Die Welt der Navigationssysteme befindet sich im Wandel

Bisher haben sich die Autohersteller für den Einbau ihrer Navigationssysteme immer sehr gut bezahlen lassen. Vor allem die Premium-Hersteller gehen bei der Neuwagenkonfiguration nicht gerade zimperlich vor: Wer seinen Neuwagen mit einem werksseitigen Navigationssystem ausstattet, erhöht den Fahrzeugpreis schnell um mehrere tausend Euro.

Allerdings könnte sich das Bild schon relativ bald ändern, denn der Konkurrenzdruck ist sehr groß. Heutzutage können mobile Navigationssysteme schon sehr preiswert gekauft werden. Früher wurden die kompakten Navigationslösungen von den Autoherstellern belächelt, doch mittlerweile ist klar, dass auch diese Systeme einiges zu leisten vermögen – einige Autofahrer sind sogar der Meinung, mit dem Erwerb eines kompakten Systems nicht nur Geld zu sparen, sondern auch noch eine bessere Navigationslösung zu erhalten.

Trotz dieser Entwicklung sind die Hersteller und Anbieter dieser mobilen Systeme derzeit nicht sonderlich positiv gestimmt. Denn auch sie stehen seit einiger Zeit einem Konkurrenten gegenüber, der mittlerweile sehr ernst genommen werden muss. Hierbei handelt es sich um die aktuelle Generation der Smartphones. Serienmäßig sind viele Modelle mit GPS ausgestattet und können per Download um Navigationssoftware erweitert werden. Zwar bieten Unternehmen wie TomTom oder Navigon selbst entsprechende Softwarelösungen an, allerdings zählen sie nicht mehr zu den einzigen Lieferanten.

So hat erst kürzlich Google bekannt gegeben, eine Navigationslösung für sein Mobile-Betriebssystem „Android“ anbieten zu wollen. Diese steckt zwar noch in den Kinderschuhen, doch die ersten Screenshots deuten eine starke Navigationslösung an. Weil diese auch noch kostenlos angeboten werden soll, könnte der Markt in der Tat noch einmal ordentlich umgekrempelt werden.

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