Berlin ist die Hauptstadt der Kfz-Brandstiftungen

Seit Anfang des Jahres sind in Berlin schon 430 Autos angezündet worden. Bei 275 Fällen sollen linksextreme Täter verantwortlich sein. Ansonsten gehen die Brände auf das Konto von betrogenen Geschäftspartnern, enttäuschten Liebhabern oder Versicherungsbetrügern. 63% aller Kfz-Brandstiftungen in Deutschland werden in Berlin verübt.

Nicht jedes brennende Auto in Berlin kann Linksextremisten zugeordnet werden. In vielen Fällen gibt es ganz andere Gründe, eins von den 1,4 Millionen Autos anzuzünden, die in Berlin zugelassen sind. Darauf verweist die Berliner Zeitung in einem Artikel auf der wichtigen Seite 3 unter der Überschrift “Der Hass, die Stadt und die Autos”. Wenn man etwas tiefer in die Materie einsteigt, stellt sich heraus, dass die wahrscheinlich politisch motivierten Straftaten weniger häufig vorkommen, als aus anderen Gründen.

134 Anschläge mit 203 direkt – und 72 indirekt – zerstörten Fahrzeugen mit vermeindlich politischem Hintergrund stünden 155 Anschläge ohne politischen Hintergrund gegebenüber. Grundsätzliches Problem bei der Einordnung ist ja, dass man erst genau weiß, ob ein vermeindlich politisches Motiv vorliegt, wenn irgendwer behauptet, dass er oder sie das Auto aus politischen Gründen zerstört hat. Mit anderen Worten: Eine “politische” Auto Brandstiftung wird erst als solche verbucht, wenn jemand ein Bekennerschreiben schickt.

Den Opfern dieser sinnlosen Taten dürfte es so ziemlich egal sein. Auch wenn die Autoversicherung bezahlt, handelt es sich meistens nur um einen Teil des Geldes. Im Artikel wird der Fall einer Mercedes-Fahrerin geschildert, die in Mitte wohnt. Deren Fahrzeug wurde zerstört. Das zwei Jahre alte Fahrzeug hatte neu 32.000 Euro gekostet. Die Versicherung zahlte den Neuwert: 14.500 Euro. Diese Frau hat sich einen neuen Mercedes gekauft, weggezogen ist sie aus Mitte allerdings nicht. Das sie als Mercedes-Fahrerin in Mitte wohnt, war wohl aber der schwachsinnige Grund für das Attentat.

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