Unter der Überschrift “Design ist wichtiger als Werbung” äußert sich VW Chefdesigner Walter de Silva in der aktuellen Werberzeitschrift werben & verkaufen (w&v) über sein Erfolgsrezept. Aus seiner Sicht muss Design die Hauptrolle spielen, wenn es darum geht, die zehn Automarken der Volkswagengruppe zum Erfolg zu führen. Das Interview kann als E-Paper im Internet nachgelesen werden: http://www.3d-zeitschrift.de/p/?g=4de0448e19.
Die soeben neugestaltete w&v macht passenderweise mit einem Design-Thema auf. Die Titelseite und vier redaktionelle Seiten “gehören” VW Chefdesigner Walter de Silva, der seit 2007 das Konzern-Design der Volkswagen AG leitet. Seine Aufgabe ist es, herausragende Design-Lösungen für die zehn Automarken der Volkswagengruppe zu finden. Dabei muss er es hinkriegen, diese zehn Marken auseinander- und zusammenzuhalten.
Zum Thema “Selbständigkeit der jeweiligen Marken” sagt er, dass jede Marke natürlich “eine eigene DNA und typische Design-Kriterien” hat. Es gäbe allerdings einen “roten Faden, der alles miteinander verbindet”. Dabei handelt es sich um “Einfachheit und Eleganz”. Die Qualitäten Einfachheit und Eleganz sollen also für VW, Audi, Seat & Co gelten. De Silva betont in dem Interview, dass die Fahrzeuge “zeitlos” sein sollen, so wird die Gestaltung niemals unmodern.
Um diesen Anspruch durchzusetzen, wurden Design-Handbücher für jede Volkswagen-Marke entwickelt. In diesen sogenannten “Brand Design Criteria” werden Architektur, Design-Merkmale und Markengeschichte dokumentiert und permanent aktualisiert. Diese Leitfäden sind die “Bibel” der VW-Designer. Interessant auch, welche Prioritäten der Designer setzt: Wichtigstes Design-Element ist für ihn die Vorderansicht eines Autos. Von vorne soll jedes Volkswagen-Auto sofort erkennbar sein.
Am meisten Arbeit machen derzeit die Marken Skoda und Seat. Aber auch zum Thema “Elektroauto” nimmt De Silva Stellung. Er meint, dass diese Fahrzeuge nicht grundsätzlich anders aussehen müssten, weil man z.B. nicht mehr Schalten muss. Er meinte dazu, dass Elektroautos dann anders aussehen werden, wenn neue Komponenten entwickelt werden, die eine neue Fahrzeug-Architektur ermöglichen.
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