Keine Frage: Sonntags fährt es sich auf der Autobahn immer ein wenig entspannter. Hierfür gibt es gleich zwei Gründe. Zunächst einmal fehlt der Berufsverkehr, was zu einer starken Verkehrsentlastung führt. Beim zweiten Grund handelt es sich um das Fahrverbot für Lastwagen: Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 7,5 Tonnen oder mehr dürfen von 0 bis 22 Uhr nicht fahren. Dementsprechend gelingt sonntags das Vorankommen auf deutschen Autobahnen stets ein wenig besser als Werktags.
Doch am kommenden Sonntag wird die Situation auf den Autobahnen sowie auch den anderen Straßen voraussichtlich ein wenig anders aussehen. Das Lkw-Fahrverbot wird vorübergehend aufgehoben. Grund ist der Islandvulkan: Das durch ihn hervorgerufene Flugverbot hat zu Lieferengpässen geführt. Etliche Waren und Güter, auf die Unternehmen angewiesen sind, konnten plötzlich nicht mehr eingeführt werden. Einige Unternehmen mussten aufgrund des ausbleibenden Nachschubs sogar kurzerhand die Produktion einstellen – unter anderem soll auch BMW von diesem Problem betroffen gewesen sein.
Zwar ist der Luftverkehr wieder freigegeben, doch gewisse Lieferengpässe konnten noch nicht kompensiert werden. Aus diesem Grund hat das Bundesverkehrsministerium eine Ausnahmerregelung für die Transportwirtschaft getroffen. Ausnahmsweise dürfen Lastwagen, die dringend benötigte Waren und Güter transportieren, Deutschlands Straßen auch am Sonntag befahren.
Allerdings werden die Straßen nicht generell bzw. für nicht jeden Transport freigegeben. Transportunternehmen, die entsprechende Transporte durchführen möchten, haben zuvor eine Genehmigung einzuholen. Wie „Spiegel Online“ berichtet, können die Unternehmen bei den jeweiligen Landkreisen und kreisfreien Städten entsprechende Anträge stellen. Die Anträge sollen in einem unbürokratischen Verfahren schnell genehmigt werden. Im Übrigen gilt die Ausnahmeregelung für das gesamte Bundesgebiet.

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