oder Camara bekannt war. Nichtsdestotrotz waren die Daewoo-Fahrer begeistert von dem Wechsel. Alle, die das Auto fuhren, konnten sich teilweise das neue Logo ans Auto schrauben lassen. Und waren nun stolze Fahrer eines “American-Dream-Autos” zum Asia-Preis. Aber auch für Neukunden waren die frischgebackenen Chevys interessant.

Von 16.617 verkauften Autos im Jahre 2004 schaffte es die Marke von Januar bis Oktober 2009 auf Zulassungszahlen von 27.866. Eine Steigerung zum Vorjahr um 50%. Der Grund hierfür ist laut Chevrolet, dass man hier die Qualität und das Preis-Wert-Verhältnis von Daewoo mit den weltweiten Ressourcen von Chevrolet bekommt. Was auf jeden Fall aber stimmt: Chevrolet bieten eine attraktive Ausstattung und kostet wenig. Als Kleinwagen verbrauchen sie außerdem wenig Kraftstoff. Und das ist angesichts Wirtschafts- und Umweltkrise ein gutes Verkaufsargument. Auf jeden Fall aber hat es den Automodellen nicht geschadet, dass sie plötzlich Chevrolet heißen. Die Marke Daewoo ist allerdings in Europa verschwunden. Aber das scheint keinen zu stören.

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