Um gegen Lärm in der Stadt vorzugehen, gibt es immer mehr Tempo-30-Zonen in Berlin. Weitere Maßnahmen sind Zebrastreifen, Ampeln und nächtliche Fahrverbote für LKW. Mittlerweile gibt es in Berlin einen wahren Flickenteppich von Tempozonen.
Es sind immer mehr Hauptverkehrsstraßen, die in Berlin zu Tempo-30-Zonen erklärt werden. Mit dieser Maßnahme möchte der Berliner Senat den Straßenlärm reduzieren. Mittlerweile sind aber die Zonen so viele geworden, dass die Autofahrer von den unübersichtlichen Tempowechseln verunsichert sind. Dazu kommen teilweise unkoordinierte Ampelschaltungen, die für zusätzliche Verunsicherung führen.
Mittlerweile gibt es Temporestriktionen auf 16 Hauptverkehrsstraßen. Hier gibt es Tempoeinschränkungen, die ganztags oder nur nachts gelten. Diese unterschiedlichen Einschränkungen werden natürlich mit Schildern angezeigt. Es stellt sich die Frage, wie man das als Autofahrer im Vorbeifahren überhaupt erkennen soll, ob jetzt gerade zufällig eine Tempoeinschränkung gilt oder nicht. Die jeweiligen Tage und Uhrzeiten der Gültigkeit sind ja dann irgendwo unter dem Tempo-30-Schild angebracht.
Einfacher ist die Sache natürlich bei generellen Restriktionen wie z.B. dem Tempo-30-Gebot für Grundschulen. Wer jetzt weiß, dass sich dort eine Grundschule befindet, wo man gerade vorbeifährt, kann eben mit dem Gas runtergehen. Für jemanden, der erstmals hier vorbeikommt, wirds schwierig. Auch wenn das alles für den Autofahrer kaum noch zu durchschauen ist: Die Polizei hat schon mal aufgerüstet, um die Geschwindigkeitsbegrenzungen durchzusetzen.
Insgesamt 34 Geschwindigkeits-Überwachungsgeräte setzt die Polizei ein, um Geschwindigkeits-Kontrollen durchzuführen. Dementsprechend groß ist dann auch die “Beute” der Verkehrspolizei: 2008 gab es 560.558 Ahndungsverfahren wegen Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit. Immerhin kommt der Senat den Autofahrern ein Stückchen entgegen: Der Senat hat 87 “Dialog-Displays” im Einsatz. Diese messen die Geschwindigkeit eines Fahrzeugs und geben eine Meldung an den Autofahrer weiter. Möglich ist “Danke” und “langsam fahren”.
Die Opposition vermutet, dass diese Tempo-30-Tests auf Hauptverkehrsstraßen zu einer flächendeckenden Tempo-30-Regelung führen könnte. Das lehnt die Opposition natürlich ab.

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