Unter dem Titel “Auto-Rabatte helfen nicht” hat sich die Berliner Zeitung mit dem Automarkt beschäftigt. Hauptaussage: Abwrackprämie und Rabatte können nicht verhindern, dass die Autobauer große Veränderungen vornehmen müssen, um am Markt zu bestehen.
Grund für die anstehenden dramatischen Umstrukturierungen sind die Überkapazitäten in der Autoindustrie, die die Unternehmen seit Jahren vor sich hergeschoben hätten. Dabei wurden die Autos in den Markt gedrückt. Händler wurden gezwungen, die Fahrzeuge abzunehmen und zuzulassen. Kurz darauf wurden die Autos vom Händler wieder abgemeldet. Massenhafte Tageszulassungen konnten günstiger angeboten werden. Das änderte natürlich nichts daran, dass überall zu viele Autos vom Band rollen.
Die nächste “Bombe” wartet in Leasingverträgen, die durch übertriebene Restwertprognosen billiger gemacht wurden. Das betrifft sogar 30% aller Neuwagenverkäufe. Wenn der Leasing-Nehmer das Auto kauft, kann sich der Händler freuen. Will der Leasingnehmer das Auto nicht kaufen, muss der Händler das Auto zum vereinbarten Preis zurücknehmen. Da sich die Restwerte derzeit im freien Fall befinden, haben die Händler ein massives Problem an der Stelle.
EurotaxSchwacke hat darauf hingewiesen, dass derzeit ein rasanter Verfall bei den Restwerten feststellbar ist. Im Gebrauchtwagenmarkt. Vor einem Jahr hätte man für ein drei Jahre altes Auto der oberen Mittelklasse aus dem Premiumbereich 4.000 Euro mehr hinlegen müssen als es jetzt der Fall ist. Der Autor der Berliner Zeitung sieht keine Besserung der Lage in Sicht: Überkapazitäten, steigendes Rabatt-Niveau und fallende Restwerte werden zu weiteren erheblichen Verlusten führen – zumal die Leasing-Rückläufer erst 2010 und 2011 zurückkommen.
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