Alles Gute kommt von oben! – Denkste! Und so sind sie denn verärgert, die
wahrlich abhängigen Servicepartner von VW, denen der Konzern vorwirft, dass sie sich nur mangelhaft in der erwarteten Professionalität bewiesen hätten.
In der Folge hat dies seit geraumer Zeit Unmut und Unverständnis bei den Servicepartnern des Herstellers darüber hervor gerufen, dass vertragsbedingte Direktbelieferung mit Gebrauchtwagen durch Volkswagen gekündigt wurde. Wenn diese Entscheidung zum Jahreswechsel Tatsache wird, bleibt den Servicepartnern nur noch der indirekte Bezug der Fahrzeuge über deren Kollegen, die im Händlerstatus stehen.
Ende September hat Volkswagen die Betroffenen wohl insoweit informiert, dass zum 31. Dezember die direkte Belieferung eingestellt werde. Begründet wurde dies damit, dass der Konzern mangelnde Qualität und fehlende Professionalität bei der Vermarktung dieser Fahrzeuge durch die Servicepartner reklamierte.
Auf diese Kündigung haben die Servicebetriebe ganz deutlich ihr Missfallen bekundet und darauf verwiesen, dass gerade das Auftreten des Servicenetzes die Wirtschaftlichkeit ergeben habe.
Stellt doch der Handel mit Werkswagen für zahlreiche Betriebe mit Werkstattstatus einen wichtigen Umsatz dar. Jetzt befürchten einige Werkstattinhaber, dass ihnen die Erträge aus diesem Geschäftsbereich ganz sicher mit einigen Prozenten wegfallen werden.
Für die Servicepartner im Volkswagen- und Audi-Händlerverband hat deren Beirat Rudolf Rübner betont, dass das Vorgehen des Herstellers zu “Ängsten und Unverständnis” führe, weil einzelne ihre Existenz bedroht sehen.
Für die Zukunft sei weiter davon auszugehen, dass eine Belieferung der Servicepartner durch Händlerkollegen problemlos erfolgen könne, solange bestimmte Rahmenbedingungen eingehalten würden. Dieser Anspruch soll vom Händlerverband mit dem Hersteller zügig und konkret verhandelt werden.
Bei den Werkstattpartnern ist man jedoch über den eigenen Verband erregt, da man sich nur unzureichend von der eigenen Organisation vertreten fühle. Es werde nicht gleichermaßen vertreten, sondern eher die Interessen der Händler und weniger die der Servicepartner.
Wie war das einst mit dem Käfer? Er läuft und läuft und läuft…
Wer das wohl jahrzehntelang unterstützt hat?
Letzte Kommentare