Interessantes Zeit-Interview mit Bosch-Boss

Die Wochenzeitschrift “Die Zeit” erschien letzte Woche ganz in grün. Grund: Viele Artikel waren dem Thema Umweltschutz gewidment. In diesem Zusammenhang wurde ein interessantes Interview mit dem Bosch-Boss Franz Fehrenbach veröffentlicht, das auch im Internet nachlesbar ist: http://bit.ly/4wGZsv

Der Interviewer der Zeit stellte durchaus kritische Fragen. So fragte er, wie sich Umweltschutz und das Bosch-Engagement für Autotechnologien vereinbaren lassen. Fehrenbach antwortete, dass das natürlich einfach ist, wenn man davon ausgeht, dass es ein Grundbedürfnis der Menschen ist, sich individuell fortzubewegen, dann ist es schon richtig, sich Gedanken darüber zu machen, wie der Individualverkehr möglichst umweltschonend funktionieren kann. Genau das macht Bosch mit seiner geballten Innovationskraft.

Fehrenbach sieht große Aufgaben, weil es gerade der Autoverkehr ist, der für den größten Anteil der CO-2-Emissionen zuständig ist. Deshalb lässt er eben nicht locker, wenn es um die Entwicklung von Verbrennungsmotoren geht, die möglichst wenig CO-2 emittieren. Er verweist darauf, dass die CO-2-Bilanz eines 3-Liter-Autos mit Verbrennungsmotor besser ist, als die eines Elektroautos. Schnelle Ergebnisse bei der Reduzierung der CO-2 Emissionen sind laut Fehrenbach nur zu erzielen, wenn die Verbrennungsmotoren optimiert werden.

Thema war auch die Innovationskraft der deutschen Autohersteller. Fehrenbach glaubt, dass die deutschen Hersteller auf jeden Fall ganz vorne mit dabei sein werden, wenn es um die Entwicklung von Elektroautos geht. Die Kontakte von Bosch zu fast allen Autoherstellern auf der Welt, lässt ihn zu dieser Einschätzung kommen. Großer Konkurrent ist dabei natürlich China. Ganz einfach deshalb, weil dort bereits praktisch gehandelt wird, was die Infrastruktur der Elektromobilität angeht. Neue Städte werden bereits mit Aufladstationen ausgestattet – ein günstiges Elektroauto ist zum Staatsziel erklärt worden.

Das wird die Innovationskraft der Chinesen natürlich enorm nach vorne bringen. Fehrenbach glaubt aber nicht, dass wir in Zukunft Autos aus China fahren werden. Bei diesen Fahrzeugen ist die erforderliche Sicherheit nicht gegeben.

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