Dass die Kfz-Versicherung eine Police mit großem Sparpotenzial ist, wird von Vergleichsportalen und Versicherern beinahe schon gebetsmühlenartig wiederholt. Vergleichen, vergleichen und nochmals vergleichen lautet daher der Rat. Gut und schön – ein Versicherungsvergleich macht allerdings erst dann Sinn, wenn man alle Faktoren kennt und dementsprechend berücksichtigen kann. Damit wird die Suche nach dem optimalen Tarif einfacher und, was das Portmonee freut, treffsicherer.
Einige Aspekte, die bei der Kfz-Versicherung für Rabatte sorgen, lassen sich allerdings nur bedingt beeinflussen. Der Wohnort zum Beispiel: Wer auf dem Land wohnt und den Wagen in die eigene Garage stellen kann, zahlt deutlich weniger als jemand in der Stadt, dessen Auto unter der Laterne parkt. Um bei der Autoversicherung zu sparen, gleich umzuziehen, wäre aber etwas viel des Guten. Einfacher kann man es haben, wenn die Zahl der Fahrer, die den Wagen nutzen, eingeschränkt wird. Haben Sohn oder Tochter inzwischen ein eigenes Fahrzeug, und melden sich Vater oder Mutter bei der Versicherung als Alleinfahrer, fällt die Prämie schon ein paar Euro günstiger aus.
Auch die jährliche Fahrleistung könnte nach unten geschraubt werden, wenn mehr mit Bus und Bahn gefahren wird. Umweltbewusstsein wird zwar noch nicht von allzu vielen Versicherungen belohnt, dafür macht sich die geringere Kilometerzahl bei der Abrechnung bemerkbar.
Eines sollte man allerdings tunlichst unterlassen: Den Preis über die Leistung zu drücken. Ob ein Rund-um-Schutz mit allen Eventualitäten wirklich nötig ist, sei dahingestellt. Auf wichtige Vertragsbestandteile zu verzichten, weil die Kfz-Haftpflichtversicherung oder die Kaskoversicherung dadurch günstiger werden, ist Sparen am falschen Ende. Ansonsten rät Sabine Goebel, Produktmanagerin bei Aspect Online: „Nutzen sie alle Rabatte, die zur Verfügung stehen.“ Dabei aber immer ehrlich bleiben. Falsche Angaben können teuer kommen.
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