50.000 deutsche Kunden des niederländischen Versicherers Ineas haben Angst um ihren Versicherungsschutz: Das Unternehmen stellt seinen Betrieb aufgrund von Finanzproblemen ein und wird aktuell von einem Sonderverwalter geführt. Zwar suchen alle Beteiligten nach einer Lösung und damit nach einer Assekuranz, die bereit ist, die Verträge zu übernehmen. Bis dahin hängen die Kunden allerdings weitgehend in der Luft. Das gilt insbesondere für den Bereich Kfz-Versicherung. In dieser Sparte hat sich Ineas auch mit dem speziell auf Frauen zugeschnittenen Angebot „LadyCarOnline“ einen Namen gemacht.
Der Verwalter von Ineas, Paul Versteeg, verspricht zwar: „Alle Haftpflichtschäden können bezahlt werden“. Doch darauf sollten sich Versicherte nicht zu sehr verlassen. In der Bundesrepublik arbeitet Versteeg mit der Verkehrsopferhilfe (VOH) zusammen, dem Insolvenzfonds für Autoversicherungen. Sollte ein Ineas-Kunde einen Unfall verursachen, rät der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) den Geschädigten, sich direkt an die VOH zu wenden. Allerdings: Bleibt die Verkehrsopferhilfe auf den Ansprüchen sitzen, weil die Ineas zahlungsunfähig ist, gehen bis zu 2.500 Euro zulasten des Versicherten. Bei Kaskoschäden werden die Kunden vermutlich gar kein Geld erhalten. „Wir können noch nicht mit Sicherheit sagen, ob alle Kaskoschäden voll bezahlt werden“, so Paul Versteeg. Wie sich die Situation entwickelt, lässt sich derzeit nicht vorhersagen, weil es laut GDV noch keine Erfahrungen mit der Insolvenz eines Kfz-Versicherers gibt.
Was soll ich mit einer Versicherung, die mich in einem Schadensfalle im Bereich Haftpflicht an die Opferhilfe verweist, wo ich damit rechnen muss, dass 2.500 € zu meinen Lasten gehen. Was soll ich mit einer Versicherung, die im Falle von Vollkasko nicht zahlt und rät, bei einer anderen Versicherung Kasko abzuschliessen. Keine Kfz-Versicherung in Deutschland wird sich finden, die bereit ist, nur eine Kaskoversicherung abzuschliessen. Also, was soll dieser “gute” Rat? Der Insolvenzverwalter täte gut daran, die Versicherungsnehmer aus dem Vertrag zu lassen, die das wünschen!!
Ich bin auch Ineas Kunde und kämpfe um eine Sonderkündigungsrecht. Bei der Huk24 ist man behilflich.
In Deutschland ist eine KFZ-Haftpflicht gesetzlich vorgeschrieben, deshalb für mich unverständlich, dass man noch darüber nachdenkt, ob bei Ineas ein Sonderkündigungsrecht vorliegt oder nicht. Die Versicherung ist zahlungsunfähig. Was der Insolvenzverwalter der Ineas betreibt, er widerspricht einem Sonderkündigungsrecht, verstößt für mich
gegen deutsche Gesetze. Denn einen gesetzlich vorgeschrieben KfZ Haftpflichtversicherungsschutz kann er doch nicht mehr gewähren, einen Kaskoschutz erst recht nicht. Die Opferhilfe hilft auch nur bedingt. Was macht denn ein z.B. Arbeitsloser, der keine 2500,-Euro im Schadensfall aufbringen kann?