Nach schwerem Crash in die Marken-Werkstatt
Gefahr erkannt – Gefahr gebannt!, weiß der Volksmund. Und doch gibt es sie und bleiben die Risiken, die dann entstehen, wenn moderne Fahrzeuge nach Unfallschaden nicht zeitnah und fachgerecht repariert werden.
‘Seitenaufprall’ ist so eine Sache, auch wenn dieser “nur” im Stadtverkehr bei 55 km/h passiert. Als Gefahr und Problem einer (un-)sachgemäßen Reparatur gilt dann der Anspruch an die “Höherfestigkeit der verwendeten Stähle in den jeweils betroffenen Bauteilen”. Kann man doch die Karosserie-Steifigkeit meist nicht mehr in dem Maße erzielen, wie es für den Fahrzeug-Typ nötig gewesen wäre.
Im Tagesgeschäft kann dies unabhängig von Marke und Modell jederzeit vorkommen, weil spätere ‘Unfallfahrzeuge’ auch in Ländern außerhalb der nationalen Grenzen instand gesetzt wurden und als Gebrauchtwagen wieder zurück kommen.
Mit weiteren Crash-Tests an instand gesetzten Fahrzeugen kann schließlich erkannt werden, dass eine nicht sachgemäße Reparatur die Strukturfestigkeit der Karosserie nachhaltig beeinträchtigt. Möglich wird auch, dass die passiven Sicherheitssysteme versagen, weil mit einer Reparatur die Steifigkeit der Karosserie nicht wieder erreicht wird, die mit der Erstzulassung gegeben war. Damit brauchen Gurtstraffer und Airbags als Sicherheitskomponenten eben doch die exakten Rahmenbedingungen des Herstellers. Inwieweit sich das mögliche Verletzungsrisiko der Insassen bei weiterer Nutzung des Unfall-Fahrzeugs erhöht, muss unbeantwortet bleiben. Wohl aber würden bei neuerlichem Crash die Reparaturkosten wegen höherer Deformationen deutlich steigen.
Nur aktuelle Infos zur Reparatur!
Um also Unfallfahrzeuge zweifelsfrei und fachgerecht zu reparieren, müssen die in den Werkstätten aktuellen Reparatur-Informationen vorliegen. Das gilt auch für Werkzeuge und die Diagnose-Tools sowie die Schulung der Mitarbeiter.
Dem steht jedoch auch ein “Reparatur-Tourismus” entgegen, was zu Reparaturen an schwer beschädigten Fahrzeug führt, die eben nicht bei autorisierten Partnern der Hersteller, sondern auch bei freien Karosseriebetrieben erfolgen.
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