Alternative Kraftstoffe: Verliert Wasserstoff an Bedeutung?

Lange Zeit war BMW äußerst aktiv wenn es um die Entwicklung von Motoren ging, die Wasserstoffgas verbrennen bzw. Wasserstoff als Kraftstoff nutzen können. Das Ergebnis der Arbeit fruchtete unter anderem in einer Testflotte, für die eigens in München eine Wasserstofftankstelle eingerichtet wurde. Doch nun sieht es danach aus, als ob Wasserstoff als alternativer Kraftstoff stark an Bedeutung verliert: Wie BMW Entwicklungsvorstand Draeger gegenüber der Wirtschaftspresse mitteilte, werden die Münchner in diesem Feld künftig deutlich kürzer treten.

Zunächst wurde in den Medien verkündet, BMW wolle sich vom Wasserstoffantrieb vollständig verabschieden. Daraufhin erfolgte jedoch ein Dementi: Ein vollständiger Ausstieg sei noch nicht beschlossen. Vielmehr habe man entschieden, keine erneute Testflotte an den Start zu schicken.

Dennoch ist die Message relativ eindeutig: Für BMW hat der Wasserstoffantrieb stark an Bedeutung verloren. Vermutlich werden sich die Müncher verstärkt um die Entwicklung von Hybrid- und Elektroantrieben kümmern. Immerhin ist es so, dass die Entwicklung dieser Antriebe als sehr kostspielig gilt und der Autohersteller schon bald mit beiden Antrieben auf dem Markt präsent sein können. Die Hybrid-Version des 7er BMW wurde bereits öffentlich vorgestellt und der E-Mini wird vermutlich auch nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen.

Wie die Verabschiedung vom Wasserstoffantrieb einzustufen ist, lässt sich nur relativ schwierig sagen. Einerseits wird deutlich, dass die Münchner dem Elektromotor durchaus Großes zutrauen, auf der anderen Seite wird möglicherweise großes Potential verschenkt. Zwar ist es bisher noch nicht möglich, den benötigten Wasserstoff auf eine regenerative Art und Weise in großen Mengen zu produzieren, doch sollte dieses Problem gelöst werden, könnte ein kostengünstiger und zugleich sehr umweltfreundlicher Kraftstoff genutzt werden.

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