Fahrtüchtigkeit und Medikamente

Die Apotheken Umschau hat sich in ihrer Ausgabe vom 01.12.2009 mit dem Thema Arzneimittel und Fahrtauglichkeit beschäftigt. Im Internet gibts sogar ein Interview-Video zu diesem Thema.

Viele Medikamente beeinträchtigen die Fahrtauglichkeit, indem sie sich negativ auf Konzentration, Reaktionsvermögen und Sehvermögen auswirken. Die kostenlose Zeitschrift “Apotheken Umschau”, die man in Apotheken mitnehmen kann, beschäftigt sich damit, welche Medikamente, zu welchen Beeinträchtigungen der Fahrtauglichkeit führen können.

1% aller Autounfälle sollen auf Medikamente zurückgehen, sagt die offizielle Statistik. Experten gehen jedoch davon aus, dass die medikamentenverursachten Autounfälle einen weit höheren Anteil an den Unfallursachen haben als offiziell bekannt. Eine Blutprobe wird nach einem Unfall nur auf Medikamente untersucht, wenn der Unfallfahrer auffälliges Verhalten zeigt, aber Alkohol oder Drogen nicht festgestellt werden können.

Die Zeitschrift bringt eine Liste aller Medikamente, die für Autofahrer und andere Verkehrsteilnehmer kritisch sind: Schlafmittel, Beruhigungsmittel, Psychopharmaka, Anitdepressiva, Schmerzmittel, Allergiemittel, Erkältungsmittel und Augenmittel. Dabei kommt es generell natürlich darauf an, wie ein Mittel verwendet wird. Oft liegen aber tatsächliche Unkenntnis über die Wirkungsdauer von Medikamenten vor.

Schlafmittel wirken beispielsweise bis zum nächsten Morgen. Wer ein Schlafmittel nehmen möchte, sollte seinen Arzt nach Medikamenten fragen, die kürzer wirken. Viele Schlafmittel sind auch nach acht Stunden nachweisbar und beeinflussen die Fahrtauglichkeit. Nimmt man ein normales Schlafmittel, sollte man mindestens acht Stunden Schlaf einplanen. Das gilt auch für alle anderen Mittel, die zentral wirken, z.B. Schmerzmittel.

Bemängelt wird in der Apotheken Umschau, dass die Menschen mit unzureichenden Warnhinweisen auf den Beipackzetteln auf die möglichen Gefahren hingewiesen werden. Diese wären nur allgemein formuliert. Besser wäre es, wenn bekannte mögliche Beeinträchtigungen konkret beschrieben würden. Nicht nur fürs Autofahren, sondern auch bei anderen Tätigkeiten, beispielsweise auf Leitern zu steigen.

Das Video mit dem Interview zu diesem Thema findet man auf der Internetseite von Apotheken Umschau unter http://bit.ly/593JNp

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