Gestern überraschte Toyota die Welt des Motorsports mit der Nachricht, ab der nächsten Saison nicht mehr in der Formel 1 mitfahren zu wollen. Für viele Leute kam diese Nachricht äußerst überraschend. Immerhin hatte sich das Management des Teams erst wenige Wochen zuvor noch darum bemüht, Kimi Räikkönen in das Team zu holen. Der hatte jedoch abgesagt, sodass der Rennstall keinen Fahrer finden konnte, der endlich die lang ersehnten Siege bringt.
Alles in allem hat Toyota gute Gründe, aus der Formel 1 zurückzutreten. Da wäre zunächst einmal die bisherige Entwicklung: Obwohl zuletzt ein großer Aufwand betrieben wurde, sind die Rennsiege einfach ausgeblieben – da gilt es sich in der Tat die Frage zu stellen, ob es sich lohnt, an der kostspieligen Rennserie teilzunehmen. Gleichzeitig steckt der japanische Autohersteller in ganz anderen Schwierigkeiten. Toyota zählt zu den Unternehmen, die von der globalen Wirtschaftskrise am stärksten getroffen wurden. Die Fahrzeugabsätze sind drastisch eingebrochen – es wird gesagt, dass das Unternehmen in der größten Krise seit seinem Bestehen steckt.
Dass sich Toyota aus der Formel 1 zurückzieht, hat übrigens auch Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt. Wie das „Handelsblatt“ geschrieben hat, steuert Toyota sein Engagement im Motorsport von Köln aus. Dort wurden bisher rund 650 Mitarbeiter beschäftigt, die ebenfalls erst gestern über den Ausstieg informiert wurden und nun in eine ungewisse Zukunft blicken müssen.
Im Übrigen bleibt abzuwarten, ob Toyota noch eine satte Konventionalstrafe zu entrichten hat. Immerhin hatten die Japaner bereits zugesichert, der Rennserie auch im kommenden Jahr erhalten zu bleiben.
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