Fakten aus der Zweiradwelt

Die Wochenzeitschrift werben & verkaufen (w&v) hat eine Analyse-Seite zum Thema Zweiräder zusammengestellt: Motorisierte Zweiräder schwächeln, Fahrräder und E-Bikes legen zu.

In der Zweiradwelt beginnt jetzt eigentlich die Hochsaison. Wenn’s wieder wärmer wird, besinnt sich das Kind – und auch der Erwachsene – darauf, dass man ja auch mal wieder Zweirad fahren könnte – mit und ohne Motor. Oder neuerdings auch mit Elektro-Motor. Aber die Motorrad-Verkäufer sind von den Erfolgen an der Verkaufsfront derzeit noch nicht überzeugt.

Im Jahre 2007 waren die Kraftrad-Zahl auf Deutschlands Straßen am Höchsten: Fast vier Millionen heiße Öfen knatterten und summten bei uns herum. 2008 gab es einen Einbrauch auf 3,5 Millionen Kräder, 2009 stieg die Zahl auf 3,6 Millionen – und für 2010 wird immerhin ein Wert von 3,7 Millionen erwartet. 2009 ist allerdings die Zahl der Neuzulassungen radikal zurückgegangen. Marktführer bei den zugelassenen Krads ist Honda mit 14,3%, gefolgt von Yamaha, BMW, Suzuki, Piaggio, Kawasaki und Harley Davidson.

Bei den Fahrrädern mit und ohne Hilfsmotor sieht die Lage erfreulicher aus: Insgesamt gab es 2009 69 Millionen Fahrräder in Deutschland. 4 Millionen wurden 2009 neu angeschafft. Gekauft werden in erster Linie Treckking- und Cityräder. Auf der Überholspur sind allerdings Fahrräder mit elektrischem Hilfsmotor – auch E-Bikes genannt. Wurden 2007 erst 70.000 Stück verkauft, stieg die Zahl im Jahre 2008 auf 110.000 und im Jahre 2009 150.000 Stück.

Damit lagen E-Bikes und Krafträder 2009 schon gleichauf. Für 2010 wird erwartet, dass mehr E-Bikes als Motorräder & Co verkauft werden. E-Bikes selbst haben am Gesamt-Fahrradmarkt allerdings nur einen Anteil von 4%. Es wird also immer mehr E-Bikes geben – aber die meisten Fahrradfahrer werden mit einem Fahrrad ohne Hilfsmotor Ausflüge, Erledigungen, Sport, Treffen oder Arbeitsfahrten machen.

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