Marder am Auto: Kleine Biester – große Schäden!

“Und täglich grüßt das Murmeltier…!” - Wenn dem – wie im Film aus 1993 – nur so wäre, dass der Marder auch nur so murmele. Viel eher stellt der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) für 2009 rund 200.000 Marderschäden fest.

Bei einer Schadenssumme von durchschnittlich 350 Euro ist zwar die statistische und obligatorische Dunkelziffer nicht dabei, weshalb die Fälle insgesamt glatt auf das Vierfache geschätzt werden. Damit addiert sich der Reparaturaufwand auf 50 bis 70 Millionen Euro jährlich, ohne Folgekosten, so die Experten.

Regulierung hängt vom Anbieter ab

Es geht dann eben auch ums Kleingedruckte, wenn der Marder sich (mal wieder) am Fahrzeug oder besser unter der Motorhaube zu schaffen gemacht hat. Schließlich zahlen Versicherungen nicht immer für jeden noch so kleinen Marderbiss, sondern ersetzen nur tatsächlich “verbissene” und nicht auch zerkratzte Teile wie die Schallschutz-Matten.

Im Normalfall werden dann auch Folgeschäden nicht berücksichtigt. Das bedeutet, dass beim Schaden durch einen überhitzten Motor wegen eines zerbissenen Kühlerschlauchs nur die Kosten für den Wasserschlauch bezahlt werden, so der GDV.
Bei vereinbartem Selbstbehalt, liegt dieser dann fast immer auch über den Reparaturkosten. Aber auch, wenn Folgeschäden abgedeckt sind, zahlt der Versicherte den Rest über der meist vereinbarten Obergrenze selbst.

Marder, was magst du nicht…?

Ob Duftpräparat oder Sicherheitstechnik nach dem Prinzip “Weidezaun” – präventive Maßnahmen bringen nicht immer den erwarteten Erfolg. Am besten schrecken wohl noch Kontaktplatten im Motorraum ab, die unter Strom gestellt sind. Der Marder erhält dadurch einen elektrischen Schlag, der ihn wohl recht erschreckt, ihn aber nicht verletzt.
Auch Katalysator oder Ruß-Partikel-Filter lassen sich inzwischen gesondert schützen und das mit einer Wirkung von ziemlich 100 Prozent bei Ummantelungen mit Aluflex-Schutz-Schläuchen. Diese schützen Kühler und Heizungsschläuche. Hochwertige Kunststoffe sind zu empfehlen als Schutz für Zündkabel, Unterdruck-, Heizungs- und Kühlwasserschläuche. Da beißt sich auch der Marder schon mal den Zahn aus…

Die Marderschäden treten nun tatsächlich meist im Frühjahr bis Herbst auf, wenn der Marder sein Quartier markiert. Das nun erledigt er mit Urin oder seinem Drüsensekret. Verhaltensforscher gehen davon aus, dass ein Fahrzeug, das so markiert wurde und irgendwann in einem fremden Revier abgestellt wurde, den Nachbar-Marder irritiert, dieser sich in seinem Quartier bedroht fühlt und sich vor lauter Ärger an den Gummiteilen des “fremden” Motorraums verbeißt. Na, wen das mal stimmt…

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