In zehn Jahren könnten 25.000 Elektroautos in Berlin unterwegs sein, schätzt Kjell Gruner, der Projektleiter der Modellregion Elektromobilität Berlin. Kjell Gruner arbeitet für Daimler und wird sein Projekt demnächst mit 100 neuen Elektroautos starten. Schon damit würde die Zahl der zugelassenen Autos um 500% steigen. Denn bislang gibt es in Berlin gerade mal 22 zugelassene Elektroautos.
Bei dem Projekt Modellregion Elektromobilität ist Berlin zum Testgebiet erklärt worden. Die Bundesregierung hat mehrere Hundert Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um zu ermitteln, wie sich Elektromobilität entwickeln lässt. Mit an Bord sind Daimler, Bosch, Toyota, Sixt, Vattenfall und Daimler. Daimler stellt 100 Fahrzeuge zur Verfügung. Dabei handelt es sich um Smarts mit zwei Sitzen und Fahrzeuge der A-Klasse.
Gefahren werden die Elektroautos dann demnächst von Unternehmen, Privatmenschen und Behörden. Bei der Zuteilung eines Autos wurde auf Nutzervielfalt gelegt, weil es für Daimler nicht mehr um die technische Entwicklung eines Elektroautos geht, sondern darum, was die Fahrer eines Elektroautos wirklich brauchen. Der Smart mit Elektromotor ist fertig entwickelt und kann in Serie produziert werden.
Der E-Smart kann mit einem “vollgetankten” Akku bis zu 135 Kilometer bewältigen – dann muss er wieder an die Steckdose. Das passt zur Mobilität der Berliner Autofahrer, die zu 75% weniger als 50 Kilometer mit dem Auto zurücklegen. Ladestationen sind noch ein Problem in Berlin. In der nächsten Zeit sollen 500 Lade-Säulen in Berlin und Potsdam installiert werden. Der Test soll schon Mitte 2011 beendet werden. Ab 2012 soll der E-Smart in Serie gebaut werden.
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