“Womanizer oder Macho? – Zweifler oder Ja-Sager?” - Wenn es um Autos und Frauen geht, dann haben viele Männer längst eine feste Meinung, die meist auch mit dem Einparken zusammen hängt. Wehe aber, er hat zu tief ins Glas geschaut, dann ist sie ihm mit ihrer Trink-Zurückhaltung mehr als recht.
Wer tatsächlich glaubte, das vermeintlich schwache Geschlecht sei am Steuer besonders schlecht, der musste irren. Das beweist jetzt eine Studie des Auto Clubs Europa (ACE) zum Internationalen Frauentag am 08. März 2010.
Darin wird unter anderem festgehalten, dass Frauen deutlich weniger Unfälle mit Verletzten verursachen als Männer, wenn auch mit großen regionalen Unterschieden. Und so überrascht zusätzlich, dass Fahrerinnen im Osten viel besser unterwegs sind als die im Westen.
Da ragt die Brandenburgergin heraus, die mit nur 187 Unfällen auf 100.000 Einwohnerinnen an der Spitze liegt. Es folgen die Sächsinnen mit 188 knapp unterboten. Und auch in Thüringen (193) und Berlin (196) fährt die Frau im Durchschnitt weiblicher und damit verkehrssicherer. Schließlich folgen die Frauen aus Nordrhein-Westfalen (202) und Baden-Württemberg (203), die auch in den Ballungsräumen den Überblick behalten und im Westen am besten fahren. Weil wohl das Saarland so klein und eng ist, geht das Schlusslicht wegen der meisten Unfälle mit Personenschaden halt mal dorthin (274).
Kleiner Trost am Rande: Selbst die schlechtesten Fahrerinnen sind noch deutlich besser als die traditionellen Mannsbilder, wie der ACE heraus gefunden hat. Denn diejenigen, die sich so gerne als maskuline Auto-Freaks auch noch im Verkehr beweisen wollen, verursachen eine Quote von 413 und damit fast doppelt so viele schwere Unfälle wie die Frauen. Bei 320.000 Unfällen im Straßenverkehr mit einem oder mehreren Verletzten waren nach Angaben des ACE für 2008 folglich mehr als 66 von jeweils 100 von Männern verursacht.
Männer auch “stark” in Flensburg
Sind mit Verkehrsunfällen und Verkehrssünden immer auch Punkte in Flensburg verbunden, so sind Frauen mit weniger Punkten dann auch hier bei höherer fahrerischer Qualität. In der Flensburger Verkehrszentralregister waren im Dezember 2008 nur 21,7 Prozent der erfassten Verkehrssünder weiblich. Nur jeweils 3 von 100 erfassten Fahrerinnen hatten mehr als acht Punkte angesammelt, was bei den Männer doch knapp 7 von 100 ausmacht.
Fast wird es jedoch vergessen: Männer legen tagtäglich deutlich mehr Kilometer zurück und mit 93 Prozent sind sie auch öfter mit der Fahrerlaubnis ausgestattet als die Frauen, von denen nur 82 von 100 einen Führerschein besitzen.
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